Börse Frankfurt
Dax am Anfang einer Konsolidierungsphase?

Der Dax konnte sich trotz der Probleme in den USA und der Unklarheiten in Europa stabilisieren. Experten erwarten für diese Woche ruhige Börsen. Allerdings könnte das Treffen der Euro-Finanzminister für Bewegung sorgen.
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FrankfurtNach Verlusten in der letzten Handelswoche konnte sich der Dax heute ein wenig stabilisieren. Am Ende schloss der deutsche Aktienindex 0,1 Prozent im Plus auf 7.169 Punkte. In der zweiten Reihe hielten sich die Kursbewegungen über den ganzen Handelsverlauf ebenfalls in sehr engen Grenzen. Der MDax beendete den heutigen Handelstag 0,2 Prozent im Minus auf 11.318 Punkte und der TecDax kletterte um 0,5 Prozent auf 807 Zähler.

Allerdings darf die heutige Konsolidierungsphase nicht überschätzt werden. Denn insgesamt waren die Umsätze verhältnismäßig gering. Verantwortlich hierfür waren unter anderem die USA. Dort hielten sich wegen des "Veterans Day" viele Anleger zurück.

Dementsprechend unspektakulär präsentierten sich die US-Börsen. Der Dow Jones notierte am Abend 0,2 Prozent leichter auf 12.796 Punkte, der S&P 500 verlor 0,1 Prozent auf 1.379 Zähler und die Technologiebörse Nasdaq sank um 0,2 Prozent auf 2.579 Punkte.

"Das steht auf sehr wackeligen Beinen, eine schlechte Nachricht - und der Ausverkauf der vorigen Woche geht weiter", fasste ein Händler die heutige Stimmung zusammen.

Im Laufe der Woche dürften die Finanzmärkte auf ihren Positionen verharren. Die Gründe hierfür liegen in den USA und in Europa. In den Vereinigten Staaten stehen nach den Wahlen die Haushaltsprobleme im Fokus der Anleger. Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama muss die Probleme bis zum Jahreswechsel in den Griff bekommen, was angesichts der unvorteilhaften Verteilung zwischen Republikanern und Demokraten im Kongress eine Herkulesaufgabe werden dürfte. Im alten Kontinent sorgen die altbekannten Schwierigkeiten der Euro-Krise für anhaltende Ratlosigkeit bei den Börsianern. Insgesamt also kein Umfeld für deutliche Kursgewinne.

"Die Berichtssaison geht, die Schuldenprobleme bleiben", sagte ein anderer Händler. Für Investoren stehe die Frage im Mittelpunkt, wann die nächste Hilfstranche an Griechenland überwiesen wird. Immerhin muss das Land Mitte des Monats milliardenschwere Anleihen refinanzieren. Die Abgeordneten in Athen hatten am Sonntag eine wichtige Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Hilfen erfüllt und den um ein Sparpaket erweiterten Haushalt für 2013 verabschiedet. Allerdings fehlt noch der Troika-Bericht, der die Fortschritte Athens bewerten soll. Aus einem Entwurf des Berichts, der kurz vor Börsenschluss vorlag, ging hervor, dass Griechenland im Falle eines Aufschubs für die Erfüllung der Sparauflagen bis 2016 rund 32,6 Milliarden Euro benötigen würde, um einer Pleite zu entgehen. Bezüglich der Hilfstranche werden am Abend weitere Ergebnisse aus den Verhandlungen der Euro-Finanzminister erwartet.

Die griechischen Banken mussten indes herbe Rückschläge verkraften. Die neuen Rekapitalisierungsregeln sorgten für Abwärtsbewegungen. Der griechische Bankenindex fiel zeitweise um fast 20 Prozent und brachte damit auch den Athener Aktienindex ins straucheln. Zeitweise gab er über fünf Prozent nach. Dem Plan der griechischen Regierung zufolge sollen die Banken neue Aktien etwa zum halben Preis der alten Papiere oder Wandelanleihen herausgeben. Ein Händler sprach von einer verspäteten Aktion mit einem großen Verwässerungseffekt.

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Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax am Anfang einer Konsolidierungsphase?"

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  • Um mal ein bißchen Stimmung in die Bude zu kriegen:

    Der S&P schafft nichtmals mehr die 200ter => in den nächsten Tagen crasht's drüben und der DAX knallt hinterher.

    Andere Meinungen???

  • Ich mache nichts, keine Lust :-)

  • Wenn der DAX auf der Stelle tritt,ist für K+S 2% Platz,nach unten...

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