Börse Frankfurt
Dax-Anleger atmen auf

Anleger haben den deutschen Leitindex am Donnerstag doch noch ins Plus geschoben. Der Dax schließt 0,5 Prozent höher als am Vortag. Gefragt waren vor allem die Titel von Beiersdorf, Heidelberg Cement und Eon.
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FrankfurtDer Dax kommt in diesen Tagen einfach nicht zur Ruhe. Nachdem er sich am Mittwoch nur knapp ins Plus gerettet hatte und am Dienstag dicke Verluste einfuhr, mussten die Anleger auch heute wieder die Nerven bewahren. Der Index hatte den Tag im Minus begonnen und erst gegen Nachmittag eine Wende in den positiven Bereich geschafft. Schließlich ging er 0,5 Prozent höher auf 11.407 Zählern aus dem Handel.

Analysten zufolge ließen sich die Anleger am heutigen Morgen von der Aufruhr am Anleihenmarkt anstecken. So sprangen die Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen um 0,7 Prozent - so stark wie seit 2012 nicht mehr. „Die scharfen und erratischen Bewegungen im Bund-Future sind der Preis, den der Markt für die Manipulation der Anleihekurse und Zinsen durch das Anleihenkaufprogramm der EZB zu zahlen hat”, kommentiert Forex Capital Markets-Analyst Jens Klatt.

Enttäuscht haben die Anleger auch die Auftragseingänge der deutschen Industrie. Dank einer starken Inlandsnachfrage haben sich die Auftragsbücher der deutschen Betriebe im März zwar wieder etwas gefüllt. Der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe lag saison- und arbeitstäglich bereinigt 0,9 Prozent höher als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach vorläufigen Berechnungen heute mit. Während Inlandskunden ihre Bestellungen zum Vormonat um 4,3 Prozent und Kunden aus der Eurozone um 2,5 Prozent erhöhten, war das Geschäft mit dem restlichen Ausland schwach: Die Ordereingänge sanken binnen Monatsfrist um vier Prozent.

„Das ist alles andere als erfreulich“, kommentiert HSBC-Trinkaus-Ökonom Stefan Schilbe. „Die Dynamik im Industriesektor ist alles andere als berauschend. Sie steht in deutlichem Kontrast zu dem, was Frühindikatoren wie das Ifo-Geschäftsklima und die Einkaufsmanagerindizes signalisieren.“ Die schwächelnde Auftragslage sei ein ein klares Signal dafür, dass im ersten Quartal im wesentlichen Wachstum aus dem privaten Konsum komme und weniger aus der Industrie.

Ökonom Christian Schulz vom Bankhaus Berenberg begründete die Entwicklung mit der vorrübergehenden Schwäche wichtiger Exportmärkte wie die USA, China und Großbritannien: „Der schwächere Euro hat nicht zu größeren Bestellungen geführt. Das zeigt, dass die meisten deutschen Exportprodukte nicht sehr preissensibel sind.“

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax-Anleger atmen auf"

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  • Herr Schneider, mit dem Börsen-Handel wird das nichts, wenn Sie fleissig sind
    können Sie als Francising-Nehmer bei mir Flaschen sammeln.
    Hein Bloed Francising für gefallene Experten auf Flaschenbasis.

  • "Dax ringt sich ein Plus ab"....alles Ansichtssache....von heutigen Tagestief im Dax-Future 11178 bis jetzt 11420....sind das ein PLUS von 2,2 %....na das ist aber mal ein abringen:):)....gut wenn man die Chancen genutzt hat...wie Bauer und ich

  • "Die Zeichen stehen auf Verkauf"...Überschrift der HBO in diesem Forum....NEIN...die standen eindeutig auf Kauf...wie man jetzt sieht...gut wenn man die Technik beherrscht

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