Börse Frankfurt
Dax beendet Erholungsrally

Am zweiten Handelstag dieser Woche wusste der Dax nicht so recht wohin er dümpeln sollte. Anleger schauen wieder gebannt nach Griechenland: Wo die Katastrophe abgewendet schien, sorgt die Ratingagentur S&P doch noch für Unsicherheit.
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Frankfurt/DüsseldorfNach der jüngsten Erholungsrally hat sich der Dax nach einem richtungslosen Handelstag nahezu unverändert gezeigt. Der Leitindex schloss am Dienstag mit einem leichten Abschlag von 3,5 Punkten bei 7.439 Zählern und beendete damit einen fünftägigen Aufwärtstrend. Für den MDax ging es hingegen minimale 0,02 Prozent auf 11.090 Punkte nach oben, während vor allem schwache Solarwerte den TecDax um 1,1 Prozent ins Minus und auf 903 Punkte drückte. „Die Angst vor einer akuten Pleite Griechenlands ist erst einmal vom Tisch, nun wartet man auf neue Impulse“, sagte ein Händler. Für letztere konnten dann weder der verhaltene Frühhandel an der Wall Street, noch die Auftragsdaten der US-Industrie für den Monat Mai sorgen.

Henkel waren mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent auf 49,77 Euro größte Gewinner im Dax. Die Analysten von Bernstein lobten, dass sich Henkel als einziger europäischer Hersteller im ersten Halbjahr gegen den US-Rivalen Procter & Gamble(P&G) habe behaupten können. P&G wiederum machte bei Reckitt Benckiser von sich Reden: In London kletterten die Titel des britischen Konsumgüterkonzerns um 2,6 Prozent auf 3580 Pence. In Zeitungsberichten wurde spekuliert, P&G interessiere sich für den britischen Calgon- und Sagrotan- Hersteller. Reckitt Benckiser kommentierte die Gerüchte nicht. Beiersdorf, die schon mehrmals als mögliches Übernahmeziel von P&G im Gespräch waren, notierten 0,3 Prozent im Plus.

US-Auftragseingang im Mai gestiegen

Die Auftragslage der US-Industrie hat sich im Mai verbessert. Die Bestellungen seien im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent gestiegen nach einem revidierten Minus von 0,9 Prozent im April, teilte das Handelsministerium in Washington am Dienstag mit. Analysten hatten allerdings mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet. Klammert man den Verkehrsbereich aus, kletterten die Industrieaufträge um 0,2 Prozent. Ohne den Rüstungssektor gab es einen Zuwachs von 0,7 Prozent.

Autowerte teilweise gefragt

Nur teilweise griffen die Anleger am deutschen Aktienmarkt bei den Autowerten zu. VW gehörten mit einem Plus von 1,8 Prozent wie am Vortag zur Dax-Spitzengruppe. Daimler vermeldete für die Marke Mercedes-Benz einen dreifachen Absatzrekord: Im Juni wurden 6,4 Prozent mehr Autos als im Vorjahreszeitraum verkauft, im Quartal stieg der Absatz um 7,2 Prozent und im Halbjahr um 9,7 Prozent. Die Daimler-Aktie verringerte ihr Plus nach Bekanntgabe der Zahlen allerdings und notierte noch 0,5 Prozent höher. BMW-Aktien drehten nach anfänglichen Gewinnen um 0,3 Prozent ins Minus.

Auf der Verliererseite standen erneut MAN mit einem Minus von 3,5 Prozent auf 90,06 Euro ganz oben, nachdem VW die Mehrheit an dem Lkw-Bauer übernommen hatte. RWE und E.ON sanken um 0,8 beziehungsweise 0,7 Prozent ab. Nach Angaben der beiden Konzerne liegen die Atompläne in Großbritannien bis zu einer Entscheidung der Regierung ihn London auf Eis. Der Atomausstieg in Deutschland hatte den Aktien der Versorger bereits heftig zugesetzt.

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  • Den Dax in seinem Lauf halten werder Ochs noch Esel auf.

  • ja, bitte noch höher. fehlen ja nur schlappe 150 pkt. bis zum jahres-high. und bis zum all-time-high sind es ja auch nur noch lächerliche 650 pkt. das schaffen wir doch auch noch, am besten bis ende der woche.
    das nachrichten-umfeld ist doch supi. griechenland wie weggeblasen, us-konjunktur läuft fantastisch. also was hindert uns???

  • bei 7430 wird gekauft um den Markt auf 7440 "hochzujagen"?liebe Käufer,vor einer Woche gabs den Markt 5% billger,wer zu spät kommt den bestraft hoffentlich der Rückschlag

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