Börse Frankfurt
Dax beendet Jahr über 9500 Punkten

Der Dax hat am letzten Handelstag des Jahres im Minus geschlossen. Dennoch war es für den Deutschen Aktienhandel ein Rekordjahr. Bleibt die Frage: Schafft der Dax 2014 die Marke von 10.000 Punkten?
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FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt hat nach der jüngsten Rekordjagd am letzten Handelstag des Jahres überwiegend nachgegeben. Der Dax schloss in der verkürzten Sitzung am Montag 0,4 Prozent tiefer bei 9552,16 Punkten, nachdem er an den zwei Vortagen noch neue Höchststände erklommen hatte. Im Jahr 2013 verzeichnete der Dax einen Zuwachs von 25,5 Prozent. Dieses Plus liegt in der 26-jährigen Index-Geschichte an zehnter Stelle. Zum Vergleich: In den Jahren 1993 und 1997 legte der Dax um jeweils rund 47 Prozent zu.
Der MDax endete am Montag mit einem Verlust von 0,3 Prozent auf 16.574 Punkte. Im Jahresvergleich kam der Leitindex mittelgroßer Unternehmen aber auf ein Plus von 39,1 Prozent. Für den TecDax ging es am Montag um 0,2 Prozent auf 1166,82 Punkte nach oben. Daraus resultierte ein Jahresgewinn von 40,9 Prozent.

„Das Vertrauen in Aktien, die gute Positionierung der Dax-Firmen und die günstige Bewertung deutscher Qualitätstitel haben ein Rekordjahr möglich gemacht“, bilanzierte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Für 2014 rechnet er mit stärkeren Schwankungen: „Die Lage ist grundsätzlich gut, die Konjunktur gibt Rückenwind, doch die Messlatte für die Aktienmärkte liegt auch nicht gerade niedrig.“
Die einzelnen Werte entwickelten sich unterschiedlich - wer fiel ab, und wer steht ganz oben? Die Gewinnerliste wird angeführt von Continental (+82 Prozent). Der Autozulieferer aus Hannover profitiert vor allem vom Megatrend Autoelektronik. Conti versteht sich als Brückenbauer zwischen automobiler Welt und IT-Industrie. Auf Rang 2 folgt die Deutsche Post (+60 Prozent). Auch dem Bonner Konzern kam die „New Economy“ zugute: Der Logistikkonzern konnte sein Geschäft dank des Booms im Online-Handel ausbauen. Daimler folgt auf dem dritten Platz (+52 Prozent). Beim Autobauer wirkten sich das überraschend schnell greifende Sparprogramm und die erweiterte Modellpalette positiv aus.

Am stärksten verkauft wurden dagegen die Aktien von K+S (-36 Prozent), der massive Preisverfall bei Kalidünger nach dem Ende des weltgrößten Kali-Kartells wirkte sich hier aus. Gesunkene Kautschukpreise drückten auf die Gewinne des Spezialchemiehersteller Lanxess (-27 Prozent). Beim Energiekonzern RWE (-15 Prozent) belastete die geringere Auslastung der Kohle- und Gaskraftwerke im Zuge der Energiewende in Deutschland.

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  • Nicht jede ist Langfristanleger.
    Und es gibt auch Leute die beides tun und daher zumindest einen Teil ihres Depots absichern.

  • Sehe ich nicht so... wir haben jede Menge Titel die keineswegs an ihrem ATH stehen, auch die Dax-Performance Betrachtung spiegelt ein ATH vor, welches gar keines ist.
    Als Langfristanleger etwas abzusichern ist sinnloses Risiko.
    Stock-picking ist (wie immer) das Gebot der Stunde. Das ist Absicherung genug (ist halt auch wie immer).

  • Seh ich auch so.

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