Börse fest im Griff des Ölpreises
Dax kann sich behaupten

Die jüngste Entspannung an den Ölmärkten hat den Deutschen Aktienindex am Mittwoch vor weiteren Kursverlusten bewahrt. Hauptgesprächsthema war jedoch die teils turbulent verlaufene Hauptversammlung von Daimler-Chrysler. Die Gewinnwarnung des SAP-Konkurrenten Siebel belastete zudem Technologiewerte.

HB FRANKFURT. Der Leitindex schloss 0,38 % höher bei 4379 Punkten. Der TecDax stieg um 0,70 % auf 530 Punkte. Der MDax verbuchte ein Plus von 0,80 % auf 5789 Punkte. Für ein Barrel (rund 159 Liter) leichtes US-Öl mussten am Mittwoch am Terminmarkt 55,75 Dollar bezahlt werden. Zu Wochenbeginn hatte der Ölpreis ein Rekordhoch bei 58,28 Dollar markiert.

„Bereits seit Tagen tut sich hier nicht viel“, sagte Händler Raed Mustafa von der BW-Bank in Stuttgart, „der Rohölpreis bleibt das zentrale Thema“. So wurden die wöchentlichen Rohöl-Lagerbestände in den USA - üblicherweise ohne nennenswerte Bedeutung für die Börsen - mit Spannung erwartet und sorgten im späten Handel kurz für heftige Ausschläge bei den Indizes.

Seit Wochen hängt der Dax nun in einer engen Handelsspanne zwischen 4300 und 4400 Punkten fest. Neben der Unsicherheit über die Entwicklung an den Ölmärkten verwiesen Börsianer auf Probleme bei einigen Index-Schwergewichten. „Im Moment fehlt dem Index Unterstützung von den Schwergewichten wie Siemens oder Deutsche Bank. Es reicht eben nicht, wenn Metro oder Adidas wie heute neue Jahreshochs machen, sagte ein Händler. „Bei Siemens warten alle auf die Entscheidung zur Handysparte und bei der Deutschen Bank ist die Frage, ob die ambitionierten Ziele für 2005 wirklich erreicht werden können“, ergänzte er. Metro-Aktien verteuerten sich um 1,7 % auf 43,18 €, Adidas-Titel um 0,6 % auf 125,16 €. Beide Kursbewegungen wurden von Börsianern mit charttechnischen Kaufsignalen erklärt.

Daimler-Chrysler-Aktien fielen nach einem freundlichen Start am Tag der Hauptversamlung über weite Strecken ins Minus zurück, schlossen aber bei 34,59 € um 0,26 % höher. In Berlin machten die Anteilseigner des Stuttgarter Autokonzerns ihrem Zorn über massive Qualitätsmängel bei Mercedes-Benz und das milliardenschwere smart- Sanierungsprogramm Luft.

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