Börse Frankfurt
Dax beendet Woche in Gewinnzone

Mit einem leichten Plus geht der Dax ins Wochenende. Auf Wochensicht gewinnt der deutsche Leitindex ordentlich dazu. Gute Konjunkturdaten überlagern Ängste wegen Japan. Der Schlussbericht.
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FrankfurtDer Optimismus des US-Softwarekonzerns Oracle hat am Freitag die Verunsicherung wegen der Atomkatastrophe in Japan überlagert. Die Kursgewinne bei US-Technologiewerten stützten die europäischen Aktienmärkte: Der Dax ging 0,2 Prozent höher bei 6946 Zählern aus dem Handel und hat damit auf Wochensicht gut vier Prozent gewonnen. Der EuroStoxx50 für die Euro-Zone lag 0,2 Prozent höher bei 2915 Zählern. Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 80,8 (Donnerstag: 103) Millionen Aktien. Der Umsatz sank auf 2,7 (3,3) Milliarden Euro.

Die brummenden Geschäfte des weltweit drittgrößten Software-Konzerns Oracle befeuerten laut Händlern Hoffnungen auf einen weltweiten Boom der Informationstechnologie. Der Erzrivale der deutschen SAP vermeldete kräftige Wachstumsraten bei Gewinn und Umsatz. Seine Aktien gewannen 3,5 Prozent, der technologielastige Nasdaq-Composite lag bei Handelsschluss in Europa 0,9 Prozent im Plus. „Der Erfolg von Oracle basiert wohl auf einer steigenden Nachfrage am Markt und nicht darauf, dass man der Konkurrenz Geschäft abgenommen hat“, sagte ein Händler. Dies zog die SAP-Aktien nach oben. Sie gehörten mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 42,95 Euro zu den Dax-Spitzenreitern. Zusätzlichen Rückenwind bekamen die SAP-Titel auch von einer Heraufstufung durch HSBC auf „Overweight“ von „Neutral“.

Händlern zufolge stützten auch US-Konjunkturdaten und der deutsche Ifo-Index die Aktienmärkte. Das Bruttoinlandprodukt in den USA wuchs im vierten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 3,1 Prozent und erholte sich damit 2010 etwas stärker als erwartet. Der wichtigste deutsche Konjunkturindikator, der Ifo-Index, schürte die Erwartung, dass die größte europäische Volkswirtschaft trotz der Atomkatastrophe in Japan auf Wachstumskurs bleibt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland war im März erstmals seit einem Jahr gefallen. Allerdings fiel der Rückgang auf 111,1 von 111,3 Punkte geringer aus als Experten erwartet hatten. Der Index stagniere auf einem sehr hohen Niveau, kommentierte Volkswirtin Ulrike Rondorf von der Commerzbank. Das zeige, dass der Aufschwung in Deutschland weitergehe.

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  • Die börsen werden doch nur durch das in den Märkt gedrückte Spielgeld oben gehalten-die Politik der Zentralbanken ist eine direkte subvention für wall street und Dax. Ein drastischer einbruch ist vorprogrammiert.Die frage ist nur, wann dieser kommt.

  • Liebe Kleinanleger,
    bitte lasst euch vom Handelsblatt nicht irreführen. Meidet Aktien. Das was hier passiert ist nichts weiter als ein Short Squeeze.
    Das große Geld wurde von Japan peinlich überrascht.
    Dass der DAX schon bei 7400 stand, spielt keine Rolle. Dieses Niveau wird er nicht mehr sehen. Haltet euer Geld zusammen auf dem Tagesgeldkonto. Wartet die EZB Leitzinserhöhung ab und die Erfolgsmeldung aus Japan.
    Der Mensch relativiert gerne, aber in Japan gibt es bislang keine Erfolgsmeldungen.
    Erfolg wird sein, wenn Tepco einen Sarkophag über die Anlage gebaut hat. Vielleicht in einem halben Jahr...
    ... und nicht vergessen: sell in may and go away.

  • „Trotz aller Sorgen wagten sich die „Anleger“? gestern aus der Deckung“

    In den letzten 2 Jahren erhielten Europas Zocker fast zinslos von der EZB 4589 Milliarden €. Geld in unbegrenzter Menge, ohne irgendwelche Sicherheiten.

    Die Bankster verzockten diese Steuergelder schon wieder an den Börsen und im Eigenhandel. Jeden Tag werden neue Milliarden an Steuergeldern benötigt, um die Aktienkurse oben halten zu können.

    In weiser Voraussicht haben sich Privatinvestoren schon längst von der "Börse" verabschiedet. Die Börse ist zum Zockerparadies verkommen. Hat mit der ursprünglichen Idee nichts mehr gemein.

    Durch die fiktiven Kursgewinne, die durch die Steuermilliarden ermöglicht wurden, haben die Bankster schon wieder Milliardengewinne in den Büchern und können so den großen Max markieren, mit standesgemäßen Gehältern und Boni aus Steuermitteln, versteht sich.

    Wer dieses perfide und kriminelle Spiel immer noch nicht durchschaut hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Der Dax gewann gestern 1,9%!! Wie viele Milliarden kostete dies den Steuerzahler?

    So bald die Zentralbanken anfangen, einen Bruchteil der Billionen von den Bankstern zurückzufordern, oder auch nur die Zinsen anheben, dann kracht das Kartenhaus Börse wie Staub in der Wüste in sich zusammen.

    Noch ist dafür Zeit, sein Vermögen günstig und sicher in Edelmetalle und Rohstoffe umzuschichten.

    Der großer Crash, der den von 1929 weit in den Schatten stellt, ist nicht mehr weit. Wir befinden uns in der größten Finanzblase aller Zeiten.

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