Börse Asien
Deutliche Erholung an Asiens Märkten

Die asiatischen Märkten haben sich nach der Talfahrt der vergangenen Woche deutlich erholt. Der Nikkei schloss sieben Prozent höher auf über 16.000 Punkten. Enttäuschende Handelsdaten belasteten hingegen Chinas Börsen.

Tokio/SydneyNach der Börsentalfahrt in der vergangenen Woche hat es am Montag an den asiatischen Märkten eine deutliche Erholung gegeben. Insbesondere in Tokio ging es steil bergauf: Trotz enttäuschender Daten zur Wirtschaftsentwicklung schloss der Nikkei-Index 7,2 Prozent höher auf rund 16.023 Punkten, nachdem er in der abgelaufenen Woche noch elf Prozent eingebüßt hatte. „Heute geht es allein um eine technische Erholung“, sagte Takuya Takahashi vom Wertpapierhandelshaus Daiwa Securities. Investoren ignorierten Daten zum japanischen Bruttoinlandsprodukt, das im Schlussquartal 2015 stärker schrumpfte als erwartet.

Für gute Stimmung sorgte, dass die Wall Street am Freitagabend dank steigender Finanzwerte deutlich höher geschlossen hatte. Daher legten zum Wochenstart auch zahlreiche andere Börsen in Fernost kräftig zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 2,3 Prozent fester.

Anders sah es an den Märkten in Shanghai und Shenzhen aus, die jeweils 0,6 Prozent schwächer schlossen. Da sie vergangene Woche wegen der chinesischen Neujahrsfeiern geschlossen waren, hatten die Anleger hier nun noch die jüngsten Turbulenzen zu verdauen. Zudem sorgten chinesische Konjunkturdaten für einen Dämpfer. So gingen im Januar sowohl die Aus- wie die Einfuhren deutlich zurück.

Kursstützend hingegen wirkte, dass die chinesische Zentralbank den Mittelwert des Yuan um 0,3 Prozent höher festsetzte. In einem am Wochenende veröffentlichten Interview hatte der Notenbankchef gesagt, man dürfe nicht zulassen, das Spekulanten die Stimmung am Markt bestimmen.

Die Ölpreise. US-Leichtöl kostete mit 29,27 Dollar je Barrel 0,6 Prozent weniger. Der Preis für die Nordseesorte Brent gab 0,4 Prozent nach auf 33,24 Dollar.

Am Devisenmarkt profitierte der Dollar von US-Konjunkturdaten, die auf ein Anziehen des Konsums hindeuteten. Ein Euro kostete 1,1215 Dollar nach 1,1253 Dollar am späten Freitagabend. An der Wall Street bleiben die Börsen am Montag wegen eines Feiertages geschlossen (President's Day).

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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