Börse Frankfurt
Anleger können EZB-Milliarden kaum erwarten

EZB-Chef Mario Draghi lockt Anleger wieder aufs Parkett. Auch in China setzt die Geldpolitik Entspannungssignale. Der Dax steigt am Freitag um bis zu drei Prozent. Die 11.000 Punkte sind wieder in Sicht.

FrankfurtMario Draghi hat es wieder mal geschafft. Der oberste Geldpolitiker der Eurozone sorgte mit seiner Andeutung, das Anleihekaufprogramm der EZB zu auszuweiten, erneut für eine Rally an den Handelsplätzen in Europa. Der Dax schoss am Freitag in die Höhe: Bis zu drei Prozent kletterte der Index im Verlauf des Tages. Am Ende stand ein Plus von 2,9 Prozent bei 10.794 Punkten zu Buche.

Geholfen hat nicht nur die lockere Hand Draghis, sondern auch die der chinesischen Währungshüter: Die chinesische Notenbank kündigte an, den Leitzins um weitere 25 Basispunkte zu senken. Für den Dax beschloss der Freitag eine Glückssträhne. Auf Wochensicht steht damit ein ordentlicher Aufschlag von sieben Prozent.

Ähnlich das Bild beim Leitindex des gemeinsamen Währungsraumes – der Euro-Stoxx-50 legte am Freitag weitere 2,1 Prozent zu auf 3.423 Punkte. In der zweiten Frankfurter Reihe fielen die Aufschläge noch höher aus. Der MDax gewann 2,6 Prozent auf 20.909 Zähler, der TecDax rückte bei 1820 Stellen 1,9 Prozent vor.

Auch in Übersee liefen die Börsen gut. In New York sorgten vor allem sehr starke Bilanzen von den Tech-Giganten Alphabet, Microsoft und Amazon für steigende Kurse. Der Dow-Jones-Index rückte am Nachmittag 0,5 Prozent vor auf 17.578 Zähler, nicht zuletzt dank des Zwölf-Prozent-Plus durch das Urgestein Microsoft.

Der weltgrößte Software-Riese forciert unter seinem neuen Chef Satya Nadella den Wandel weg vom PC- hin zum Internet-basierten Konzern und kann vor allem im modernen Cloud-Computing verstärkt Fuß fassen. In ähnlich guter Verfassung zeigte sich Google, das unter dem aufgeräumten Konzerndach überraschend stark performte, und Amazon mit Ergebnissen über den Erwartungen, die die Anleger in beiden Fällen mit Rekordständen belohnten.

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