Börse Frankfurt
Dax-Anleger machen eine Pause

Die Geldschleusen sind offen, dennoch zeigten sich die Anleger heute alles andere als kauffreudig. Sie machen sich Sorgen um den wieder aufflammenden Schuldenstreit in Griechenland. Der Dax schließt im Minus.
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FrankfurtDie laufende Börsenwoche hätte eine Rally-Woche werden können. Schließlich hat die EZB am Montag mit ihren milliardenschweren Anleihekäufen begonnen - Monat für Monat sollen bis September 2016 Staatsanleihen im Wert von 60 Milliarden Euro aufgekauft werden, insgesamt 1,1 Billionen Euro.

Doch obwohl das Programm mit Sehnsucht erwartet wurde, gerät die Rally ausgerechnet bei seinem Beginn ins Stocken. Die Anleger wagen sich nicht so richtig aus der Deckung. Heute ist offenbar Kasse machen angesagt. Der Dax knickte bereits am Vormittag ein. Der Index ging 0,7 Prozent leichter auf 11.500 Zählern aus dem Handel.

Vor allem der in die nächste Runde gehende Schuldenstreit mit Athen zog die Laune der Börsianer runter. Am Nachmittag wurde bekannt, dass Athen 555 Millionen Euro aus seinem Bankenrettungsfonds nehmen will, um einen Kapitalengpass im März zu überbrücken.

Die geschäftliche Entwicklung des Essener Versorgers RWE schlug überdies so manchem Anleger auf den Magen.

Und auch auf den Devisenmärkten gibt es Trubel. Die beginnende Geldschwemme durch die Notenbank drückte die Gemeinschaftswährung Euro auf 1,07 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit knapp zwölf Jahren. Außerdem können die Anleger heute auf eine Reihe von Konjunkturdaten blicken.

In der Nacht zum Dienstag wurden die chinesischen Verbraucher- und Erzeugerpreise bekannt gegeben. Die Inflation der Volkswirtschaft ist im Februar überraschend deutlich angezogen. Die Verbraucherpreise legten im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent zu. Experten hatten im Schnitt einen Anstieg von lediglich 0,9 Prozent vorausgesagt. Im Januar hatte die Teuerung mit 0,8 Prozent noch auf dem niedrigsten Niveau seit fünf Jahren gelegen. Die Erzeugerpreise fielen im Februar um 4,8 Prozent. Die Expertenprognose betrug hier minus 4,3 Prozent.

Aus Europa kamen positive Konjunkturnachrichten. Die Industrie in Frankreich spürt zu Jahresbeginn Rückenwind. Die Produktion legte im Januar überraschend um 0,4 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mitteilte. Experten hatten mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet.

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  • Nie war es so einfach....der Dax als krisensicherer Hafen...alle zocken Dax wie es scheint, keinerlei Verunsicherung seit Xetraschluss schon wieder 35 Punkte Up und die 11600 gibt es morgen...ich höre schon wie die Mürü glänzende Geschäftszahlen verkündet .....mein Gefühl bzw das Kaufinteresse heute hat mich animiert und daher bin ich dabei morgen

  • Die 11609 gestern NACHbörslich, ziehen unsere Futuremaschinen durch....alles läuft perfekt

  • 18h
    Schneider, Schneider, meck, meck, meck das Geld ist wieder weg.

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