•  
  • Digitalpass
  • Finanzen
  • Unternehmen

    STELLENMARKT

    Mit dem Jobturbo durch-
    suchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in 36 deutschen Stellenbörsen.
  • Politik

  • Technik
  • Auto
  • Sport
  • Panorama
  • Social Media
    Einstellungen
    Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
    Folgen Sie Handelsblatt:
  • Video
  • Service

Börse Frankfurt
Berlusconi drückt den Dax

Zunächst sah das Mitte-Links-Bündnis bei der Wahl in Italien wie der Sieger aus und die Kurse zeigten nach oben. Doch nun droht ein Patt mit Berlusconis Konservativen. Dax-Anleger reagierten mit Gewinnmitnahmen.
  • 26

FrankfurtNach den Parlamentswahlen in Italien mit noch ungewissen Ergebnis ist der Dax am Montag mit einem Kursgewinnen aus dem Handel gegangenen. Der Leitindex notierte am Abend 1,45 Prozent fester bei 7773 Punkten. Der MDax verlor 0,1 Prozent auf 13.106 Zähler, der TecDax gab 0,5 Prozent nach und schloss bei 910 Stellen. Nach den ersten Wahlprognosen legte die Mailänder Börse um bis zu vier Prozent zu, musste diese Gewinne aber nach weiteren Prognosen wieder vollständig abgeben.

Nach ersten Meldungen, wonach der Mitte-links-Politiker Pierluigi Bersani im Abgeordnetenhaus vorne lag, machte sich eine Welle der Erleichterung an den Märkten breit. Doch kurz darauf zeigten erste Hochrechnungen an, dass der Rechtspopulist Silvio Berlusconi den Senat gewonnen haben könnte und Italien damit eine politische Blockade droht. Sofort kippten die Märkte weg, der Euro notierte sogar im Minus. Der Dax verlor rund ein Prozent.

Am Morgen sorgten in Japan Berichte für Kauflaune, dass der derzeitige Chef der Asiatischen Entwicklungsbank, Haruito Kuroda, als Chef der Notenbank nominiert werden soll. Bestätigt sich dies, ist eine noch stärkere Lockerung der japanischen Geldpolitik wahrscheinlich. Der Nikkei-Index rückte am Montag um 2,4 Prozent vor. Der Shanghai-Composite in China um 0,9 Prozent. In der abgelaufenen Woche war der Dax um ein Prozent auf 7.661 Punkte gestiegen - auf Wochensicht ein Plus von etwas weniger als einem Prozent.

Neben Italien und Japan könnten in der neuen Woche auch der US-Haushaltsstreit für Gesprächsstoff sorgen. Zum 1. März treten automatische Ausgabenkürzungen in Kraft, sollten sich Republikaner und Demokraten nicht doch noch auf einen Kompromiss einigen. Dies dürfte das US-Wirtschaftswachstum belasten und sich auch negativ auf das Weltwirtschaftswachstum auswirken, schrieben die Analysten der Landesbank Berlin in einem Kommentar.

Bislang zeigt der Trend in der US-Industrie nach Einschätzung der Commerzbank jedoch klar nach oben: Der am Freitag anstehende ISM-Index sollte auch im Februar deutlich über 50 liegen und damit eine expandierende US-Industrie signalisieren, prognostiziert Analyst Christoph Balz. Hieran ändere auch das für den Januar zu erwartende deutliche Minus bei den Aufträgen für dauerhafte Güter (Mittwoch) nichts, da dieses auf Sondereffekte zurückzuführen sei.

Kommentare zu "Berlusconi drückt den Dax"

Alle Kommentare
  • Welchen Grund gibt es dafür, dass der Dax aktuell um knapp 0,8% steigt? Wer kauft in einer Woche, wo Berlusconi und Budgetstreit in den USA drohen Aktien (nach)?

    Scheinbar wissen die Käufer etwas, was ich nicht weiß. Hat hier jemand eine Ahnung?

  • An der Börse kann alles mögliche passieren,
    auch das was logisch erscheint.
    An der Börse wird nicht die Gegenwart oder Zukunft gehandelt,
    sondern das was die Investoren über die Zukunft denken.

    Auf diesem Trend agieren die zittrigen Trader
    und Chartisten wie die Schaumkronen auf dem Meer.

  • Am 1.8.2011 ist der DAX morgens auch erst noch gestiegen. Den Rest kennen wir ...

  • Die Börsenentwicklung lässt heute nur noch schwer erklären.
    Das liegt zum Teil auch an den Spekulationen.
    Ob der Budgetstreit in den USA wirklich zu einem Problem werden kann, ist nicht sicher.
    Berlusconi an die Macht, schwer vorstellbar.
    Gibt es ein Pat, dann wird dies auch gefeiert. Es hätte wohl
    noch schlimmmer kommen können.
    In Zypern läuft alles nach Plan.
    Die Rettung kann erfolgen, egal ob nun systemrelevant oder nicht.
    Entweder werden alle glücklich oder das Boot säuft ab.

  • Auf den Ausgang der Wahlen in Italien mit einem möglichen größeren Machteinfluss Berlusconis scheinen sich die Anleger ja heute ganz besonders zu freuen. Wieso also die wochenlange Panikmache vor genau diesem Szenario?

  • 1. Der Markt weiß bereits, dass Berlusconi weit abgeschlagen aus der Wahl hervorgehen wird.
    2. Die mehrheitlich short-positionierten Derivateanleger müssen erst noch abgecasht werden. Aufgrund der Short-Positionen haben die Emittenten Sicherungsaktien gekauft. Diese Nachfrage ließ den Kurs steigen. Weil die Kurse steigen, springen weitere Käufer auf. Ist das Niveau hoch genug, verkaufen die Emittenten die Sicherungsaktien, streichen ihren Gewinn ein, und die Kurse fallen wieder. Zusätzlich bleibt der Gewinn aus den Short-Zertifikaten, die entweder ausgeknockt oder panisch abgestoßen wurden. Die Zahlviehfunktion dieser Derivatekäufer lässt sich hier:
    https://www.boerse-stuttgart.de/euwax-sentiment/
    wunderbar anschaulich betrachten. Ist jeden Tag das selbe Spiel, die Bank gewinnt immer.

  • Gibt es überhaupt Leute, die mit diesen Retailscheiss an der Euwax Gewinne machen ?

  • Ps: Außer die Emittenten natürlich.

  • Sehr gut........fast mutig

  • DAX bereits bei 7800.
    Dabei kommen die Italienergebnisse erst nach 15 Uhr.

    Es geht weiter mit der Rettungspolitik. Nix mit Ende oder so.

    Es ist zwar überhaupt nichts gelöst, aber das spielt wohl auch keine wirkliche Rolle.

Serviceangebote