Börse Frankfurt
Dax-Anlegern fehlt der Mut

Der Dax geht nahezu unverändert aus dem Handel. Im Vorfeld der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls am Abend hielten sich die Anleger lieber bedeckt. Für die Commerzbank ging es dagegen kräftig abwärts.
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FrankfurtDie Aktienanleger haben sich am Mittwoch kaum aus der Deckung gewagt. Der Dax schloss auf dem Niveau vom Vortag bei 9660 Punkten. Der EuroStoxx50 legte um 0,1 Prozent zu. Für Unsicherheit sorgte vor allem die künftige US-Geldpolitik. Nachdem zuletzt einige Daten enttäuscht hatten, häuften sich die Zweifel am Zeitplan der US-Notenbank für die Drosselung der Geldflut, erklärten Händler. Dies belastete zeitweise den Dollar.

„In den vergangenen drei Wochen sind die US-Daten relativ regelmäßig hinter den Erwartungen zurückgeblieben", sagte Simon Smith, Chef-Analyst des Brokerhauses FxPro. Es sei daher alles andere als ausgemacht, dass die Fed den Geldhahn im gleichen Tempo wie bisher zudrehen werde. Die Notenbank hatte das Volumen ihrer monatlichen Wertpapierkäufe im Januar und Februar um jeweils zehn auf nunmehr 65 Milliarden Dollar verringert

Die Immobiliendaten fielen schlechter als erwartet aus, was Analysten auf die heftigen Winterstürme in den USA zurückführten. Besondere Aufmerksamkeit dürfte nun die nach Handelsschluss in Europa anstehende Veröffentlichung des FOMC Protokolls auf sich ziehen. „Von diesem erhoffen sich die Marktteilnehmer weitere Aufschlüsse über die Geldpolitik der US-Notenbank und das Tempo, mit der die Fed ihre Wertpapierkäufe zurückfahren möchte", erklärte LBBW-Investmentanalyst Ralph Herre.


Am Rentenmarkt warfen Anleger wegen der Kämpfe zwischen Sicherheitskräften und Regierungsgegnern ukrainische Anleihen aus ihren Depots. Der Kurs der auf Dollar lautenden Staatspapiere mit einer Laufzeit bis 2023 fiel auf ein Rekordtief von 78,75 Punkten. Die wachsende Nervosität der Investoren verteuerte auch die Absicherung von Krediten. Dem Datenanbieter Markit zufolge erreichten sie den höchsten Stand seit Dezember 2009.

Der Kursverfall der Landeswährung Hryvnia zum Dollar setzte sich fort. Die politischen Unruhen in Kiew hielten die Investoren auch an den europäischen Aktienmärkten etwas zurück, erklärten Händler. Dies zeige, dass die Risiken weiter hoch blieben.

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  • Das war gar keine Kritik an Ihnen, sondern ein Kommentar zu Ihrer Aussage. Darauf zu spekulieren, die Fed könnte zurückrudern ist etwas gewagt.

  • Bin ich die FED? Ich habe lediglich die Spekulationen der Spekulanten zu diesem Zeitpunkt wiedergegeben.Nachdem die Daten schlecht ausfielen,mussten bei denen ja Gründe her,doch wieder zu kaufen.Deshalb der Anstieg um Hundert Punkte im DAX am Nachmittag.Hat sich aber zum größten Teil schon wieder korrigiert-nach unten.Deshalb auch die Anmerkung zum Range-Trading.

  • "FED-Spekulationen auf eine Reduzierung des Tapering treiben den DAX"

    Es ist ein bisschen naiv anzunehmen, die Fed wäre überhaupt in der Lage, das Tapering auszusetzen oder zu mindern. Im Gegenteil. Die gesunkene Arbeitslosenquote ist ein Zeichen dafür, dass die USA mit der beginnenden Frühjahrsbelebung an der Kapazitätsgrenze liegen. Das wird zwangsweise zu hoheren Löhnen und somit zu Inflation führen. Die Fed hat lediglich die Möglichkeit entweder kontinuierlich von Gas zu gehen, oder im Laufe des Jahres ziemlich abrupt mit sehr negativen Begleiterscheinungen, d.h. starken Verwerfungen am Markt.


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