Börse Frankfurt: Dax beendet seine Talfahrt

Börse Frankfurt
Dax beendet seine Talfahrt

Nach vier verlustreichen Tagen kann der Dax am Dienstag wieder Gewinne einfahren. Doch die Skepsis bleibt. Die morgen stattfindende Fed-Sitzung könnte die Karten neu mischen – und wieder für Verluste sorgen.
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FrankfurtDer Dax beendet einen wechselhaften Handelstag mit einem Plus von rund 0,6 Prozent auf 9407 Punkte und lässt damit seine mehrtägige Talfahrt hinter sich. In der zweiten Börsenliga fielen die Gewinne noch deutlicher aus. Der MDax ging mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 16.417 Zähler aus dem Handel, der TecDax schloss sogar 2,5 Prozent fester auf 1224 Punkte.

Bereits am Morgen zeichnete sich eine erfolgreicher Börsentag ab. Starke Unternehmensbilanzen schoben die Kurse an. Am frühen Nachmittag jedoch gab der Dax seine Gewinne wieder ab. Die schwache Auftragslage langlebiger US-Güter machte den Börsen zu schaffen. Entgegen der Prognosen sank die Zahl der Aufträge um 4,3 Prozent. Experten hatten mit einem Anstieg von 1,8 Prozent gerechnet.

Später kehrte dann aber mit Veröffentlichung des US-Verbrauchervertrauens die Kauflaune wieder zurück. Das Konsumbarometer kletterte im Januar um 3,2 auf 80,7 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit August 2013, wie das Conference-Board-Institut am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 5000 Haushalten mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich 78,1 Zähler erwartet.

Der Konsum macht mehr als 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung aus. Der weltgrößten Volkswirtschaft wird in diesem Jahr ein kräftiger Aufschwung zugetraut. Der Internationale Währungsfonds rechnet mit einem Wachstum von 2,8 Prozent, das sich 2015 auf drei Prozent steigern soll.

An den US-Börsen machte sich das verbesserte Verbrauchervertrauen ebenfalls bemerkbar. Nach Frankfurter Börsenschluss notierte der Dow Jones 0,3 Prozent fester.

Trotz der tendenziell positiven Kursentwicklung am heutigen Handelstag, bleibt die Lage aber angespannt. Verantwortlich für diese latente Angst ist einmal mehr die Federal Reserve. Die US-Notenbank wird morgen nämlich bekanntgeben, wie sie mit ihrer Geldpolitik weiter verfahren wird. Einige Beobachter befürchten eine vorzeitige Drosselung des Anleihekaufprogramms um weitere zehn Milliarden Dollar auf 65 Milliarden. Die Analysten der Essener Nationalbank gehen ebenfalls davon aus, dass sich die Fed von ihrem Kurs nicht abbringen lassen und das Volumen weiter reduzieren wird. Der Dollar, der in den vergangenen Jahren unter der ultralockeren US-Geldpolitik gelitten hatte, legte im Vorfeld der Sitzung zu.

Die Spekulationen sind letztlich auch für die Sorgen über den wirtschaftlichen Status der Schwellenländer verantwortlich. Allerdings ist diese Situation nicht neu. Bereits vor dem ersten „Tapering“ kulminierten die Ängste über eine hohe Drosselung des Anleihekaufprogramms und mündeten in einem Kapitalabzug aus den Schwellenländern. Nach Bekanntgabe der weniger starken Reduzierung des Kaufprogramms der Fed – Analysten hatten mit 15 Milliarden Dollar gerechnet – floss ein Großteil des abgezogenen Kapitals allerdings wieder in die Schwellenländer zurück. Ein derartiges Szenario ist auch jetzt möglich.

Denn sollte sich die Fed unter noch Fed-Chef Ben Bernanke dazu entschließen, das Anleihekaufprogramm in den folgenden Monaten weniger stark als befürchtet oder sogar gar nicht zu reduzieren, dürften Rücktransaktionen folgen und in den vergangenen Tagen zurückgehaltenes Geld wieder den Weg zurück an die Börsen finden.

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  • Wenn die Anleihen als hold-to-maturity in den Büchern stehen, passiert mit den Anleihen erst mal nichts.
    Wenn die Anleihen als available-for-sale ohne Währungshedge in den Büchern stehen, fliegen sie ratz-fatz raus.

  • Nehmen wir mal an,
    Investoren wie Allianz, Deutsche Bank haben in Anleihen der
    Türkei investiert,
    der Devisenkurs des Lira fällt nun leider sehr stark, weil
    die Zinsen in USA steigen.
    Was ist mit den Anleihen ?

  • der Schwanz wedelt mit dem Hund...

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