Börse Frankfurt
Dax beendet schwärzeste Woche seit 2008

Nach einer Woche voller Hiobsbotschaften konnten selbst positive Daten vom US-Arbeitsmarkt dem Dax nicht zum Sprung ins Plus verhelfen. Es herrscht weiterhin Ausverkaufsstimmung an den Aktienmärkten.
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FrankfurtMit einem Kurssturz von vier Prozent startete der Dax heute in den Handelstag. Am Ende verabschiedete sich der deutsche Leitindex mit einem Minus von 2,7 Prozent bei 6.236 Zählern. Dazwischen lagen zahlreiche Erholungsversuche. Trotz unerwartet guter Daten aus den USA konnte sich der Dax aber nicht in der Gewinnzone halten. Zu groß ist die Angst am Aktienmarkt. In dieser verlustreichen Woche hat der Dax insgesamt 922 Punkte verloren.

Ein Negativrekord jagt den anderen

Unter dem Strich hat der Dax mittlerweile acht Tage in Folge verloren. Laut Bloomberg ist das die längste Abwärtsbewegung seit 1993. Das Ausmaß der Verluste ist enorm: Knapp 100 Milliarden Euro haben die im Dax gelisteten Unternehmen dadurch an Börsenwert verloren. Die Verluste im EuroStoxx50 toppen diese Zahl noch. Der Börsenwert der darin enthaltenen Unternehmen fiel in den letzten zehn Tagen um rund 267 Milliarden Euro, was fast der jährlichen Wirtschaftsleistung Österreichs entspricht.

Ein wenig besser sah es heute bei den deutschen Nebenwerten aus. Auch hier kam es am Morgen zu Panikverkäufen, der MDax fiel um 5,0 Prozent, der TecDax gab zweitweise sogar 7,0 Prozent nach. Schnäppchenjäger bescherten den Indizes am Nachmittag einen längeren Ausflug in die Gewinnzone. Zu Handelsschluss notierte der MDax dann aber auch 1,0 Prozent im Minus bei 9.135 Zählern. Der TecDax ging mit Verlusten von 0,93 Prozent auf 717 Punkte aus dem Handel.

Niedrigere Arbeitslosenquote in den USA

Der amerikanische Arbeitsmarkt hatte in den vergangenen Monaten regelmäßig enttäuscht und Kursverluste an den Börsen ausgelöst. Das zumindest war heute anders: In den USA wurden im Juni 117.000 neue Stellen geschaffen. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 75.000 bis 85.000 neuen Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote sank von 9,2 auf 9,1 Prozent - kaum ausreichend, um die Angst vor einer Rezession in den USA zu bändigen. Entsprechend reichten Nachrichten weder in Deutschland noch in den USA für eine nachhaltige Kurserholung. Die US-Börsen eröffneten zwar nach den unterwartet guten Zahlen im Plus, drehten aber schnell wieder in die Verlustzone.

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax beendet schwärzeste Woche seit 2008"

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  • Wer nachsichtig in den letzten Wochen die Berichterstattung in den Medien interpretiert hat und auf seine Asset Allokation bezogen hat, ist mit einem Aktienanteil von 40 - 60 % in den Crash gegangen, eher mit 40 % und kommt mit einem blauen Auge davon.

    Wer mit einer deutlich höheren Aktienquote hineinging, dem sein Vermögen wurde arg in Mitleidenschaft gezogen.

    Irgendwann ist auch diese Krise vorbei und die Wahrscheinlichkeit im Folgejahr wie 2009 30 - 40 % Rendite mitzunehmen ist hoch.

    Oberstes Ziel muss in so einer Marktsituation der Vermögenserhalt sein, wer jetzt zuviel verliert darf nach der Krise lediglich auf eine Kompensation seiner Verluste hoffen.

    Empfehlungen:

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    WKN: A1EK0G.

    Viel Erfolg

  • Nun meckern die auch noch über das Gezeter.
    Wo es doch vollkommenabehbar wie das laufen wird.
    Und die Analysten überschlagen sich grad mit ihren Prognosen: auf dem Müll mit deren Prognosen.

  • Das hatten wir doch schon mal: Die Finanzmärkte koppeln sich von der Realität ab, Spekulationen dominieren über Investitionen, die Finanzhasardeure ruinieren erst die Realwirtschaft und werden dann als Systemrelevant gerettet.

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