Börse Asien Börse in Tokio im Plus

Gute Vorgaben aus den USA und ein schwächerer Yen haben der Börse in Tokio am Dienstag zu einem Plus verholfen. Die Anleger wandten sich damit von den politischen Krisen ab – und den kommenden Quartalsberichten zu.
Update: 18.04.2017 - 08:41 Uhr Kommentieren
Vor einer Kursanzeigetafel in Tokio. Quelle: AFP
Blick auf die japanischen Aktienkurse

Vor einer Kursanzeigetafel in Tokio.

(Foto: AFP)

TokioGute Vorgaben aus den USA und ein schwächerer Yen haben der Börse in Tokio am Dienstag zu einem Plus verholfen. Der Fokus wende sich vom Konflikt um Nordkorea ab und zu den anstehenden Quartalsberichten der US-Unternehmen zu, sagten Händler. Die Börse in Seoul gab zunächst nach, als US-Vizepräsident Mike Pence ankündigte, die USA wollten das Freihandelsabkommen mit Südkorea neu verhandeln. Pence reiste anschließend nach Japan weiter. Neben den Spannungen mit Nordkorea sollen auch dort die Handelsbeziehungen Thema sein.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,4 Prozent höher bei 18.419 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg ebenfalls um 0,4 Prozent und lag bei 1472 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen trat auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,6 Prozent. Der Kospi in Südkorea fiel zunächst um 0,2 Prozent, um sich später auf 0,15 Prozent ins Plus zu retten.

Die größten Anlegerfehler
Privatanleger machen vermeidbare Fehler
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Eine Studie der Wirtschaftsprofessoren Andreas Hackethal und Steffen Meyer für das Magazin „Finanztest“ hat knapp 40.000 Wertpapierdepots von Direktbankkunden im Zeitraum von 2005 bis 2015 ausgewertet.

Das Ergebnis zeigt, dass die Anleger weit hinter den Wertzuwächsen des Gesamtmarktes liegen. Während eine Rendite von jährlich 8,7 Prozent realistisch gewesen wäre, kommen die Anleger nur auf einen Wertzuwachs von 3,1 Prozent. Mangelnde Finanzkenntnisse müssen nicht die Ursache sein. Zu Einbußen führen meist kurzfristiges Denken, Gier und Aktionismus. Die vier gängigsten Fehler sind leicht zu beheben. Wir stellen sie vor – und entsprechende Gegenstrategien.

Das Bild zeigt die Börse von Abu Dhabi. Hier handeln Privatanleger mit größeren Beträgen als in Deutschland.

Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Befund Sie ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage – dennoch vernachlässigen sie viele Anleger: die Risikostreuung. Wie die Studie zeigt, streuen Anleger ihre Wertpapiere zu wenig; die Aktienkonzentration ist höher als noch vor zehn Jahren. Eines der untersuchten Depots beinhaltet heute im Schnitt zwölf Aktien.

In Santiago de Chile bedient ein Mitarbeiter der chilenischen Zentralbank eine Sicherheitstür.

Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Folgen Zwischen der Streuung und dem Chance-Risiko-Verhältnis besteht laut den Autoren ein klarer Zusammenhang. Selbst die relativ breit aufgefächerten Depots reichen nicht entfernt an das Verhältnis des Weltaktienindexes MSCI World heran.

In manchen Depots befindet sich nur eine einzige Aktie. Wenn diese auch noch ein spekulativer Titel ist, unterliegt das Depot enormen Kursschwankungen.

Am 24. Oktober 1929, dem „Schwarzen Donnerstag“ kommen Menschen vor der New York Stock Exchange zusammen.

Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Gegenmittel Es ist leicht, ein breit gestreutes Depot aufzubauen: durch börsengehandelte Indexfonds (ETF). Sie beteiligen Anleger, je nach Art, an 1600 bis 2500 internationalen Aktien. Für Staatsanleihen gibt es ebenfalls ETFs.

Bestehende Depots umzubauen, ist nicht nicht ganz einfach. Anleger sollten sich von Verlustpositionen trennen. Ein Papier erst zu verkaufen, wenn es seinen einstigen Kaufpreis erreicht hat, ist irrational. Es sollten triftige Gründe für eine zu erwartende Wertsteigerung vorliegen.

Ein chinesischer Investor analysiert im August 2015 eine Kurstafel.

Fehler 2: Aktien-Picken
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Befund Der Fehler erinnert an das Muster von Sportwetten: Unerfreuliche Ergebnisse werden ausgeblendet, Erfolgserlebnisse übermäßig hochgehalten. Anleger sollten aber ausschließlich die langfristige Entwicklung des Gesamtdepots im Blick haben.

Oft suchen sie ihr Heil in einer Kombination aus Einzelaktien: Im Falle eines Missgriffs ist es eine beliebte Methode, die Position aufzustocken, um den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken und von der erwarteten Erholung zu profitieren. Das kann jedoch auch weiteres Unheil anrichten: Das sogenannte Klumpenrisiko, eine Übergewichtung einzelner Anlagen im Depot, steigt. Private Anleger haben gegenüber Profis hier offenbar schlechtere Karten.

Das Foto vom 20. Oktober 1987 zeigt Händler in der Frankfurter Börse. Am 19. Oktober 1987 erlebte die Wall Street einen ihrer schwärzesten Tage.

Fehler 2: Aktien-Picken
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Folgen Vom Aktien-Picken betroffene Depots bringen nur 3,1 Prozent Rendite. Mit einer Indexmischung, die die durchschnittliche Vermögensaufteilung der Anleger widerspiegelt, hätten sie dagegen 8,7 Prozent erzielt.

Jeder fünfte Deutsche legt sein Geld in Fonds an. Diese werden von Fondsmanagern verwaltet, die das eingesammelte Geld in Aktien, Obligationen, Immobilien und andere Wertpapiere anlegen.

Fehler 2: Aktien-Picken
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Gegenmittel Aktien- und Renten-ETFs sind auch hier ein probates Mittel. Passionierte Zocker von einer solchen Strategie zu überzeugen, fällt manchmal schwer. Wer unbedingt eigenhändig zusammenstellen will, sollte zwingend auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung auf die wichtigsten Branchen achten.

Die USA gelten als Nation der Aktienbesitzer.

Händler machten die Spannungen um Nordkorea für jüngste schlechte Stimmung am Markt verantwortlich. „Die geopolitischen Risiken in dieser Region, insbesondere zwischen Japan und Nordkorea, hatten die Stimmung am Markt ziemlich extrem gedämpft“, sagte Stefan Worrall von Credit Suisse in Tokio. In den USA wurden im Laufe des Tages Quartalszahlen von Konzernen wie Goldman Sachs erwartet.

Am Devisenmarkt gewann der Dollar zunächst wieder an Wert nachdem er tags zuvor noch auf ein Fünf-Monats-Tief gefallen war. US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte der „Financial Times“, er teile die Ansicht von US-Präsident Donald Trump, dass die Dollarstärke kurzfristig die Exporte belaste. Langfristig sei eine starke US-Währung jedoch positiv. Ein schwacher Yen hilft japanischen Exportwerten.

Ein Euro wurde mit 1,0649 Dollar bewertet nach 1,0640 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 109,00 Yen gehandelt nach 108,89 Yen in den USA. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0685 und zum Dollar mit 1,0034.

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