Börse Deutschland
Telekom, RWE und Eon stützen Dax

Nach den deutlichen Verlusten des Vortages haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder zaghaft investiert. Hauptgesprächsthema waren die neuen Regeln für die Aufnahme in den Dax, wonach auch Ausländer zugelassen werden. Damit will sich die Deutsche Börse im Falle einer Fusion einen Platz im deutschen Leitindex sichern.

HB FRANKFURT. Zudem wurde die Einigung der Telekom mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) um die Übertragung der Bundesliga diskutiert, die vor allem Premiere unter Druck setzt.

Der Leitindex schloss 0,8 Prozent höher bei 5544 Punkten. Für Auftrieb sorgten Kursgewinne bei den Index-Schwergewichten Telekom und E.ON sowie eine positive Tendenz an der Wall Street. „Wir sehen heute eine leichte Erholung. Die Kursverluste waren vielleicht auch etwas übertrieben“, sagte Christian Schmidt, Marktanalyst bei Helaba Trust. „Von einer Trendwende zu sprechen ist aber sicher verfrüht. Die Anleger warten noch ab.“ Seit seinem Mitte Mai erreichten Fünf-Jahres-Hoch bei 6162 Punkten hat der Dax zeitweise mehr als zehn Prozent verloren.

Ein Plus von 1,3 Prozent auf 99,52 Euro verzeichneten die Aktien der Deutschen Börse. Der Finanzmarktbetreiber will den Dax für ausländische Unternehmen öffnen und sichert sich damit im Fall einer Fusion den Platz seiner eigenen Aktie im deutschen Leitindex. Außerdem signalisierte die Schweizer Börse SWX einem Zeitungsbericht zufolge ihre Bereitschaft zu Fusionsgesprächen. Die beiden betreiben bereits gemeinsam die Derivatebörse Eurex.

Wie zuletzt waren auch am Mittwoch Werte gefragt, die weniger schwankungsanfällig sind. „In labileren Märkten setzen die Anleger eher mal auf defensivere Werte“, sagte ein Händler. So legten die Aktien der Versorger RWE und Eon jeweils um knapp zwei Prozent zu. Größter Gewinner im Dax waren die Papiere der Deutschen Telekom mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 12,90 Euro. „Die Telekom-Aktie lag zuletzt immer ganz gut, aber sie hat sich dieses Jahr noch nicht besonders gut entwickelt im Gegensatz zu den meisten anderen Werten“, begründete ein Händler den Aufschlag.

Auf der Verliererseite standen die Papiere von Adidas ganz oben. Sie büßten zwei Prozent ein.

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