Börse Frankfurt Dax beendet Achterbahnfahrt im Plus

Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten haben den Dax zunächst abstürzen lassen. Doch dann startete der Index eine Erholung. Nach drei Verlusttagen in Folge schloss das Börsenbarometer sogar wieder mit einem leichten Plus.
Update: 06.05.2016 - 17:44 Uhr

Mit Ach und Krach ins Wochenende

FrankfurtDer Dax hatte am Freitag zunächst wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Der deutsche Leitindex fiel nach den US-Arbeitsmarktdaten plötzliche 0,9 Prozent auf 9769 Punkte, stieg kurz danach aber über 9900 Punkte. Letztendlich beendete das deutsche Börsenbarometer nach drei Verlusttagen in Folge den Handel mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 9870 Zählern.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax verlor 0,1 Prozent auf 20.040 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax blieb ebenfalls fast unverändert bei 1602 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 hielt sein Vortagesergebnis mit 2938 Zählern.

Auf Sicht von rund zwei Wochen liegt der Dax aber nun bereits rund sechs Prozent im Minus. Neben Sorgen über die Entwicklung der Weltwirtschaft hätten Bedenken über die Wirksamkeit der Geldpolitik der Notenbanken die Stimmung belastet, sagte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK. Zudem habe die Erholung der Ölpreise an Schwung verloren.

Diese Aktien machten ihre Anleger reich

MASTERCARD INC. REGISTERED SHARES A DL -,0001

WKN
ISIN
US57636Q1040
Börse
Xetra

+1,91 +1,37%
0,00€
Chart von MASTERCARD INC. REGISTERED SHARES A DL -,0001
Mastercard
1 von 10

Erst kürzlich hat der Kreditkarten-Anbieter Mastercard neue Quartalszahlen vorgelegt. Demnach liefen die Geschäfte zu Jahresbeginn besser als erwartet. Im ersten Quartal kletterten die Erlöse um zehn Prozent verglichen mit dem Vorjahreswert auf 2,4 Milliarden Dollar, wie der Visa-Rivale Ende vergangenen Monats mitteilte. Die Quartalszahlen übertrafen die Prognosen der Analysten. Wie die Wettbewerber Visa und American Express kassiert Mastercard Gebühren, wenn mit Kreditkarte bezahlt wird.

TSR (Kursgewinn der Aktie plus Dividenden) 2011-2015: 34,7 Prozent p.a.

KDDI CORP. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
JP3496400007
Börse
FSE

+0,58 +2,97%
+19,68€
Chart von KDDI CORP. REGISTERED SHARES O.N.
KDDI
2 von 10

KDDI Corporation ist ein japanisches Telekommunikationsunternehmen mit Hauptsitz in Tokio. KDDI gehört zu den größten Branchenvertretern weltweit. Das Portfolio der Japaner reicht von der Bereitstellung von Netzwerken über integrierte Festnetzdienste bis hin zu Rechenzentren. Im Auf dem Heimatmarkt ist es Hauptkonkurrent des Marktführers NTT im Telekommunikationssektor.

TSR (Kursgewinn der Aktie plus Dividenden) 2011-2015: 34,9 Prozent p.a.

NETFLIX INC. REGISTERED SHARES DL -,001

WKN
ISIN
US64110L1061
Börse
Xetra

-0,82 -0,36%
0,00€
Chart von NETFLIX INC. REGISTERED SHARES DL -,001
Netflix
3 von 10

Die erfolgsverwöhnten Netflix-Anleger sorgen sich inzwischen etwas um die Entwicklung des Streaming-Dienstes auf seinem Heimatmarkt USA. Das Abonnenten-Wachstum in den USA hatte sich vergangenes Jahr verlangsamt. Das langsamere Wachstum beunruhigt die Aktionäre. Sie halten den US-Markt für einen Gradmesser für das Potenzial des Unternehmens auf ausländischen Märkten. Zwar gewinnt der größte Online-TV-Anbieter der Welt nach Schätzungen von Analysten in Europa und Südamerika rasant Kunden hinzu - doch Netflix verliert im Ausland weiterhin Geld.

TSR (Kursgewinn der Aktie plus Dividenden) 2011-2015: 35,4 Prozent p.a.

TENCENT HOLDINGS LTD. REG. SHARES HD -,00002

WKN
ISIN
KYG875721634
Börse
FSE

+0,33 +0,70%
+47,18€
Chart von TENCENT HOLDINGS LTD. REG. SHARES HD -,00002
Tencent
4 von 10

Das einzige Unternehmen auf der diesjährigen BCG-Liste der Top-Aktien, das es mehr als dreimal in die Auswahl geschafft hat, ist Tencent: Insgesamt sechsmal gehörte der chinesische Onlineriese bisher seit dem Jahr 2010 zu den zehn größten Renditebringern. Angefangen hatte die Firma mit der Kopie eines westlichen Erfolgsprodukts. Tencent baute das israelische Chatprogramm ICQ nach. Heute betreibt Tencent mit QQ und Wechat die beiden beliebtesten Messenger Chinas, und ist der mit Abstand größte Anbieter von Onlinespielen.

TSR (Kursgewinn der Aktie plus Dividenden) 2011-2015: 35,5 Prozent p.a.

BIOGEN INC. REGISTERED SHARES DL-,0005

WKN
ISIN
US09062X1037
Börse
Xetra

-1,32 -0,56%
0,00€
Chart von BIOGEN INC. REGISTERED SHARES DL-,0005
Biogen
5 von 10

Der US-Konzern Biogen erzielt unter anderem mit Präparaten gegen multiple Sklerose Milliardenjahresumsätze – und war zudem zuletzt besonders in Zusammenhang mit möglichen Alzheimer-Präparaten in den Schlagzeilen. Biogen sorgte hier im vergangenen Jahr für Aufsehen in der Forscherszene: Das Unternehmen präsentierte erste Daten über die Wirksamkeit eines Impfstoffs gegen den Hirnschwund. Den Patienten werden Antikörper verabreicht, die die Klumpenbildung der Eiweiße im Gehirn verhindern sollen. So konnte der Gedächtnisschwund teils bis zu einem Jahr gestoppt werden.

TSR (Kursgewinn der Aktie plus Dividenden) 2011-2015: 35,5 Prozent p.a.

VISA INC. REG. SHARES CLASS A DL -,0001

WKN
ISIN
US92826C8394
Börse
Xetra

+1,04 +1,06%
0,00€
Chart von VISA INC. REG. SHARES CLASS A DL -,0001
Visa
6 von 10

US-Unternehmen dominieren neben dem Biotech-Sektor weltweit zwei weitere Schlüsselbranchen: Anders als die Europäer haben sie ihre Banken nach der Finanzkrise sehr viel schneller mit frischem Kapital ausgestattet - und ihnen zu neuer Größe verholfen. Institutsgrößen wie Visa und Mastercard zählen mit einem Nettogewinn im vergangenen Jahr von zusammen zehn Milliarden Euro zu den Top-Aktien. Visa verdient an den Gebühren, die bei Einkäufen mit den Kreditkarten fällig werden. Genauso wie Rivale Mastercard vergibt Visa dabei - anders als der Wettbewerber American Express - nicht den eigentlichen Kredit. Das machen zumeist Banken, die die Karten ausgeben.

TSR (Kursgewinn der Aktie plus Dividenden) 2011-2015: 35,6 Prozent p.a.

NASPERS LTD. REGISTERED SHARES N RC -,02

WKN
ISIN
ZAE000015889
Börse
FSE

+2,05 +0,88%
+232,69€
Chart von NASPERS LTD. REGISTERED SHARES N RC -,02
Naspers
7 von 10

Der südafrikanische Medien- und Internetkonzern Naspers (Nasionale Pers) hat seit 1997 eine einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben: Seitdem ist der Marktwert des Unternehmens von 400 Millionen Euro auf über 50 Milliarden explodiert. Neben dem Pay-TV, das heute nach ganz Afrika sendet, verdient Naspers vor allem mit Internetdiensten sein Geld - in mehr als 130 Ländern. Inzwischen erzielt der größte Medienkonzern des Landes Jahr für Jahr Ergebnisse, die Investoren eher von Apple, Google & Co. gewohnt sind, aber nicht von einem traditionellen Medienunternehmen, noch dazu aus Afrika.

TSR (Kursgewinn der Aktie plus Dividenden) 2011-2015: 41,1 Prozent p.a.

Nach den überraschend schwachen Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP vom Mittwoch hatten schon viele Investoren an der Stärke des US-Jobmarktes gezweifelt. Die US-Notenbank Fed hat ihre Zinspolitik unter anderem davon abhängig gemacht, dass es auf dem Arbeitsmarkt der weltgrößten Volkswirtschaft rund läuft.

Anleger sehen die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung bei der im Juni anstehenden nächsten Fed-Sitzung ohnehin schon als gering an. Viele rechnen für das laufende Jahr nur noch mit einer Zinserhöhung. Davon hatte in dieser Woche der Euro zeitweise profitiert und war auf ein Achteinhalb-Monats-Hoch von 1,1614 Dollar gestiegen. Seither hat er sich um 1,1420 Dollar stabilisiert und verharrte auch nach den Job-Daten etwa auf diesem Niveau.

Den Aktienanlegern gefällt die relative Stärke des Euro gar nicht: Denn mit dem höheren Wechselkurs verschlechtern sich die Wettbewerbschancen europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt, da ihre Produkte dadurch teurer werden. Dazu gesellten sich teils enttäuschende Bilanzen vieler Großkonzerne. Daher hat der Dax in dieser Woche etwa 2,5 Prozent verloren.

Allianz-Aktie im Minus
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