Börse Frankfurt
Dax beendet den "Super Thursday" auf Drei-Jahres-Hoch

Zum Handelsschluss legte der Dax wieder kräftig zu und erreichte den höchsten Stand seit Januar 2008. Gute Quartalszahlen deutscher Unternehmen gaben dem Dax Aufschub. Nur SAP enttäuschte am heutigen Tag.
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Frankfurt/DüsseldorfAuch am Donnerstag ging der Aufwärtstrend des Dax weiter. Zur Mittagszeit wurde der Dax noch von mäßigen Konjunkturdaten aus den USA ausgebremst, doch kurz vor Handelsschluss bekam der Deutsche Aktienindex Aufwind und beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,95 Prozent auf 7.475 Punkte auf dem höchsten Stand seit Januar 2008. Grund für den Kursanstieg waren positive Quartalszahlen deutscher Unternehmen. Nachdem Volkswagen schon am gestrigen Tag positive Prognosen ablieferte, konnte heute die Deutsche Bank, Merck und Bayer ebenfalls mit guten Berichten nachziehen. Neben den Quartalszahlen sorgte auch die US-Notenbank für weitere positive Impulse für Aktien.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte an der Wall Street am Mittwoch durch positive Äußerungen für gute Stimmung bei den Investoren gesorgt. Die Notenbank beließ den Leitzins bei nahezu null Prozent.

Deutsche Bank übertrifft Erwartungen

Der Branchenprimus Deutsche Bank ist zum Jahresauftakt auf dem Weg zu ihren ehrgeizigen Zielen einen großen Schritt vorangekommen. Das Institut übertraf mit seinen Zahlen alle Erwartungen. „Nach unserer Meinung ist die Deutsche Bank auf gutem Wege, ihre Ziele für 2011 von einem Vorsteuergewinn von zehn Milliarden Euro zu erreichen“, erklärte DZ-Bank-Analyst Matthias Dürr. Dies honorierten die Anleger und zu Handelsschluss belegte die Aktie der größten deutschen Bank mit einem Plus von 4,8 Prozent auf 43,78 Euro die Dax-Spitze. Dagegen reagierten die Aktien der Deutschen Börse kaum auf gute Quartalszahlen und notierten lediglich 0,4 Prozent höher bei 55,50 Euro.

Zu den weiteren Gewinnern im Dax gehörte Volkswagen. Eine ganze Reihe von Analysten hatten sich positiv zu dem am Vortag veröffentlichten Quartalsergebnis geäußert. Händlern zufolge schraubten unter anderem UBS, HSBC und Bank of America/Merrill Lynch, JP Morgan und Deutsche Bank ihre Kursziele von 160 Euro auf über 170 Euro hoch. "Exzellente Zahlen", titelten die Analysten der HSBC ihren Kommentar. Die guten Zeiten seien noch nicht vorbei, und der Aufwärtstrend könnte fortdauern, schrieben sie weiter. Die Titel des größten europäischen Autobauers stiegen daraufhin um 3,6 Prozent und schlossen bei 131,00 Euro.

Bayer und Merck stellen Anleger zufrieden
Bayer und Merck haben am Donnerstag mit ihren Zwischenberichten die Erwartungen der Anleger weitgehend erfüllt. Der Darmstädter Traditionskonzern Merck hat im ersten Quartal dank eines starken Chemiegeschäfts einen Gewinnsprung erzielt, der von den Analysten in dieser Größe nicht erwartet wurde. Für das Gesamtjahr bekräftigte Konzernchef Karl-Ludwig Kley das Gewinnziel. An der Börse wurde der Quartalsbericht positiv aufgenommen. „Bei Merck gibt es nicht viel auszusetzen, außer dass das Unternehmen den Ausblick unverändert ließ.“, ließ ein Händler verlauten. Die im Dax notierte Merck-Aktie gewann 3,6 Prozent auf 71,55 Euro und konnte sich hinter der Deutschen Bank auf Platz zwei der Gewinnerliste positionieren.

Bayer hat seine Jahresziele angehoben. Im ersten Quartal konnte der Pharma- und Chemiekonzern ein überraschend starkes Ergebnis verbuchen, die die Schätzungen der Analysten übertraf. Bayer-Chef Marjin Dekkers sprach von einem starken Jahresauftakt im Pflanzenschutzgeschäft und in der Kunststoffsparte. „Bayer hat gute Zahlen vorgelegt und auch die Erhöhung der Jahresziele wird positiv gesehen“, sagte ein Händler. Zum Ende des heutigen Handelstages notierte die Bayer-Aktie zwei Prozent fester auf 58,71 Euro.

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SAP enttäuscht Analysten

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  • Solange die Geldblase weiter aufgeblasen wird werden auch die Boersen steigen.
    Ich bezweifle dass es so einen grossen Einbruch geben wird.
    Aber real wird die Geldentwertung natuerlich zuschlagen.

    Wer sich also einerseits schuetzen und andererseits den Verbrechern Schaden moechte zieht alle Gelder aus Lebensverischerungen, Depots komplett ab...
    Das schmerzt die Schwerstverbrechern und Luegner am meisten.

    Und irgendwann hocken dann auch die Schmierfinken der Systempresse auf der Strasse stellen sich an der Suppenkueche fuer Wasser und Brot an.

  • Einverstanden - nur merkt das kaum ein Privatanleger. Mein Berater der Coba berichtete eben dass seit Monaten sein Privatkundenkeis nur auf der Käuferseite ist. Überwiegend die, die bisher kaum Aktien haben. Wie kann man nur so dumm sein?

  • Die Börsenblase wird weiter aufgeblasen......
    Der Knall wird um so schöner.....
    Das Gejammer der Menschen wird groß werden.....
    Dummheit und Gier wird irgendwann bestraft.....

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