Börse Frankfurt
Dax beendet Woche der Rekorde über 9400 Punkten

Der Dax schien eingeschlafen, so wenig bewegten sich die Kurse in Frankfurt. Dann endlich, mit dem Wall-Street-Auftakt, kamen die erhofften Impulse und der Leitindex markierte ein neues Allzeithoch.
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FrankfurtJetzt hat er es doch geschafft. Nachdem der Dax gestern noch an der 9400er Marke gescheitert war, half ihm die stark gestartete Wall Street nach über weite Strecken trägem Freitagshandel nun doch über die nächste Hürde. Der deutsche Leitindex schloss bei 9405 Punkten, was ein Plus von 0,2 Prozent bedeutete.

Damit legte er über Wochensicht um 2,1 Prozent zu und beendete so die vierte Woche in Folge im Plus. Sein neues Rekordhoch von 9424 Punkten markierte er am frühen Abend. Kurz vor Handelsschluss drückten Gewinnmitnahmen die Deutsche Benchmark noch um einige Punkte.

Auch in der zweiten Reihe bauten die Indizes ihre hohen Stände vom Vortag weiter aus: Der MDax notierte 0,3 Prozent fester bei 16.332 Punkte, der TecDax zählte mit 1154 Punkten ein zartes Plus von 0,3 Prozent.

Allen schlechten - oder viel mehr - allen fehlenden Vorgaben zum Trotz, hielt sich der Dax im heutigen Freitagshandel seit dem Morgen in Lauerstellung. In Japan dominierten Gewinnmitnahmen die Kurse, nachdem der Nikkei ein Langzeithoch markierte. Außerdem blieben am gestrigen Donnerstag die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen, so dass von der Wall Street keine Impulse kamen für den europäischen Handel.

Die Anleger zeigten sich davon aber unbeeindruckt und der Dax hielt sich oberhalb seines gestrigen Schlusskursrekordes von 9383 Punkten. An der nächsten runden Marke von 9400 Punkten war er gestern gescheitert, blieb heute aber auf Schlagdistanz. Doch weiter rauf ging es für die deutsche Benchmark bis dato auch nicht.

Generell verlief der Handel bis zum Nachmittag impulslos, zuweilen sprachen Händler gar vom "eingeschlafenen" Dax. Die Handelsspanne betrug gerade einmal 20 Punkte.

Das überraschende Umsatzminus der am Morgen veröffentlichten Zahlen der deutschen Einzelhändler sorgte am deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss für Ernüchterung. „Die Einzelhandelsdaten schüren Sorgen vor einem etwas schleppenden Weihnachtsgeschäft“, sagte Markus Huber, Händler beim Brokerhaus Peregrine & Black. Die Umsätze sanken im Oktober um 0,4 Prozent zum Vormonat und damit bereits zum zweiten Mal in Folge. Der Dax gab nicht groß nach, wohl aber bremste ihn dies aus.

Weitere große Kurstreiber standen heute nicht auf der Agenda, denn neue Daten waren Mangelware. In Tokio wurden Zahlen zum Arbeitsmarkt und zur Industrieproduktion im Oktober vorgelegt, die positiv ausgefallen sind. An den US-Börsen wird wegen Thanksgiving am Vortag kürzer gehandelt. Die Europäische Statistikbehörde Eurostat gab zum einen bekannt, dass sie Arbeitslosenzahl europaweit leicht zurückgegangen ist.

Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone fiel im Oktober auf 12,1 %. Im Vormonat hatte sie bei 12,2 % gelegen. Damit stieg die Zahl der Beschäftigten in der Währungsunion das erste Mal seit 2011. Im Bereich der 28 EU-Mitglieder ist die Quote im Berichtsmonat unverändert bei 10,9 % geblieben. Außerdem schätzten die Statistiker die Inflation im November vorläufig auf 0,9 Prozent nach 0,8 Prozent im Oktober.

„Die Stimmung an der deutschen Börse ist so gut, dass selbst kleinste Rücksetzer als neue Kaufgelegenheit angesehen würden“, kommentierte Marktstratege Gregor Kuhn vom Broker IG. Gestützt hätten nicht nur Konjunkturdaten aus der Eurozone, sondern auch weiterhin die erfolgreich abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD.

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  • Ist ja immer so. War 2000 so, War 2007 so und wird jetzt auch wieder kommen.

    Aber man sieht ja, was für Leute hier so posten. Es geht UP!!!. Da werde ich immer ganz vorsichtig. Insbesondere, wenn mir das jemand erzählt, nachdem wir ein extrem gutes Börsenjahr hatten und nachdem der DAX schon seit etlichen Wochen keinen ordentlichen Zwischenstop mehr eingelegt hat.

    Jeder der sich mit Märkten beschäftigt sollte wissen, dass ein langfristiger Aufwärtstrend immer starke Steigungen und wieder Rücksetzer hat. Das ist normal. Und der DAX hatte das nun schon länger nicht mehr.

  • Das war der DB-X Tracker ETF, oder?

    Ob da jemand die Deutsche Bank nicht mochte? Hat der nich von seinen 7Mrd 5Mrd verloren?

  • Passt ins Bild.
    Man rennt weiter blind in den DAX, obwohl der den DOW & Co. schon ausreichend outperformed hat.
    Der DOW kletterte eher vorsichtig und bleibt möglicherweise an der 16.1k hängen, aber der DAX ist halt was Besseres ... na, hoffentlich gibt's nicht allzu bald ein böses Erwachen.

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