Besonders gefragt waren die Titel von Luftfahrwerten
Europäische Börsen gleichen Vortagesverluste aus

dpa-afx PARIS/LONDON. Nach den deutlichen Vortagesverlusten wegen der Terroranschläge in London haben die europäischen Börsen am Freitag wieder deutlich an Boden gewonnen. Unterstützend wirkten sich Händlern zufolge die positiven US-Vorgaben aus. Zudem deuteten die US-Futures zuletzt auf eine freundliche Eröffnung der Wall Street am Nachmittag.

Der Eurostoxx 50 weitete seine Gewinne vom Morgen aus und stieg um 1,32 Prozent auf 3 211,95 Zähler zu. Der Stoxx 50 gewann 1,19 Prozent auf 3 070,24 Punkte. In Paris legte der CAC 40 um 1,45 Prozent auf 4 281,79 Punkte zu und der Euronext 100 gewann 1,17 Prozent auf 732,00 Punkte. In London stieg der Ftse 100 um 1,19 Prozent auf 5 219,50 Punkte.

Aus charttechnischer Sicht wirkten die Verluste bei hohem Handelsvolumen im Zuge der Terroranschläge in London für die europäischen Börsen nicht grundsätzlich negativ, sagte Analyst Volker Bien von der HV Equity Research. Vielmehr wurden "technische Marken in einem volatilen Umfeld bestätigt".

Die Börsenbarometer hatten sich am Vortag bereits gegen Handelsende von ihren Tagestiefs erholt. Zuvor waren sie im Handelsverlauf stark gesunken, nachdem die Anschläge in London Terrorängste geschürt hatten. Auch die US-Börsen hatten sich am Vorabend erholt und nahe der Tageshochs geschlossen. Positiv wirke auch der nachbörslich gute Start in die US-Berichtssaison, sagten Händler. Der Aluminiumhersteller Alcoa hatte mit seinen Zahlen die Markterwartungen geschlagen.

Besonders gefragt waren die Titel von Luftfahrwerten, nachdem diese am Vortag besonders stark unter Druck geraten waren. Die Titel der Air France , British Airways und Iberia gewannen im Schnitt gut zwei Prozent. Damit entwickelten sich die Titel besser als der Gesamtmarkt.

Die Aktien des französischen Versorgers Gaz de France kamen mit einem Kurssprung an die Börse. Die Aktien wurden zum Start bei 27,80 Euro gehandelt. Institutionelle Anleger hatten die Aktien für 23,40 Euro je Aktie erhalten, Privatanlegern waren die Papiere für 23,20 Euro ausgegeben worden. Zuletzt wechselten die Papiere für 27,49 Euro den Besitzer.

Stmicroelectronics gewannen 2,67 Prozent auf 13,48 Euro. Goldman Sachs hatte das Papier von "In-Line" auf "Outperform" gehoben.

Für die Titel der France Telecom ging es um 1,50 Prozent auf 24,35 Euro nach oben. Der Konzern hat einem Pressebericht zufolge eine Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der mobilcom-Hauptversammlung im April eingereicht. Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Kreise berichtet, will der ehemalige Großaktionäre damit eine Klage des deutschen Mobilfunkdienstleisters gegen ihn verhindern.

Die Titel der Vodafone Group legten um 1,28 Prozent auf 138,75 Pence zu. Vodafone Japan meldete laut einem Pressebericht erstmals seit sechs Monaten ein Kundenwachstum.

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