Börse Frankfurt
Anleger in Weihnachtsstimmung

An den deutschen Aktienmärkten herrschte am Donnerstag vorweihnachtliche Ruhe. Die Jahresendrally legte eine Pause ein, der Dax kommt kaum von Fleck. Auch beim Index der mittelgroßen Werte ist die Luft raus.
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FrankfurtAn den deutschen Aktienmärkten hat am Donnerstag vorweihnachtliche Ruhe geherrscht. Die wenigen Investoren, die kurz vor den Feiertagen noch aktiv waren, drückten den Dax am Ende um 0,11 Prozent auf 11.456 Punkte nach unten. Auch von der Wall Street hatte es keine Impulse mehr gegeben, die den Leitindex auf seinem hohen Niveau weiter antreiben konnten. Seit Anfang Dezember war er um mehr als 1000 Punkte gestiegen und hatte den höchsten Stand seit August 2015 erreicht.

Analyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg sprach vor dem Hintergrund, dass die Kurse schon am Mittwoch stagniert hatten, von „besinnlichen Tagen“ für den Dax. Nach mehreren Gewinntagen habe der deutsche Leitindex nun eine Verschnaufpause eingelegt. Viele Investoren hätten ihre Bücher für das Jahr bereits geschlossen, sagte der Experte.

Zwar standen am Donnerstag einige Konjunkturdaten von beiden Seiten des Atlantiks auf der Agenda. Mit einem insgesamt durchwachsenen Ergebnis konnten auch diese die Anleger vor dem Weihnachtsfest jedoch nicht mehr zu neuen Aktienkäufen motivieren.

Auch in der zweiten Börsenreihe war daher die Luft raus. Der MDax sank um 0,08 Prozent auf 22.049 Punkte. Er behauptete sich aber über der Marke von 22.000 Zählern, die der Index der mittelgroßen Werte am Vortag erstmals übersprungen hatte. Für die Technologiewerte im TecDax ging es um 0,4 Prozent auf 1.779 Punkte abwärts. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone präsentierte sich ebenfalls geringfügig leichter.

Die Aktien der Deutschen Bank waren mit 1,4 Prozent Minus der größte Dax-Verlierer. Nach der rasanten Kurserholung seit Ende September warten die Anleger weiter auf eine Einigung mit den US-Behörden im Streit wegen umstrittener Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise. Der Bankensektor blieb auch wegen der italienischen Traditionsbank Monte dei Paschi negativ in den Schlagzeilen. Dem Geldinstitut läuft auf der Suche nach frischem Kapital die Zeit davon.

Zu den schwächeren Indexwerten zählten außerdem die Papiere von Linde mit Abgaben von etwas mehr als 1 Prozent. Sie verspürten weiterhin die Nachwehen der unlängst bekanntgegebenen Fusionspläne mit dem US-Konkurrenten Praxair. Außerdem setzten die Thyssenkrupp-Papiere ihre jüngste Konsolidierungsbewegung mit einem Minus von knapp 0,9 Prozent fort.

Gefragt waren derweil einige „defensive“ Werte, die allgemein als weniger schwankungsanfällig gelten. Die Anteilscheine des Medizinkonzerns Fresenius nahmen mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent die Dax-Spitze ein, unter anderem gefolgt von den freundlichen Papieren der Dialysetochter Fresenius Medical Care sowie des Konsumgüterherstellers Henkel mit Aufschlägen von 0,41 beziehungsweise 0,4 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,03 Prozent am Mittwoch auf 0,04 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 142,01 Punkte. Der Euro-Bund-Future gab um 0,09 Prozent auf 163,17 Punkte nach. Der Kurs des Euro hielt sich mit 1,0449 US-Dollar über seinem Niveau vom Vortag. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0444 (Mittwoch: 1,0421) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9575 (0,9596) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

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