Börse Frankfurt
Dax beendet turbulenten Handelstag im Plus

Bis zum Nachmittag passierte wenig, danach überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst katapultieren US-Zahlen den Dax ins Plus, später machten Kriegsängste wieder die Runde. Am Ende konnte der Dax dennoch zulegen.
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Die Woche endete mit einem turbulenten letzten Handelstag. Schwach gestartet, pendelte der Dax bis zum Nachmittag um seinen Vortagsschlusskurs. Dann aber ging es richtig los. Erst sorgten schwache US-Arbeitsmarktdaten für steigende Kurse – der Dax erreichte eine Tageshoch bei 8296 Punkte – später ließ eine Meldung der Nachrichtenagentur „Bloomberg“, nach der Russlands Präsident Putin Syrien auch im Konfliktfall mit den USA weiterhin militärisch unterstützen werde, für fast schon panische Verkäufe.

Auf die Frage, ob Russland dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad auch im Falle eines amerikanischen Angriffs beistehen werde, sagte Putin, Russland werde seine derzeitige Unterstützung beibehalten. Bei dem Treffen hatte es keinerlei Annäherung im Streit um Syrien gegeben. US-Präsident Barack Obama ist zu einem Angriff auf Syrien entschlossen, Putin lehnt dies strikt ab.

Der Dax gab sein Plus genauso schnell wieder ab, wie er es sich erarbeitet hat. Sein Tagestief markierte der Leitindex bei einem Kurs von 8174 Punkten. Erst kurz vor Börsenschluss zogen die Käufe wieder an. Am Ende reichte es immerhin für ein Plus von 0,5 Prozent auf 8276 Punkte. In der zweiten Reihe sah es etwas schlechter aus. Der MDax schloss 0,2 Prozent tiefer auf 14.588 Punkte. Der TecDax musste sogar ein Minus von 0,6 Prozent auf 1044 Zähler hinnehmen.

In USA reagierten die Börsen ähnlich. Stark gestartet, gaben sie ihre Gewinne schnell wieder ab, um nach Frankfurter Börsenschluss wieder ins Plus zu steigen. Der Dow Jones lag 0,2 Prozent im Plus auf 14.962 Punkte.

Auch wenn das Syrien-Problem kurzfristig für starke Verwerfungen an den Börsen gesorgt hat – das Anleihekaufprogramm der Fed bleibt langfristig das beherrschende Thema an den Aktienmärkten. So dürften die US-Arbeitsmarktzahlen in den kommenden Tagen immer noch ihre Wirkung auf die Märkte entfalten. Denn nun kann man nicht mehr ultimativ von einer Drosselung im September ausgehen. Auch unter den Experten herrscht Uneinigkeit.

„Die Zahlen sind nicht so überzeugend wie erwartet und so dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bei der nächsten Sitzung den Rückzug aus QE3 beschließt wohl etwas schrumpfen“, kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Landesbank Hessen-Thüringen, die Zahlen. Trotzdem geht er davon aus, dass die Notenbank eine Drosselung bereits um September anpeilt.

Douglas C. Borthwick, Managing Director bei Chapdeline Foreign Exchange in New York, hingegen hält eine Verringerung der Anleihekäufe im September für erledigt. In seinen Augen stellt die Abwärtsrevision im Juli um 58.000 Stellen das größte Problem dar. Mit dem „Tapering“ sei seiner Meinung nach erst im November zu rechnen.

Wie sich die US-Notenbank entscheiden wird, könnte sich Mitte des Monats herausstellen. Dann trifft sich der Offenmarktausschuss, um sich über den US-Leitzins und das Anleihekaufprogramm zu beraten.

Auf den Devisen- und Rohstoffmärkten sorgten die schwachen US-Arbeitsmarktdaten ebenfalls für Bewegung. Im Vergleich zum Dollar stieg der Euro auf ein Tageshoch von 1,3180 Dollar. Zuletzt notierte der Euro bei einem Kurs von 1,3166, was ein Plus von 0,4 Prozent bedeutete.

Auch Gold erlebte einen Run. Genau zum Veröffentlichungszeitpunkt verteuerte sich die Feinunze Gold um 1,5 Prozent auf 1387 Dollar. Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent stieg um 0,8 Prozent auf 116,67 Dollar. Die Neuigkeiten zum Syrien-Problem haben die Käufe zusätzlich angeheizt.

Auf dem Anleihemarkt zog der Bund-Future deutlich an. Nach Börsenschluss notierte er 0,7 Prozent fester auf 137,62 Euro. Die Anleger gehen demnach davon aus, dass die langfristigen Renditen der Bundesanleihen sinken werden. Heute notierten die Zinsen für zehnjährige Bundeswertpapiere wieder unter zwei Prozent bei 1,95 Prozent.

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  • ................das ganze Schreiben in diesem Kanal, hat einen gewissen Reiz. Ich glaube sogar, einen sehr großen Reiz.
    Zum ersten Mal kann Er und Sie anonym seine Duftnote abgeben, ohne Identifikation. Eine tolle Sache die man dem HB doch mal mit einem Dankeschön quittieren sollte. Also kann Otto und Erna mal so richtig aus sich herausgehen und auch mal Journalist spielen. Nur was da geschrieben wird, entbehrt jeder qualitativen Grundlage. Bedeutet, die Kommentare derer nicht so ernst zu nehmen, und niemals als Orientierung verwenden. Wird dieser Aspekt beherzigt, kann nichts schief laufen. Also viel Imponiergehabe, Quacksalberei und auf den Putz hauen, weil er und sie gerade was vom Partner in der ehelichen Auseinandersetzung was auf die Mütze bekommen hat, und beide Gruppen sich versuchen hier abzureagieren. Ja, so
    ist es. Also alles hier nicht ernst nehmen? Ja, so ist es. Toleranz den Tönenden und in Wirklichkeit Schwachen hier in diesem Kanal entgegen zu bringen? Ja, so ist es.
    Also alles eine spielerische Spaßvorstellung hier? Ja, so ist es. Die überwiegend Schwachen hier, sich austoben lassen? Ja, so ist es. Kino, Kirmes, Spielhölle alles in einem Portal, ist schon was, nicht wahr? Darum weiter machen, damit die Psyche sich wieder stabilisieren kann? Ja, das ist gut so. Also kein Poltern und Staunen, wenn etwas nicht schmeckt, einfach lassen, die Armen brauchen Unterstützung, sonst gehen noch weitere Ehen und Verbindungen in die Brüche. Großzügig sein und alles Geschreibsel nicht für bare Münze nehmen, das ist das Rezept für diese Kanäle, wo auch dieser zu gehört. Und darum wünsche ich den Kandidaten weiterhin den Mut aufzubringen, und sich von der Leber zu schreiben. Ich im Besonderen und auch andere nehmen das Ganze hier nicht so ernst. Schönen Sonntag und eine gute und gesunde kommende Woche, da wünsche ich Ihnen ...........




    So ist davon auszugehen, daß einigen Typen

  • Da ist man ein paar Stunden off, die Märkte spielen ein wenig Jojo, und schon ist wieder alles da: Böse Banken mit Limithunting, um die braven Klein"anleger" zu rasieren, Atomkriegsphantasten und die üblichen anonymen Frustrierten, die ohne Familie und Freunde vor dem Rechner hängen und Dünnpfiff absondern. Aber wenn´s hilft...

  • Danke,Danke lieber Putin
    War ja sonst zum Einschlafen hier.
    Hatte mich bei 8300 glatt gestellt,vor dem Wochenende wohl besser,hatte schon gedacht das wars,dann Abstauberlimit rein,bereite Grill vor, schaue auf P&L
    und kann es nicht fassen das ich noch mal dabei bin, und 17:30Uhr wieder glatt.
    Allen schönes Wochenende, jetzt BBQ und dazu einen Wodka
    auf Putin

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