Börse Frankfurt: Berichtssaison kommt ins Laufen

Börse Frankfurt
Dax kämpft um die 12.600-Punkte-Marke – und verliert

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Berichtssaison kommt ins Laufen

Die anstehende Notenbanksitzung sorgte dafür, dass sich kein Schwung im Montagshandel entwickelte – und das trotz starker chinesischer Zahlen. Insgesamt war die Wirtschaft im Reich der Mitte im zweiten Quartal etwas stärker als von Experten prognostiziert. Eine starker Privatsektor, sowohl Verbraucher als auch investitionsfreudige Unternehmen setzten Impulse, ließ das als BIP bekannte Bruttoinlandsprodukt um 6,9 Prozent wachsen. Im Vorquartal war die Volkswirtschaft mit der gleichen Rate gewachsen.

„Das sind ermutigende Zeichen für das globale Wachstum, schließlich ist China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt“, sagte Ökonom Craig James vom Commonwealth Securities in Sydney. Chinas Börsen verzeichneten indes dicke Abschläge, es dürfte sich um Gewinnmitnahmen handeln. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans – wo am Montag wegen eines Feiertags nicht gehandelt wurde – stieg um 0,4 Prozent. Chinas Börsen hingegen reagierten mit Gewinnmitnahmen. Der Shanghaier Composite verlor anderthalb, der CSI-300 ein knappes Prozent.

Auch von der Wall Street gab es keinen Rückenwind. In New York traten die großen Indizes zum Wochenbeginn auf der Stelle. Der Dow-Jones-Index lief beim Frankfurter Handelsschluss mit einem Stand von 21.638 Zählern völlig unverändert, am Freitag hatte er ein neues Allzeithoch bei 21.682 Punkten markiert. Der breitere S&P-500 kam mit 2460 Stellen nicht vom Fleck. Lediglich die Technologiebörse Nasdaq legte zu, zum siebten Mal in Folge. Ihr 100-Index stieg mit einem Plus von 0,3 Punkten auf 5858 Zähler.

Nach dem im Großen und Ganzen schlappen Handel der vergangenen Wochen liegen die Hoffnungen auf der Berichtssaison, die diese Woche auf Touren kommt. „Die anlaufende Quartalszahlensaison dürfte größtenteils überzeugen – in Euroland noch mehr als in den USA“, sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers. Die Vereinigten Staaten legen am Dienstag vor mit den Büchern von unter anderem Johnson & Johnson, Bank of America und Goldman Sachs. Am Mittwoch folgen dann Alcoa und Morgan Stanley.

Am Donnerstag präsentieren dann auch eine ansehnliche Gruppe europäischer Unternehmen ihr Zahlenwerk. In Deutschland schauen Anleger besonders auf den Dax-Konzern SAP, aber auch auf Hella und Krones aus dem MDax und Software AG aus dem TecDax. Im Fokus steht zudem der geplante Börsengang des hessischen Lkw-Zulieferers Jost. Hinzu kommen Berichte von ABB aus der Schweiz, den britischen Firmen Anglo American und Easyjet sowie der spanischen Iberdrola. Auch der Blick in die USA lohnt erneut mit Zahlen von Abbott, Microsoft und Ebay.

Unter den Konzernen der vordersten deutschen Börsenreihe stand die Lufthansa ganz oben in der Gunst der Anleger. Die Papiere der Fluggesellschaft verteuerten sich um ein Prozent. Sowohl Barclays als auch die Analysten der Credit Suisse erhöhten ihr Kursziel für die Kranich-Linie. Am anderen Ende des Dax fanden sich die Papiere der Deutschen Börse wieder. Die Royal Bank of Scotland reduzierte ihr Kursziel für den Börsenbetreiber, woraufhin dieser 1,5 Prozent verlor.

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