Börse Frankfurt Trump-Chaos zieht auch den Dax runter

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Anleger trennen sich von Merck
Diese zehn Aktien laufen auch bei Flaute

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

-26,92 -0,21%
Chart von DAX ®
Leitindex DAX
1 von 11

Der bedeutendste deutsche Aktienindex ist der Dax. Er spiegelt die Kursentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen wider. Während es lange bergauf ging, herrscht aktuell jedoch Flaute: In dieser Woche hat sich der Dax mit einem Wochenplus von lediglich rund 0,11 Prozent kaum bewegt. Wer jedoch auf die richtigen Unternehmen setzte, konnte ordentlich Kasse machen. Zehn Konzerne legten zu – entgegen der allgemeinen Stagnation – und weisen ein solides Wachstum auf.

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
L&S

-0,62 -0,62%
+99,10€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer
2 von 11

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer ist weltweit tätig und teilt sich in die Sparten Gesundheit, Ernährung und Kunststoffe. Der Konzern ist besonders gut im Bereich Schädlingsbekämpfung und Saatgutentwicklung aufgestellt. Analysten sehen die Übernahme des US-Konzerns Monsanto positiv. Geduldige Anleger wurden bei Bayer belohnt, über die ganze Woche berechnet (unser Kurs in der oberen rechten Ecke bezieht sich nur auf den Freitag) stieg die Aktie um rund 0,91 Prozent an – und schlug den Dümpel-Dax damit locker.

DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005810055
Börse
L&S

-0,49 -0,44%
+111,36€
Chart von DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Börse
3 von 11

Die Deutsche Börse ist mit 37 Standorten in 29 Ländern global vertreten. Seit der 2007 vollzogenen Fusion der Terminbörse Eurex mit der US-amerikanischen ISE versteht sich der Konzern weltweit größter Betreiber von transatlantischen Marktplätzen für Derivate. Mit der Frankfurter Wertpapierbörse betreibt das Unternehmen die mit Abstand größte deutsche Börse. Auch wenn die Fusion mit der London Stock Exchange scheiterte, kehren die Anleger zurück: Die Aktie legte über die ganze Woche gerechnet um rund 1,15 Prozent zu und lag damit fast ein Prozent über der Wochenentwicklung des Dax-Index.

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
L&S

+0,14 +0,07%
+219,76€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Continental
4 von 11

Continental mit Sitz in Hannover gehört weltweit zu den größten Zulieferern der Automobilindustrie, für die er zahlreiche Komponenten und Module entwickelt und fertigt. Laut einer Analyse der Commerzbank von dieser Woche ist der Autozulieferer und Reifenhersteller stark gewachsen und konnte seine Erwartungen beim Umsatz in allen Bereichen übertreffen. Die Anleger honorierten dieses Lob – die Aktie stieg über die gesamte Woche gerechnet um rund 1,23 Prozent.

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

+0,09 +0,68%
+14,07€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Telekom
5 von 11

Die Deutsche Telekom ist im Bereich der Telekommunikation in Europa und auch weltweit einer der größten Spieler. Privatkunden werden mit Festnetz, Mobilfunk, Internet und TV, Konzerne mit Lösungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie versorgt. Laut Analysten fällt der Konzern durch einen zwar langsamen, aber steten Fortschritt auf. Mut macht Anlegern der Ausbau des Glasfasernetzes und die möglichen Einsparungen durch eine Fusion der US-Mobilfunktochter T-Mobile US mit dem US-Wettbewerber Sprint. In der aktuellen Woche legte die Aktie ganze 1,44 Prozent zu.

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
L&S

-0,04 -0,17%
+21,45€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
RWE
6 von 11

Der Energiekonzern RWE ist eines der fünf größten Strom- und Gasunternehmen in Europa. RWE fördert Öl, Gas und Braunkohle und erzeugt Strom aus Gas, Kohle, Kernkraft und regenerativen Quellen. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für RWE von 13,50 auf 16 Euro angehoben und stuft die Aktie auf „Hold“ ein. An der Börse entwickelten sich die Papiere in dieser Woche 1,46 Prozent nach oben.

INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006231004
Börse
L&S

+0,14 +0,68%
+21,09€
Chart von INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Infineon
7 von 11

Der Tech-Hersteller Infineon entwickelt, fertigt und vermarktet eine breite Palette von Halbleiterprodukten und kompletten Systemlösungen für ausgewählte Anwendungsbereiche. Ein Wachstumsbereich soll das Geschäft mit der Autoindustrie sein, Geschäftsperspektiven gibt es mittelfristig auch für Infineons Siliziumkarbid-Technologie. Die Aktie kletterte diese Woche um satte rund 2,05 Prozent.

In der Hoffnung auf einen starken Wirtschaftsboom in der weltgrößten Volkswirtschaft durch die von Trump versprochenen massive Steuersenkungen hatten die internationalen Börsen seit der Wahl Trumps am 8. November zehn bis 20 Prozent zugelegt. Viele Börsianer halten daher eine Korrektur für längst überfällig. „Die Chaostage im Weißen Haus könnten jetzt den Auslöser für eine bereits länger erwartete und auch notwendige Korrekturbewegung darstellen“, sagte Analyst Kuhn. Allerdings seien politisch bedingte Rücksetzer meist nicht nachhaltig. „Die Märkte, verzweifelt auf der Suche nach Gründen für eine Korrektur, haben in der Affäre Trump jetzt endlich einen Vorwand gefunden, nach Monaten des ausschließlichen Einatmens auch einmal auszuatmen“, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets.

Im Dax gehörten Merck zu den größten Verlierern mit einem Kursminus von 2,5 Prozent. Der Pharma- und Chemiekonzern kämpft im hochprofitablen Geschäft mit Flüssigkristallen mit einer zunehmenden Konkurrenz aus China und verliert Marktanteile. Merck senkte daher seine Erwartungen für Umsatz und Ergebnis für den Bereich Spezialchemie, zu dem das Flüssigkristall-Geschäft gehört. Schwächer im Dax waren nur die Papiere der Deutschen Börse, was jedoch auf die ausgeschüttete Dividende zurückging.

Die Aktien von Krones fielen von ihrem Zwischenhoch weiter zurück und waren mit einem Kursabschlag von 3,57 Prozent der größte Verlierer im MDax. Für die Titel des Biotech-Unternehmens Medigene ging es am TecDax-Ende um 4,62 Prozent bergab.

Ein Auftragseinbruch bei Grammer ließ die Anteilsscheine des Autozulieferers um 2,75 Prozent zurückfallen. Im frühen Geschäft waren sie um fast 10 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Januar 2017 eingebrochen. Der Machtkampf mit dem Investor Hastor sorgt offenbar auch bei den Kunden von Grammer für Verunsicherung.

Der EuroStoxx 50 sank um 0,63 Prozent auf 3562,22 Punkte. Der Pariser Leitindex CAC 40 und der Londoner FTSE 100 beendeten den Handel ebenfalls schwächer. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsschluss 0,27 Prozent höher.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,22 Prozent am Vortag auf 0,14 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,38 Prozent auf 141,72 Punkte. Der Bund Future gewann 0,10 Prozent auf 161,62 Punkte. Der Euro legte am Donnerstag eine Pause von seinem jüngsten Höhenflug ein. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1129 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1129 (Mittwoch: 1,1117) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8986 (0,8995) Euro.

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3 Kommentare zu "Börse Frankfurt : Trump-Chaos zieht auch den Dax runter"

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  • Wenn man von Schuld überhaupt reden will:............
    dann sind es die Investmentbanker mit Ihren angestellten Zockern und Hasadeuren; sonst niemand.

  • Das Trump-eltier hat wieder zugeschlagen! Und so wird es wohl (leider) weiter gehen.
    ABER: Politische Börsen haben immer nur kurze Beine. Vom wirtschaftlichen Umfeld hat sich überhaupt gar nichts geändert, die Zinsen sind niedrig, die EZB pumpt weiter Geld in den europäischen Markt und die Unsicherheit in anderen Märkten bleibt extrem hoch. Deshalb wird es nach dieser Korrektur an den Börsen auch wieder recht schnell nach oben gehen.

    In diesem Sinne: PROST!

  • An was Trump so alles Schuld sein soll.

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