Börse Frankfurt
Bank-Aktien bremsen den Dax aus

Der Dax muss leichte Verluste hinnehmen und verteidigt zum Wochenausklang die Marke von 6 200 Punkten nur knapp. Im Fokus der Anleger steht die Aktie der Deutschen Bank. Das Institut plant offenbar eine milliardenschwere Kapitalerhöhung. Die Aktie gibt deutlich nach und zieht Papiere der Branche mit sich. Autoaktien geben dagegen erneut richtig Gas.
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HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Die Aussicht auf eine milliardenschwere Kapitalerhöhung der Deutschen Bank hat am Freitag den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax beendete den Xetra-Handel 0,1 Prozent tiefer bei 6 214 Punkten. Im Vergleich zum Vorwochenschluss gewann er dagegen 1,3 Prozent. Etwas freundlicher war die Tendenz bei den Nebenwerten: Der MDax stieg um 0,2 Prozent auf 8 677 Stellen. Der TecDax zog um 0,4 Prozent auf 769 Zähler an und der SDax gewann 0,5 Prozent auf 4 259 Punkte.

Nach Aussagen mehrerer mit der Angelegenheit vertrauten Personen denkt die Deutsche Bank darüber nach, am Kapitalmarkt bis zu neun Mrd. Euro einzusammeln, um sich für eine Komplettübernahme der Postbank und die verschärften Eigenkapitalvorschriften (Basel III) zu rüsten. Die Deutsche Bank wollte sich zu diesem Thema nicht äußern.

Die Aktien des Branchenprimus rutschten am Ende des Dax um 4,64 Prozent auf 47,70 Euro ab. Belastend für die Aktien der Deutschen Bank sei vor allem die Höhe der möglichen Kapitalerhöhung, sagte ein Händler. LBBW-Analyst Olaf Kayser bezeichnete eine schnelle Entscheidung für eine Kapitalerhöhung aber als klugen Schachzug. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“

Schließlich dürften sich auch andere Banken in nächster Zeit frisches Geld besorgen, um sich für die neuen Regulierungsvorschriften fit zu machen. „Es macht also schon Sinn, möglichst der Erste zu sein.“ Im Sog der Deutschen Bank gaben die Titel der Commerzbank und der Aareal Bank um jeweils rund zwei Prozent nach. Postbank-Papiere verteuerten sich dagegen zeitweise um bis zu 7,7 Prozent und stiegen bis auf ein Zwei-Jahres-Hoch.

Autowerte waren im Dax dagegen die größten Gewinner. Ein Analyst verwies darauf, dass den Autobauern ein gelungener Start in das zweite Halbjahr geglückt sei. Dies deute sich mit den jüngsten August-Absatzzahlen an, die am Freitag von VW ergänzt worden waren.

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