Börse Frankfurt
Dax-Anleger flüchten vom Parkett

Dax-Anleger sind noch immer gebannt von den Turbulenzen in Fernost. Am Mittwoch rauschte der Leitindex nach unten. Zuletzt krachten außerdem die Ölpreise ein. Grund genug für viele, das Weite zu suchen.
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FrankfurtAn der Börse in Frankfurt stehen die Zeichen auf deutliche Kursverluste. Der Index eröffnete bereits im Minus und rutschte im Tagesverlauf 2,1 Prozent nach unten auf 10.682 Punkte – ein Verlust gegenüber dem Vortag von rund 230 Zählern.

Vor allem die wirtschaftlich angespannte Lage in China und der damit einhergehende Preisverfall der Rohstoffe sorgt dafür, dass zahlreiche Börsianer die Aktienmärkte derzeit meiden. Am Donnertagnachmittag sind die Ölpreise heftig eingekracht. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee und das US-Öl WTI verbilligten sich jeweils drei beziehungsweise vier Prozent auf rund 47 und 40,7 Dollar je Barrel.

Auch der chinesische Aktienmarkt sorgt nicht eben für Ruhe. Die Festlandbörsen in Shanghai und Shenzhen waren im Handelsverlauf am Mittwoch zunächst um mehr als fünf Prozent abgesackt, bevor die Indizes am Ende sogar deutlich ins Plus drehten. Händler begründeten dies mit der Hoffnung, dass die Regierung die Aktienmärkte stützen könnte. Seit zwei Monaten bereits erleben Chinas Börsen eine extreme Berg- und Talfahrt angesichts der Unsicherheiten über die chinesische Wirtschaft.

Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba merkte kritisch an, dass sich auch insgesamt die wirtschaftliche Lage in verschiedenen Schwellenländern immer mehr eintrübe. Insofern nähmen die Risiken an den Aktienmärkten zu. Zudem rückt Griechenland wieder stärker in den Blick: Der Bundestag stimmt in einer Sondersitzung über neue Milliardenhilfen für Athen ab.

„Anleger erleben derzeit mit der Unsicherheit in China, den abwertenden Schwellenlanddevisen und der Aussicht auf eine Leitzinsanhebung in den USA die ultimative Abschreckung”, stellt auch Jonathan Ravelas von der BDO Unibank in Manila fest. Jetzt werde das Geld zusammengehalten, und zwar „bis der Rauch sich wieder legt”.

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  • "Grund genug für viele, das Weite zu suchen."

    Wohin?

    (Naja, wenn das Geld tatsächlich in was Sinnvolles, sprich: Nützliches investiert werden sollte, nur zu.)

  • Das Lohn- und Rentenniveau in Deutschland halte ich für 20% zu niedrig.
    Richtig.

  • Sowohl Dax als auch Gold sind zu hoch bewertet. Erst wenn beide um mindestens 30% zurück fallen, wird ein Wachstum in Europa wieder wahrscheinlicher. Die horrenden Gewinne der Investoren in den letzten Jahren nach 2008 haben Gelder aus anderen Bereichen der menschen abgezogen, ohne dass diese durch entsprechende Lohnsteigerungen ausgeglichen wurden. Das Lohn- und Rentenniveau in Deutschland halte ich für 20% zu niedrig.

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