Börse Asien
Asiens Börsen schließen uneinheitlich

Vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten haben die asiatischen Aktienmärkte am Freitag uneinheitlich geschlossen. Viele Anleger warteten Experten zufolge ab, welche Neuigkeiten es aus der weltgrößten Volkswirtschaft gibt. In Japan zählten erneut Chipwerte zu den Verlierern.

HB SINGAPUR/TOKIO. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,16 Prozent schwächer bei 17 065 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index ging fast unverändert bei 1656 Zählern aus dem Handel. Auch die Börsen in Taiwan und Südkorea lagen im Minus, während Singapur und Hongkong Kursgewinne verbuchten. Der Euro präsentierte sich im fernöstlichen Devisenhandel kaum verändert.

Die Wall Street hatte den Handel am Donnerstag mit leichten Gewinnen beendet: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,04 Prozent zu, der breiter gefasste S&P-500 0,21 Prozent und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,15 Prozent. Auch hier war im Vorfeld des Arbeitsmarktberichts für September eine abwartende Haltung der Investoren spürbar. Von dem Bericht, der um 14.30 Uhr (MESZ) veröffentlicht werden soll, erhoffen sich viele Marktteilnehmer Aufschluss darüber, in welchem Ausmaß sich die Krise am US-Immobilienmarkt auf andere Wirtschaftsbereiche ausgedehnt hat.

In Japan zählten erneut Chipwerte zu den Verlierern. Takahiko Murai von Nozomi Securities machte dafür weiter die Nachwirkungen der jüngsten Intel-Nachrichten verantwortlich. Morgan Stanley hatte in dieser Woche eine zurückhaltende Bewertung des US-Konzerns abgegeben. Advantest-Papiere büßten den zweiten Tag in Folge ein, dieses Mal 4,6 Prozent. Die Anleger trennten sich zudem von Anteilsscheinen von Casio Computer, die um gut 19 Prozent abstürzten. Der Konzern hatte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich gesenkt und dies mit schleppenden Mobiltelefon-Absätzen begründet. Dagegen verteuerten sich in Tokio unter anderem Finanztitel.

Das vergleichsweise bessere Abschneiden des Topix begründeten Marktkenner mit den festen Kursen bei Aktien von Konsumentenkreditunternehmen, deren Branchenindex seit Jahresbeginn um 22 Prozent zurückgekommen ist. Hintergrund war ein Bericht, wonach das Branchenunternehmen Promise für das Fiskaljahr vermutlich einen Nettogewinn von 16 Mrd JPY ausweisen wird, verglichen mit der bisherigen Prognose von 16 Mrd JPY. Promise legten um 4,6 Prozent zu auf 2.960 JPY und Acom um 5,2 Prozent auf 2.840 JPY. Aiful schossen gar um 17 Prozent auf 2.115 JPY nach oben.

Aeon zogen um 3 Prozent an auf 1.672 JPY und profitierten damit von der Ankündigung von Aktienrückkäufen und einer Dividendenerhöhung. Bando Chemical Industries litten unter einer Abstufung auf „Neutral“ von „Overweight“ und rutschten um 7,4 Prozent ab auf 600 JPY. Yahoo Japan kletterten dagegen um 4,1 Prozent auf 51.000 JPY, nachdem Morgan Stanley das Papier auf „Overweight“ erhöht hatte. KDDI verteuerten sich um 4,1 Prozent auf 880.000 JPY, nachdem Goldman Sachs das Papier des Netzbetreibers auf „Buy“ von „Neutral“ erhöht hatte. Mitsubishi Chemical Holdings gaben um 1,9 Prozent nach auf 987 JPY, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, den Kapitalmarkt mit einer Wandelanleihe im Volumen von 140 Mrd JPY in Anspruch zu nehmen, um damit sein Geschäft aus- und Schulden abzubauen.

Der Euro notierte bei 1,4131 Dollar und lag damit in etwa auf dem Niveau vom späten US-Handel. Zur japanischen Währung lag der Euro bei 164,69 Yen. Der Dollar kostete 116,53 Yen.

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