Börse Asien: US-Zinsspekulationen belasten Nikkei

Börse Asien
US-Zinsspekulationen belasten Nikkei

Spekulationen auf eine frühere Zinswende in den USA haben die Tokioter Börse am Montag ins Minus gedrückt. Auch das heimische Wirtschaftswachstum belastete die Kurse.
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TokioAuslöser war der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht, der besser ausfiel als erwartet. Anleger mutmaßten daher, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen früher wieder anheben könnte als bislang erwartet. Außerdem drückten revidierte Daten zum japanischen Bruttoinlandsprodukt in Tokio auf die Stimmung. Demnach wuchs die heimische Wirtschaft im Schlussquartal 2014 nicht so stark wie zunächst berechnet.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,95 Prozent im Minus bei 18.790 Punkten. Die Schwergewichte Fast Retailing und SoftBank gaben um 1,68 Prozent beziehungsweise 1,02 Prozent nach. Gegen den Trend legten Japan Display ein Prozent zu. Der Apple-Zulieferer will eine neue LCD-Fabrik für 1,4 Milliarden Dollar in Japan bauen. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans verlor 1,2 Prozent.

Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans verlor 0,7 Prozent. Der Nikkei-Index gab anfängliche Gewinn wieder ab und ging ebenfalls knapp 0,7 Prozent tiefer mit 18.665 Punkten aus dem Handel. Der Banken-Sektor lag sogar 2,2 Prozent im Minus. Ursache war ein Bericht der Tageszeitung "Nikkei", demzufolge die internationalen Bankenaufseher des Baseler Ausschusses erwägen, von Kreditinstituten bei steigenden Zinsen eine Aufstockung ihrer Kapitalpolster zu verlangen. Dafür würden Deutschland und Großbritannien eintreten, Japan und die USA seien dagegen.
Einige Analysten warnten aber vor einer Überbewertung der US-Arbeitsmarktdaten vom Februar. Der Zuwachs bei den Stellen sei nicht kontinuierlich in allen Branchen und die Steigerung der Löhne sei eher gering, sagten Analysten der Mizuho Bank. Andere verwiesen darauf, dass die Inflation in den USA immer noch historisch niedrig sei und das Wirtschaftswachstum sich verlangsame. Wer würde es da begrüßen, wenn die Fed mit einer Zinserhöhung Schwung aus der Konjunktur nehmen würde, fragten die Experten von Reorient Research.

Am Devisenmarkt tendierte der Euro bei 1,0854 Dollar. Zur japanischen Währung lag der Dollar ebenfalls wenig verändert bei 120,95 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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