Börse Frankfurt
Dax baut seine Verluste aus

Die weltweit trüben Konjunkturaussichten und die heikle Lage in Spanien haben den Dax am Dienstag weiter auf Talfahrt geschickt. Spekulationen um die geplatzte Fusion mit BAE brachten die EADS-Aktie in Turbulenzen.
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FrankfurtDer Dax ist am Dienstag weiter abgerutscht. Mit einem Minus von 0,7 Prozent und 7234 Punkten ging der Leitindex aus dem Handel. Am Montag hatte das Börsenbaromter bereits über ein Prozent verloren. Auch die zweite Reihe verzeichnete Verluste. Der MDax fiel 0,5 Prozent auf 11.196 Stellen, der TecDax verlor 0,6 Prozent und stand am Abend bei 819 Zählern.

Händlern zufolge hielten maue Aussichten für die Weltwirtschaft und die nicht enden wollende Euro-Schuldenkrise Aktienanleger davon ab, sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen. Auch die bevorstehende Berichtssaison in den USA, die der Aluminiumkonzern Alcoa einläuten wird, sorgt für Zurückhaltung bei den Anlegern.

Hiobsbotschaften kamen am Dienstag von der Konjunkturseite: Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft 2012 um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Erst am Vortag hatte die Weltbank ihre Prognosen für China gekappt. Dort hatten die Zentralbanker den Märkten am Morgen eine massive Liquiditätsspritze verabreicht, um die Wirtschaft anzukurbeln. Händlern zufolge setzen die Investoren nun darauf, dass schon bald weitere Maßnahmen folgen könnten. Doch die Stimmung an den Märkten bleibt weiter angespannt.

Vor allem die ungelösten Finanzierungsprobleme von Euro-Staaten sind weiterhin das große Thema am Markt. Neben dem Merkel-Besuch in Griechenland wurde vor allem die angespannte Finanzlage Spaniens diskutiert. „Viele hatten gehofft, dass Spanien schneller unter den Rettungsschirm geht. Diese Warterei ist nicht, was die Märkte wollen“, sagte Marktstratege Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co.

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  • Wie? Keiner meckert?

  • Es ist doch klar, daß das perverse Ponzi-Schema weitergehen wird.

    Trotzdem bleibt's bei meiner Progrose für's Jahresende:
    6.000 +/-500 Punkte

  • Auch ich glaube nicht an einen dramatischen Rückgang diesen Herbst!

    Dabei bitte ich meine Definition von "dramatischem Rückgang" zu berücksichtigen: Sicherlich sind Rücksetzer in der Größenordnung bis 6.900 möglich. An tiefere Einbrüche glaube ich nicht. Das Dramatisieren der Lage ist inzwischen Volkssport. Dabei sind alle Mechanismen auf Inflationierung um jeden Preis gepolt. Bis deren Wirkung negativ auf die Aktienkurse durchschlägt wird es mindestens Frühling und nochmals Herbst. Und den Anlegern fehlen Alternativen. Der Immobilienmarkt, auf dem ich noch vor wenigen Monaten Abschlüsse tätigte, ist in "meinem" Ballungszentrum plötztlih völlig leergefegt. Sebst prallste Geldbörsen finden nur noch wahren Dreck zu horrenden Preisen.

    Deshalb cool une engagiert bleiben......!

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