Börse am Nachmittag
Dax gleicht die Vortagesverluste aus

Nach positiven US-Konjunkturdaten hat der Deutsche Aktienindex nach zwischenzeitlichen Verlusten zugelegt. Grund sind gedämpfte Spekulationen auf Zinserhöhungen in den USA.

HB FRANKFURT. Nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für September stieg der Dax am Nachmittag um 0,6 Prozent auf 4981 Punkte und glich damit die Vortagesverluste aus.

Im Fokus standen die Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius und seiner Tochter Fresenius Medical Care (FMC). Die geplante Kapitalerhöhung zur Finanzierung der milliardenschweren Übernahme der Helios Kliniken durch den Gesundheitskonzern belastete die im MDax notierten Vorzugsaktien von Fresenius.

Die am Vortag auf geflammten Inflationsängste bekamen am Nachmittag einen Dämpfer, nachdem die Preise in den USA zumindest ohne Lebensmittel und Energie weniger stark als erwartet gestiegen waren. Insgesamt legten die Preise aber wegen der drastisch gestiegenen Energiekosten so stark wie seit 25 Jahren nicht mehr zu. „Der Markt hatte sich auf deutlich schlechtere Zahlen eingestellt“, sagte ein Händler. Auch die US-Einzelhandelsumsätze seien positiv am Markt aufgenommen worden, obwohl der Anstieg insgesamt weniger deutlich als prognostiziert ausgefallen war. In der Kernrate war der Umsatz ohne Autos aber stärker als erwartet gestiegen, was den Optimisten an den Finanzmärkten die Oberhand gab. Daran änderte auch die enttäuschende US-Industrieproduktion nichts, die um 1,3 (Prognose minus 0,3) Prozent schrumpfte und damit so stark wie seit Januar 1982 nicht mehr.

Im Dax zählten die FMC-Aktien mit einem zeitweiligen Plus von fast einem Prozent auf 80,24 Euro zu den Gewinnern. Händler sagten, die Anleger honorierten damit den Zwischenbericht des Dialysespezialisten, der beim Jahresüberschuss im laufenden Geschäftsjahr mit einem Ergebnis am oberen Ende der Prognose rechnet.

Die Vorzugsaktien des Mutterkonzerns, die im bisherigen Jahresverlauf mit einem Zuwachs von mehr als 60 Prozent zu den überproportionalen Gewinnern im MDax zählen, fielen dagegen in der Spitze um gut fünf Prozent, erholten sich bis zum Nachmittag aber wieder. Fresenius will den Kauf des Klinikbetreibers Helios für 1,51 Milliarden Euro außer über eine Kapitalerhöhung mit einer Anleihe finanzieren. „Der Kauf von Helios ist für Fresenius sicherlich positiv“, sagte ein Händler. „Die Kapitalerhöhung ist der einzige Negativpunkt und belastet die Aktie.“

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