Bilanz 2015
Der Dax schlägt sie alle

Immerhin 27 neue Höchststände, ein Jahresplus von gut zehn Prozent und damit besser als die Weltbörsen, aber auch sehr schwankungsfreudig  - das ist die Bilanz des Dax. Nicht schlecht und 2016 könnte noch besser werden.

Düsseldorf/FrankfurtNach den ziemlich turbulenten vergangenen Monaten fühlt es sich gar nicht so an, als ob der Dax der große Sieger des Jahres wäre. Ist er aber. Deutsche Aktien haben sich 2015 besser entwickelt als ihre europäischen und globalen Pendants. Und die gute Nachricht: Anlagestrategen setzen auf weitere Kursgewinne im kommenden Jahr.

Ob der Dax allerdings zu einer neuen Rekordjagd ansetzt? In diesem Jahr erreichte er immerhin 27 Mal einen neuen Höchststand, bevor er in einen Bärenmarkt abrutschte. Die Volatilität hat sich mehr als verdoppelt. Trotzdem läuft der deutsche Leitindex auf einen Jahresgewinn von zehn Prozent zu, womit er den Stoxx Europe 600 und MSCI All Country World schlagen würde.

Auch 2016 könnte einen Aktienjahr werden. Strategen prognostizieren eine Fortsetzung der Dax-Rally im kommenden Jahr - gestützt von der Aussicht, dass der niedrige Ölpreis und ein schwächerer Euro den Unternehmen zugutekommen. Die Exporteure erhielten schon im Jahr 2015 einen frühen Schub durch die noch lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Doch Chinas überraschende Währungsabwertung und der Emissionsskandal bei Volkswagen vernichteten bei den deutschen Unternehmen bis zu 368 Milliarden Dollar (336,5 Milliarden Euro) an Marktwert. Seit seinem September-Tief hat der Dax allerdings etwa die Hälfte der Verluste wieder aufgeholt.

Und das versöhnte Anleger mit den Turbulenzen. „Es war ein sehr gutes Jahr, wenn man diszipliniert war und an seinen Investmentthemen festgehalten hat“, sagte Michael Woischneck, Aktienfondsmanager bei Lampe Asset Management in Düsseldorf. „Öl und der Euro auf diesen Niveaus sollten das Wachstum stützen. Wir könnten 2016 ein weiteres gutes Jahr für den Dax sehen.“ Die deutsche Wirtschaft dürfte Prognosen zufolge im kommenden Jahr um 1,8 Prozent expandieren, verglichen mit erwarteten 1,7 Prozent Wachstum im Euro-Raum.

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Extrem hohe Schwankungen

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