Börse Frankfurt
Dax-Anleger setzen auf Lösung der Hellas-Krise

Athen kündigt einen Antrag zur Kreditverlängerung an. Ob die Euro-Partner diesen akzeptieren, ist unklar. Doch an den Börsen feiert man bereits vorsichtig diesen Vorstoß. Der Dax nähert sich wieder den 11.000 Punkten.
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FrankfurtVorsichtige Zuversicht macht sich an den Börsen breit. Es deutet sich immer mehr eine Kompromiss im griechischen Schuldenstreit an. Laut dem Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis will Athen ihre Euro-Partner um eine Verlängerung der laufenden Rettungskredite bitten. „Lassen sie uns heute auf einen Antrag zur Verlängerung des Kreditabkommens warten, den Finanzminister Yanis Varoufakis stellen wird“, sagte er. Es liefen Beratungen, um eine gemeinsame Basis für den Antrag zu finden. „Wir glauben, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte er.

An den Börsen sorgte die immer näher rückende Einigung für steigende Kurse. Der Dax notierte am Ende 0,6 Prozent fester auf 10.961 Punkten. Zwischenzeitlich lag der Leitindex bei 10.981 Zählern. Der Athener Leitindex ASE General kam auf ein Plus von 1,1 Prozent, der griechische Bankenindex drehte satte 5,9 Prozent ins Plus. Der europäische Auswahlindex Euro Stoxx 50 legte 0,7 Prozent zu. In Paris lag der CAC 40 0,9 Prozent im Plus. Der italienische FTSE MIB machte einen Satz von 1,9 Prozent nach oben.

Auch an den Anleihemärkten sorgten die Spekulationen für eine leichte Entspannung. Die Rendite zehnjährige Staatsbonds sank auf 10,348 Prozent. Dreijährige Anleihen sanken um mehr als einen Prozentpunkt auf 17,75 Prozent.

„Wir sind an einem entscheidenden Punkt dieser Verhandlungen“, sagte Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras. Er hoffe, dass Schwierigkeiten bewältigt werden könnten. Erstmals sei es gelungen, eine „positive Haltung zu unseren Wünschen“ zu erzeugen.

Ungewiss blieb jedoch, ob die Euro-Partner sich mit dem angekündigten Antrag aus Athen zufriedengeben. Sie pochen auf eine Verlängerung des am 28. Februar auslaufenden kompletten Hilfsprogramms, das auch Spar- und Reformauflagen enthält. Dazu hatten sie der Regierung in Athen ein Ultimatum bis Freitag gestellt. Dies lehnt der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bislang ab, weil seine Regierung die Reformauflagen wegen zu großer sozialer Härten für inakzeptabel hält.

Daher warnten viele Analysten vor zu viel Optimismus: „Vor einer endgültigen Bewertung des griechischen Vorstoßes sollten (...) erst einmal alle Fakten auf dem Tisch liegen“, schrieben die Analysten der Essener Nationalbank.

Nach Einschätzung des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, Marcel Fratzscher, ist Griechenland deswegen dabei, sich „zu verzocken“. Er sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, die Regierung in Athen sitze am kürzeren Hebel: „Sie kann Europa nicht erpressen.“

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  • @peter Spiegel - die Rohstoffe sind aber recyclebar & deshalb auch nicht knapp. Aber egal FED wird ein neues QE auflegen und Zinsen niemals mehr anheben.

  • Beispiel. Vor Jahren (50J) haben wie unseren Brunnen"beerdigt". Derzeit ist das Wasser so teuer, daß ich nächster Jahr, den Brunnen erneuern werde.

  • Jupp Zocker@
    Mehr Menschen, mehr Rohstoffe, so meine Rechnung, geht auch mit Ackerland,
    Wasser oder irgend etwas nicht vermehrbares. Im Übrigen sind einfache Zusammenhänge eben das, was "Profis" oft nicht sehen.

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