Börse Frankfurt: Dax beendet Hexensabbat im Minus

Börse Frankfurt
Dax beendet Hexensabbat im Minus

Heute tanzten an der Börse die Hexen. Die Gewinne aus dem frühen Handel konnte der Dax nicht behaupten, der Leitindex gab am Nachmittag kräftig nach. Neue Sorgen um Irland belasteten die Stimmung. Auch von Konjunkturseite gab es Enttäuschungen.
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HB FRANKFURT. Die sinkende Kauflaune der US-Bürger und Spekulationen über die Finanzkraft des irischen Bankensektors haben den Anlegern am Freitag die Lust auf Aktien verdorben. Der Dax schloss am Tag des großen Verfalls am Terminmarkt ("Hexensabbat") 0,6 Prozent tiefer bei 6 209 Zählern und hat damit auf Wochensicht 0,1 Prozent eingebüßt. Der europäische Stoxx50 gab am Freitag 0,5 Prozent auf 2541 Stellen nach.

Das von der Universität Michigan und von Reuters ermittelte US-Konsumklima war im September auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen. "Der Rückgang des Indikators ist zwar eher klein, aber in der aktuellen Situation dennoch misslich, da er die ohnehin bestehenden Sorgen über eine deutliche Abschwächung der US-Konjunktur noch verstärken könnte", kommentierte Postbank-Volkswirt Heinrich Bayer.

Die europäischen Aktienmärkte drehten am Mittag ins Minus, nachdem die fünfjährigen Kreditausfallversicherungen (CDS) auf irische Staatsanleihen auf ein Rekordhoch von 425 Basispunkten geklettert waren. "Das hat den Markt verunsichert, bei Irland denkt man schnell auch an Banken", sagte ein Händler. Die Regierung in Dublin dementierte jedoch Gerüchte, Irland benötige Finanzhilfe aus dem Ausland.

Europaweit gaben Finanzwerte nach, der Stoxx-Branchenindex büßte 0,9 Prozent ein. An der Börse in Dublin stürzten die Aktien von type="organisation" value="IE0000197834">Allied Irish Banks und Bank of Ireland elf beziehungsweise 5,3 Prozent ab.

"Anleger sind sich immer noch unsicher, wie viel die Rekapitalisierung des irischen Bankensektors kosten wird", sagte Nick Stamenkovic vom Brokerhaus Ria. In Frankfurt verloren die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank 1,5 beziehungsweise 1,8 Prozent. Die Titel der beiden Versicherer Allianz und Münchener Rück gehörten mit Abschlägen von bis zu 2,5 Prozent ebenfalls zu den größten Verlierern.

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  • Hexenschuss kann man behandeln.

    Aber die fatale Lage der Weltwirtschaft nicht behandelbar, da ist eine Hexenmogelei in allen Ebenen. Meine damit das Vertrauen in Aktien und Märkte sind Hexenhöllisch verspielt.
    Zuviel zugemutet werden den Aktionären. Zuviel (Hightech) Hexenfliegerei Richtung Norden dann Hexenhöllisch das Landen der Hexe auf dem besen Richtung Süden.
    Konjunktur alleine reicht nicht für das verspielte Vertrauen wieder herzustellen.
    Das wird sehr, sehr lange dauern einigermaßen zurückzufinden am bildschirm und Märkte spannend zu verfolgen.

  • Guten Tag,.... Seit ich mein eigener Haeuptling bin, kocht hier die Hexe nur den Café. ( sehr huebsche Hexe ). Aber im Ernst;.... Sie haben Recht,..... im Kaffee - Satz lese ich genau wie Sie, dass heute jede Menge los sein wird. Carmignac ( obschon belgier und Franzosen ! ? ) ist sehr gut gefuehrt, der Kerl hat schon Recht. besten Dank

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