Bankenwerte waren gefragt: Dax verteidigt zum Handelsschluss sein Plus

Bankenwerte waren gefragt
Dax verteidigt zum Handelsschluss sein Plus

Der Dax hat an seine Kursgewinne vom Vortag angeküpft und ein leichtes Plus verbucht. Die Linde-Aktie legt über drei Prozent zu. Die Gewinnerliste im MDax führten die Papiere von Karstadt-Quelle mit einem Plus von knapp sechs Prozent an.

HB FRANKFURT. Angesichts der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) sprachen Händler von einer gewissen Zurückhaltung der Investoren. Der wichtigste deutsche Börsenindex beendete den Handel bei 4296 Punkten mit einem Aufschlag von 0,4 Prozent. Der MDax kletterte um 1,01 Prozent auf 5715,00 Zähler und blieb damit weiter auf einem historischen Rekordniveau. Der TecDax rückte um 0,37 Prozent auf 532,45 Punkte vor. Die Liste der Dax-Gewinner führten die Aktien des Industriegase- und Gabelstaplerherstellers Linde mit einem Plus von 3,8 Prozent auf 51,96 Euro an. Sie stehen auf dem höchsten Niveau seit Mitte 2002. Börsianer erklärten den Kursanstieg unter anderem mit charttechnischen Faktoren. Es hielten sich aber zudem Spekulationen um eine mögliche Übernahme des Spezialgase-Herstellers.

Der EuroStoxx 50 schloss mit plus 0,44 Prozent auf 3021,95 Punkten. Auch in London und Paris gingen die Börsen gut behauptet aus dem Tag. In den USA legten die Indizes unterstützt von positiven Quartalszahlen von Google leicht zu.

Aktienhändler Norbert Pütz von der Postbank interpretierte die geringen Kursschwankungen und niedrigen Umsätze als „Zurückhaltung vor der US-Leitzinsentscheidung am Abend“, von der Volkswirte eine Anhebung um 0,25 Punkte auf 2,5 Prozent erwarten. Vor dem am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für Januar rechnet er weiterhin mit geringen Handelsumsätzen am deutschen Markt.

HypoVereinsbank-Papiere gewannen 2,86 Prozent auf 17,60 Euro. Am Markt kursierten Gerüchte, nach denen die Beteiligung DAB bank von der comdirect bank übernommen werden könnte. Zudem hat die italienische Banca Intesa ein Aktienpaket der Münchner platziert. Commerzbank stiegen um 2,87 Prozent auf 16,85 Euro. Allianz-Aktien verteuerten sich nach einer Kaufempfehlung durch Merrill Lynch um 0,94 Prozent auf 92,10 Euro. Münchener Rück legten um 0,78 Prozent auf 88,05 Euro zu.

Auto-Aktien gehörten zu den Verlierern

Die Aktie des Versorgers RWE profitierte von einer positiven Studie der Deutschen Bank und stieg um 1,84 Prozent auf 45,93 Euro. Eon rückten um 0,79 Prozent auf 69,25 Euro vor. Automobilwerte, die in den vergangenen Tagen wegen des schwächeren Euro deutlich zugelegt hatten, standen nun überwiegend auf der Verliererseite: Der US-Absatz der deutschen Autobauer war im Januar zumeist rückläufig gewesen. Börsianern zufolge waren die Zahlen bei DaimlerChrysler keine Überraschung, während VW enttäuscht hätte. Schwächer als erwartet seien die Absätze vor allem bei Porsche ausgefallen. VW-Aktien verloren am Dax-Ende 1,23 Prozent auf 36,93 Euro und Porsche verbilligten sich um 0,91 Prozent auf 493,49 Euro. BMW büßten 0,52 Prozent auf 32,60 Euro ein. Daimler-Chrysler legten um 1,25 Prozent auf 35,67 Euro zu.

Im MDax reagierten die Aktien der Heidelberger Druckmaschinen AG kaum auf die Ankündigung einer Wandelanleihe von mehr als 260 Millionen Euro. Sie notierten mit minus 0,04 Euro auf 26,49 Euro nahezu unverändert. Der Schritt sei „insgesamt positiv, da sich hierdurch die Zinslast verringert“, urteilte Analyst Michael Punzet von der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite auf 3,29 (Vortag: 3,30) Prozent, während der Rex-Rentenindex 0,01 Prozent auf 121,07 Punkte gewann. Der Bund Future büßte 0,13 Prozent auf 119,85 Punkte ein. Der Euro legte etwas zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3061 (1,3027) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7656 (0,7676) Euro.

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