Börse Frankfurt: Dax-Anleger mit Höhenangst - Coba schmiert ab

Börse Frankfurt
Dax-Anleger mit Höhenangst - Coba schmiert ab

Der Dax hat am Dienstag nicht in die Gewinnspur zurückgefunden und die 8000 Punkte knapp verpasst. Turbulent verlief der Tag für Commerzbank-Aktionäre: Die Meldung über eine Kapitalerhöhung sorgte für deutliche Verluste.

FrankfurtDie 8000 Punkte hat der Dax am Dienstag nicht geknackt. Um 15:10 Uhr trennte den Leitindex zwar nur noch ein halber Punkt von der psychologischen wichtigen Marke. Doch gereicht hat es am Ende nicht. Im Gegenteil: Bei Handelsschluss notierte der Dax 0,2 Prozent im Minus bei 7966 Punkten. Der MDax gewann 0,25 Prozent auf 13.372 Stellen, der TecDax legte 0,6 Prozent zu und schloss bei 926 Punkten.

Nach den deutlichen Kursgewinnen in der vergangenen Woche befinde sich der Aktienmarkt nun seit Montag auf Konsolidierungskurs, sagte Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Markets.

An den US-Börsen machten die Anleger nach der jüngsten Rally Kasse. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand bei Börsenschluss in Frankfurt mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 14.439 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent und der Nasdaq gab 0,5 Prozent nach.

HSBC-Aktienstratege Robert Parkes rechnet damit, dass trotz der aktuellen Zurückhaltung der Anleger die Börsen in den kommenden drei bis sechs Monaten weiter steigen werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe zugesichert, die Euro-Schuldenkrise einzudämmen. Zudem verbesserten sich die Unternehmensbilanzen allmählich.

In Italien steigt nach der Herabstufung der Bonität der Druck auf die Parteien, trotz des Wahlpatts eine Regierung zu bilden. Eine Lösung ist bislang nicht in Sicht. Das klamme Land teilte am Dienstag einjährige Anleihen im Volumen von 7,75 Milliarden Euro zu. Dafür wurde eine Durchschnittsrendite von 1,28 Prozent fällig - der höchste Wert seit Dezember 2012. Die Nachfrage nach den Papieren überstieg das Angebot um das 1,5-Fache. Das Interesse an den Bonds gilt als Gradmesser für das Vertrauen der Anleger in eine Fortsetzung des Spar- und Reformkurses.

Neben Unternehmenszahlen präsentierte die Deutsche Bundesbank am Dienstag ihren Jahresabschluss. 2012 erzielte das Institut einen Überschuss von 664 Millionen Euro. Der Gewinn sei kaum gestiegen, weil die Risikovorsorge wegen der Euro-Schuldenkrise kräftig aufgestockt worden sei, erklärte die Notenbank am Dienstag in Frankfurt.

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