Börse Frankfurt
Dax beendet turbulenten Handelstag mit leichtem Plus

Der Dax wurde am Vormittag durch schlechte Auftragszahlen der deutschen Industrie geschwächt. Am Nachmittag zog er jedoch wieder an und konnte zu Handelsschluss leicht ins Plus wandern.
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Frankfurt/DüsseldorfEin überraschend starkes Auftragsminus der deutschen Industrie im März drückte am Vormittag die Kurse. Die Firmen hatten vier Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat erhalten. Analysten hatten mit einem leichten Plus gerechnet. Erstmals dürfte in die Auftragsdaten auch die Japan-Krise mit Erbeben, Flutwelle und Atom-Katastrophe eingeflossen sein. Firmen könnten demnach kurzfristig Großaufträge storniert haben, sagte Thilo Heidrich von der Postbank.

Zusätzlich schwächten Europas Währungshüter zur Mittagszeit den deutschen Aktienmarkt durch eine Zinspause. Wie erwartet blieb der Leitzins im Euro-Raum vorerst bei 1,25 Prozent - trotz der anziehenden Inflation. Der Dax drehte darauf bis zu 1,1 Prozent ins Minus. In der zweiten Reihe kam es ebenfalls zu Verlusten. Der MDax verlor zeitweise 0,9 Prozent. Am Nachmittag lag der deutsche Leitindex aber dann, unter anderem beflügelt von einem rasanten Anstieg der Adidaspapiere, bei einem Kurs von 7.385 Punkten und einem Plus von 0,12 Prozent, knapp über Vortagsniveau. Der Dax konnte dieses Plus bis nach Handelsschluss verwalten und schloss bei 7.376 Punkten 0,04 Prozent leicht im Plus.

Schönheitskur lässt Beiersdorf noch nicht erstrahlen

Die Schönheitsoperation bei Beiersdorf hat zwar weniger gekostet als erwartet, aber der Erfolg ist noch nicht sichtbar. Wegen der Straffung des Sortiments und höheren Werbeausgaben sank der Betriebsgewinn zu Jahresbeginn um 13 Prozent auf 162 Millionen Euro, wie der Kosmetikkonzern am Donnerstag bekanntgab. Branchenexperten hatten aber mit einem sehr viel schärferen Rückgang des Ergebnisses gerechnet. „Wir sind weiter sehr skeptisch, ob es Beiersdorf gelingen kann, Marktanteile zurückzugewinnen“, resümierte DZ-Bank-Analyst Arne Rautenberg die Quartalszahlen. Die Aktien des Nivea-Konzerns konnten am Nachmittag ein leichtes Plus verzeichnen, zu Handelsschluss verloren die Aktien des Konsumgüterkonzerns aber dann knapp 0,1 Prozent auf 43,86 Euro.

Auf der Verliererseite standen nach einer freundlichen Eröffnung auch die Aktien von HeidelbergCement. Mit einem Abschlag von 2,5 Prozent auf 49,07 Euro ging der Bausstoffkonzern aus dem Handel. Händler begründeten die Trendwende mit der Sorge um die gesamte Branchenkonjunktur. Der französische Konkurrent Lafarge hatte seine Prognose für die weltweite Nachfrage gesenkt.

Allianz wurde heute mit einem Dividendenabschlag gehandelt und musste stark nachgeben. Mit Minus 4,1 Prozent auf 100,45 Euro war der Versicherer größter Dax-Verlierer am heutigen Handelstag.

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  • Mal schauen ob heute die EZB uns zeigt wo der Hammer hängt. Ich könnte mir gut vorstellen, daß der deutsche Michel nicht nur die Bürgschaften tragen muß, sondern über Sonderzinsen die er jetzt schon bei seiner Hausbank zahlt, die anderen kriegen ja den günstigen Krisenzins, das ganze auch direkt finanziert. Aber natürlich um tausend Ecken.

    Aber hiermit dann offiziell !!!

    Anschließend wird es heißen, euch kostet es doch nichts, es sind ja nur Bürgschaften. Und demnächst muß er schauen ob er seinen Arbeitsplatz behalten darf. Seit dem 1. Mai ist die Konkurenz ja größer geworden.

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