Börse Frankfurt Anleger in Weihnachtsstimmung

An den deutschen Aktienmärkten herrschte am Donnerstag vorweihnachtliche Ruhe. Die Jahresendrally legte eine Pause ein, der Dax kommt kaum von Fleck. Auch beim Index der mittelgroßen Werte ist die Luft raus.
Update: 22.12.2016 - 18:13 Uhr 1 Kommentar

Vorweihnachtliche Ruhe: Dax kommt kaum vom Fleck

FrankfurtAn den deutschen Aktienmärkten hat am Donnerstag vorweihnachtliche Ruhe geherrscht. Die wenigen Investoren, die kurz vor den Feiertagen noch aktiv waren, drückten den Dax am Ende um 0,11 Prozent auf 11.456 Punkte nach unten. Auch von der Wall Street hatte es keine Impulse mehr gegeben, die den Leitindex auf seinem hohen Niveau weiter antreiben konnten. Seit Anfang Dezember war er um mehr als 1000 Punkte gestiegen und hatte den höchsten Stand seit August 2015 erreicht.

Analyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg sprach vor dem Hintergrund, dass die Kurse schon am Mittwoch stagniert hatten, von „besinnlichen Tagen“ für den Dax. Nach mehreren Gewinntagen habe der deutsche Leitindex nun eine Verschnaufpause eingelegt. Viele Investoren hätten ihre Bücher für das Jahr bereits geschlossen, sagte der Experte.

Zwar standen am Donnerstag einige Konjunkturdaten von beiden Seiten des Atlantiks auf der Agenda. Mit einem insgesamt durchwachsenen Ergebnis konnten auch diese die Anleger vor dem Weihnachtsfest jedoch nicht mehr zu neuen Aktienkäufen motivieren.

Die Top 10 im MDax

MDAX PERFORMANCE-INDEX

WKN
ISIN
DE0008467416
Börse
Xetra

+26,81 +0,10%
Chart von MDAX PERFORMANCE-INDEX
MDax
1 von 11

Der MDax bildet die Kursentwicklung der 50 wichtigsten mittelgroßen deutschen Unternehmen ab, die an der Börse notiert sind. Ihr Börsenwert liegt 2016 bei 276 Milliarden Euro, das entspricht etwa 28 Prozent des Börsenwerts der 30 Dax-Unternehmen. 2010 kam der kleine Bruder des Dax gerade auf 18 Prozent. Zwischen Januar 2010 und Dezember 2016 legte der MDax um 136 Prozent zu.

Quelle: Handelsblatt.com, Reuters

WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000WCH8881
Börse
L&S

+0,13 +0,09%
+139,19€
Chart von WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 10
2 von 11

Wacker Chemie AG

Der international agierende Chemiekonzern bietet technologisch hochentwickelte Spezialprodukte in den Bereichen Solarenergie, Elektronik sowie Pharma und Pflege an. Der Fokus des Konzern liegt in der Verarbeitung von Silizium. Laut Analysten habe die Aktie des Spezialchemieunternehmens wegen einer noch nicht abgeschlossenen Abspaltung einer Tochter ein Aufwärtspotenzial.

Kursänderung seit 1.1.2016: plus 24 Prozent

AAREAL BANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005408116
Börse
L&S

+0,28 +0,73%
+38,94€
Chart von AAREAL BANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 9
3 von 11

Aareal Bank AG

Die international führende Immobilienbank ist auf Emissionen von Pfandbriefen, Schuldscheinen und Schuldverschreibungen spezialisiert. Zu ihren Kunden zählt die Aareal Bank nationale und internationale Investoren gewerblicher Immobilien, Wohnungsbauträger und Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Die Gruppe ist in mehr als 20 Ländern in Europa, Nordamerika und in Asien aktiv. Laut Analysten sollen im kommenden Jahr der Abbau von Randaktivitäten und zunehmender Druck auf die Nettozinsmarge den Zinsüberschuss belasten.

Kursänderung seit 1.1.2016: plus 25 Prozent

UNIPER SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000UNSE018
Börse
L&S

-0,00 -0,02%
+25,45€
Chart von UNIPER SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 8
4 von 11

Uniper SE

Der aus der Abspaltung von Eon im Frühjahr 2016 entstandene Energieerzeuger gilt bei Analysten trotz des deutlichen Kursgewinns weiter als Kaufkandidat. Die europäischen Versorgeraktien hätten sich aufgrund sinkender Gewinnschätzungen 2016 unterdurchschnittlich entwickelt, wird argumentiert. Der Sektor dürfte auch in den kommenden zwei Jahren keine Gewinnsprünge machen, biete aber attraktive Dividendenrenditen. Die Uniper-Aktie sei günstig und Anleger sicherten sich gleichzeitig signifikantes Aufwärtspotenzial, sollten Strom- oder Rohstoffpreise anziehen.

Kursänderung seit 1.1.2016: plus 25 Prozent

SUEDZUCKER AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007297004
Börse
L&S

+0,24 +1,64%
+14,96€
Chart von SUEDZUCKER AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 7
5 von 11

Südzucker AG

Der europäische Marktführer für raffinierten Zucker hat sein Geschäft in den vergangen Jahren nach und nach ausgeweitet. Neben Produkten wie natürlichen Süßungsmitteln, Lebensmittelzutaten und Tiefkühlpizzagerichten erzeugt und vertreibt Südzucker auch Bioethanol für den Kraftstoffsektor. Analysten sehen die Zukunft der Zuckerbranche wegen steigender Preise und anziehender operativer Ergebnisse positiv.

Kursänderung seit 1.1.2016: plus 25 Prozent

OSRAM LICHT AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000LED4000
Börse
L&S

-1,14 -1,69%
+66,49€
Chart von OSRAM LICHT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 6
6 von 11

Osram Licht AG

Das Beleuchtungsunternehmen ist als Spin-Off aus der Siemens AG hervorgegangen – und ist in Deutschland hauptsächlich wegen der mehr als 100 Jahre alten Marke Osram bekannt. Nach Meinung von Analysten profitiere der Lichttechnikkonzern von dem zunehmenden Einsatz von LED-Beleuchtung in der Autoindustrie. Strategisch könnte Osram ein attraktive Investment sein, heißt es.

Kursänderung seit 1.1.2016: plus 29 Prozent

STADA ARZNEIMITTEL AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007251803
Börse
L&S

+0,09 +0,10%
+86,23€
Chart von STADA ARZNEIMITTEL AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 5
7 von 11

Stada Arzneimittel AG

Stada ist Deutschlands einziger und unabhängiger Generika-Hersteller und zählt weltweit zu den fünf größten Generika-Firmen. Der Konzern vertreibt patentfreie pharmazeutische Wirkstoffe. Bekannte Marken sind „Grippostad“, „Mobilat“ und „Ladival“. Obwohl das Ergebnis für das dritte Quartal 2016 enttäuschend ausfiel, hält das Unternehmen für das Gesamtjahr an seiner Prognose fest. Umsatz und Betriebsgewinn sollen wachsen.

Kursänderung seit 1.1.2016: plus 30 Prozent

Auch in der zweiten Börsenreihe war daher die Luft raus. Der MDax sank um 0,08 Prozent auf 22.049 Punkte. Er behauptete sich aber über der Marke von 22.000 Zählern, die der Index der mittelgroßen Werte am Vortag erstmals übersprungen hatte. Für die Technologiewerte im TecDax ging es um 0,4 Prozent auf 1.779 Punkte abwärts. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone präsentierte sich ebenfalls geringfügig leichter.

Die Aktien der Deutschen Bank waren mit 1,4 Prozent Minus der größte Dax-Verlierer. Nach der rasanten Kurserholung seit Ende September warten die Anleger weiter auf eine Einigung mit den US-Behörden im Streit wegen umstrittener Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise. Der Bankensektor blieb auch wegen der italienischen Traditionsbank Monte dei Paschi negativ in den Schlagzeilen. Dem Geldinstitut läuft auf der Suche nach frischem Kapital die Zeit davon.

Zu den schwächeren Indexwerten zählten außerdem die Papiere von Linde mit Abgaben von etwas mehr als 1 Prozent. Sie verspürten weiterhin die Nachwehen der unlängst bekanntgegebenen Fusionspläne mit dem US-Konkurrenten Praxair. Außerdem setzten die Thyssenkrupp-Papiere ihre jüngste Konsolidierungsbewegung mit einem Minus von knapp 0,9 Prozent fort.

Gefragt waren derweil einige „defensive“ Werte, die allgemein als weniger schwankungsanfällig gelten. Die Anteilscheine des Medizinkonzerns Fresenius nahmen mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent die Dax-Spitze ein, unter anderem gefolgt von den freundlichen Papieren der Dialysetochter Fresenius Medical Care sowie des Konsumgüterherstellers Henkel mit Aufschlägen von 0,41 beziehungsweise 0,4 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,03 Prozent am Mittwoch auf 0,04 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 142,01 Punkte. Der Euro-Bund-Future gab um 0,09 Prozent auf 163,17 Punkte nach. Der Kurs des Euro hielt sich mit 1,0449 US-Dollar über seinem Niveau vom Vortag. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0444 (Mittwoch: 1,0421) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9575 (0,9596) Euro.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Börse Frankfurt: Anleger in Weihnachtsstimmung"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

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