Börse Frankfurt
Beim Dax steigen die Chancen auf eine Jahresendrally

Die mit Spannung erwarteten Arbeitslosenzahlen aus den USA gaben den Dax am letzten Handelstag der Woche mächtig Schub. Die Arbeitslosenquote ist überraschend gesunken. Der Dax legt bis zum Handelsende 0,8 Prozent zu. Welche Aktien heute profitieren konnten.
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HB FRANKFURT. Am letzten Handelstag der Woche brachten positive Arbeitsmarktdaten aus den USA die Wende. Der Dax sprang ins Plus und beendete den Handel 0,8 Prozent höher bei 5 817 Punkten. Im Vergleich zum Vorwochenschluss gewann er damit 2,3 Prozent. Im Verlauf näherte sich das wichtigste deutsche Börsenbarometer bis auf 29 Punkte seinem Jahreshoch bei 5 888 Zählern an. Der Aktienumsatz aller Dax-Werte stieg auf 109,8 (Donnerstag: 109,1) Millionen Stück. Das Umsatzvolumen verringerte sich auf 3,17 (3,24) Milliarden Euro.

Der MDax stieg am Freitag um 1,1 Prozent auf 7 418 Stellen. Der TecDax zog um 0,8 Prozent auf 809 Zähler an und der SDax gewann 0,1 Prozent auf 3 516 Punkte.

In den USA ist die Arbeitslosenquote im November überraschend gesunken. Die Quote sei von 10,2 Prozent im Vormonat auf 10,0 Prozent zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium in Washington mit. Ökonomen hatten mit einer unveränderten Quote gerechnet. Im Vormonat war die Arbeitslosenquote noch auf den höchsten Stand seit 26 Jahren gestiegen.

"Die Zahlen waren ein Befreiungsschlag", sagte ein Börsianer. "Der Wind hat sich gedreht. Jetzt stehen die Chancen für eine Jahresendrally deutlich besser." Im November wurden außerhalb der US-Landwirtschaft 11 000 Stellen abgebaut. Analysten hatten im Schnitt mit einem mehr als zehn Mal so hohen Wert gerechnet. Die Auftragseingänge der US-Industrie wuchsen im Oktober um 0,6 Prozent. Hier hatten Experten eine Stagnation vorausgesagt.

"Die Arbeitsmarktzahlen sind richtig gut ausgefallen und haben sogar die jüngsten Flüsterschätzungen klar geschlagen", sagte Händler Udo Becker von der Münchener Privatbank Merck Finck & Co. Nach Einschätzung von Marktanalyst Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel könnte der Bericht auch den bisher fehlenden Startschuss für eine Jahresendrallye liefern. Dafür müsse der Dax aber seine Widerstandszone bei 5 850 bis 5 890 Punkte tatsächlich überwinden. Etwas besorgniserregend sei die Entwicklung des Euro, ergänzte ein Börsianer. Dieser rutschte nach den US-Daten unter 1,49 Dollar.

Im Rampenlicht standen unter anderem die Stammaktien von Volkswagen, die vorerst in der ersten Börsenliga bleiben. Sie legten zeitweise bis zu 2,6 Prozent zu, weil einige Anleger darauf spekuliert hatten, dass die Deutsche Börse den Abstieg des Autobauers beschließt. Für Analysten ist es aber nur eine Frage der Zeit, wann die Stämme ihren Platz wegen eines zu geringen Streubesitzes räumen müssen. Die VW-Stämme konnten ihre Gewinne jedoch nicht halten und schlossen knapp im Minus bei 80,39 Euro. Die Vorzüge erholten sich am Nachmittag parallel zum Gesamtmarkt und beendeten die Börsensitzung mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 63,50 Euro.

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