Börse Frankfurt
Börsianer warten ab

Am Mittwochabend steht der Zinsentscheid der Notenbank Fed an – und deutsche Anleger halten die Füße still. Der Dax kratzt an der 10.000-Punkte-Marke, fällt dann aber zurück. Vor allem Autowerte stützen den Index.

Düsseldorf, FrankfurtVor der abendlichen US-Leitzinsentscheidung haben sich die Aktienbesitzer am Mittwoch nicht aus der Deckung gewagt. Der Dax stand zum Handelsschluss aber dennoch 0,5 Prozent im Plus bei 9983,73 Punkten. Zwischenzeitlich notierte der deutsche Leitindex oberhalb der Marke von 10 000 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann zum Schluss 0,92 Prozent auf 20 103,79 Punkte, und der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,1 Prozent auf 1632,73 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 ging es dagegen um 0,19 Prozent auf 3061,96 Punkte nach unten.

Unter Börsianern gilt als sicher, dass die US-Notenbanker den US-Leitzins nicht antasten. "Angesichts der Beruhigung der Aktienmärkte, den steigenden Ölpreisen und einer leicht anziehenden Inflation könnten sie eine Anhebung im Juni signalisieren", sagte Anlagestratege Niels Christensen von der Nordea Bank.

Sein Kollege Alexander Aldinger von der BayernLB nannte sogar April als möglichen Termin. "Dies wäre positiv, weil es signalisiert, dass die Fed bezüglich der Finanzmärkte entspannter ist und die Stärke der Konjunktur positiver beurteilt." Der Fed-Zinsentscheid wird um 19 Uhr MEZ veröffentlicht, Notenbank-Chefin Janet Yellen stellt sich eine halbe Stunde später der Presse.

Frische Argumente für eine nahende Zinserhöhung lieferten die US-Inflationszahlen. Die Kernrate, die ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel berechnet wird, stieg im Februar mit 0,3 Prozent etwas stärker als erwartet. Den Kursen an den Terminmärkten zufolge sehen Investoren die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung im April bei 26 Prozent und im Juni bei 52 Prozent. Vor diesem Hintergrund verbilligte sich der Euro am Mittwoch um mehr als einen Viertel US-Cent auf 1,1077 Dollar.

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