Börse Frankfurt
Commerzbank führt den Dax an

Der Dax hält sich bis zum Handelsende im Plus. Der Dax steigt auf den höchsten Stand seit drei Jahren. Besonders gefragt: Aktien der Commerzbank
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FrankfurtDer Dax beendet den letzten Handelstag der Woche in der Gewinnzone. Zum kleinen Verfall an den europäischen Terminmärkten am Freitag hat der Dax fester geschlossen. Der deutsche Leitindex gewann 0,3 Prozent auf 7426 Zähler, auf Wochensicht legte er 0,8 Prozent zu. Der Settlement-Kurs für Dax-Optionen war am Mittag mit 7417 Zählern festgesetzt worden.

Zum Verfallstermin versuchen Investoren, die Kurse derjenigen Aktien oder Indizes, auf die sie Derivate halten, in die für sie günstige Richtung zu bewegen. Am Freitagmittag verfielen Optionen auf Indizes, zum Xetra-Schluss waren Optionen auf einzelne Aktien an der Reihe.   Die US-Börsen notierten zum Handelsschluss in Europa leicht fester. Dort war der Handel angesichts eines verlängerten Wochenendes dünn.

Der europäische Stoxx50 verlor 0,3 Prozent. Das Börsenbarometer wurde unter anderem von den Titeln der Bergbaukonzerne BHP Billiton und Rio Tinto belastet, die jeweils mehr als zwei Prozent nachgaben. In Portugal sank der PSI 20 Index um 1,2 Prozent. Die Länder der Europäischen Union rechnen Kreisen zufolge damit, dass das südeuropäische Land bis April wohl doch unter den Euro-Rettungsschirm flüchten muss. Bundesfinanzstaatssekretär Jörg Asmussen sagte Reuters Insider TV dazu in Paris: „Um es ganz klar zu sagen: Portugal hat keine finanzielle Hilfestellung erbeten und hat das nach meiner Kenntnis auch nicht vor.“

Im Dax waren erneut Commerzbank Spitzenreiter, deren Titel sich um 3,4 Prozent auf 6,15 Euro verteuerten. „Sie profitiert immer noch von der sich aufhellenden Branchenstimmung“, sagte ein Börsianer. „Außerdem hat die Aktie im Vergleich etwa zur Deutschen Bank noch Nachhol-Potenzial.“ Deren Papiere haben in den vergangenen Wochen mit einem Plus von gut 18 Prozent rund ein Drittel mehr zugelegt als die Titel der Commerzbank. Deutsche Bank schlossen am Freitag 0,2 Prozent im Plus bei 47,93 Euro. Die Commerzbank legt am kommenden Mittwoch ihre Jahresergebnisse vor.

Schlusslicht der ersten deutschen Börsenliga waren am Ende des Handelstages VW mit einem Abschlag von 1,2 Prozent. Wie BMW (minus 0,8 Prozent) und Daimler (minus 0,6 Prozent) litten die Titel Börsianern zufolge unter Gewinnmitnahmen. Adidas verloren 0,9 Prozent auf 47,86 Euro, nachdem sich Goldman Sachs nach Angaben von Händlern skeptisch zu den Titeln des Sportartikelherstellers geäußert hatte.

Im Nebenwerte-Index MDax stachen Gagfah mit einem Minus von 6,9 Prozent auf 8,33 Euro heraus. Börsianer machten einen Bericht des TV-Magazins „Monitor“ für die Verkäufe verantwortlich. Darin hieß es, die einst bundeseigene Immobilienfirma habe seit dem Verkauf an den US-Finanzinvestor Fortress ihre Ausgaben für die Instandhaltung der Gebäude in etwa halbiert. Dringend notwendige Sanierungen würden auf die lange Bank geschoben. Gagfah wies die Anschuldigungen in dem TV-Bericht zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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