Börse Frankfurt
Dax beginnt die neue Woche mit Verlusten

Trotz guter Konjunkturaussichten haben es die Anleger am Montag ruhiger angehen lassen. Nach anfänglichen Gewinnen unterbrach der Dax seinen Kurs Richtung Allzeithoch. Dennoch spricht einiges für eine gute Börsenwoche.
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FrankfurtBevor in den kommenden Tagen die Berichtssaison noch mal auf Hochtouren läuft, hat der Dax zum Wochenstart keine klare Richtung gefunden. Nachdem er sich vormittags noch freundlich präsentierte, gab er bis Börsenschluss 0,1 Prozent auf 8.383 Punkte nach. Der MDax zog derweil um 0,3 Prozent an auf 14.652 Punkte, der TecDax stieg um 0,7 Prozent auf 1.009 Zähler. Europaweit verlief der Wochenauftakt ähnlich wie beim Dax. Der Leitindex EuroStoxx 50 notierte 0,06 Prozent schwächer bei 2.809 Stellen.

Börsianer waren aber zuversichtlich, dass die Aktienindizes schon bald wieder ihre Rekordjagd aufnehmen werden. Der Dax ist nur noch rund 170 Zähler von seinem Allzeithoch von 8.557 Punkten entfernt, dass er am 22. Mai erreicht hatte. Die Anleger stützen ihren Optimismus darauf, dass vor allem die US-Notenbank ihre lockere Geldpolitik nicht so bald straffen wird.

„Nach den zuletzt eher schwachen Arbeitsmarktdaten bezweifeln viele Investoren, dass die Fed bereits im September ihre milliardenschweren Anleihenkäufe zurückfährt“, erläutert Michael Hewson, Analyst bei CMC Markets, in einem Kommentar. Die Notenbank macht eine Drosselung der Käufe vor allem von einer nachhaltigen Verbesserung des US-Arbeitsmarkts abhängig.

Eine stabilisierende Wirkung schrieben Börsianer den Einkaufsmanagerindizes der Eurozone zu. So hat sich sie wirtschaftliche Lage im Euroraum im Juli etwas stärker als zunächst ermittelt verbessert. Der Einkaufsmanagerindex stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Punkte auf 50,5 Punkte. Das ist der höchste Stand seit August 2011. Der Indikator signalisiert damit wieder eine wirtschaftliche Belebung.

Gewinner im Dax waren am Montag die Aktien der Deutschen Börsen mit einem Plus von 3,4 Prozent.

Auf der Verliererseite standen einmal mehr K+S: Den Titeln des Salz- und Düngemittelkonzerns macht bereits seit Tagen die Aussicht auf deutlich niedrigere Kalipreise zu schaffen. Zu Wochenbeginn ging es 7,45 Prozent abwärts, seit vergangenen Montag haben K+S mehr als 30 Prozent an Wert eingebüßt. Den Titeln setzten weitere Kurszielsenkungen von Analysten sowie die Nachricht des weißrussische Konkurrenten Belaruskali zu, künftig mit dem Unternehmen Muntadschat aus Katar bis zu drei Millionen Tonnen Kali pro Jahr zu verkaufen. Für RWE-Anteilsscheine ging es um mehr als zwei Prozent abwärts. Vor den Quartalszahlen bleiben Analysten skeptisch.

Da Unternehmensmeldungen eher Mangelware waren, sorgten Analystenkommentare für zum Teil deutliche Kursbewegungen. Den TecDax führten die Aktien von Xing nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank mit einem Plus von 8,85 Prozent an. Das verbesserte Produktportfolio sei auf starkes Wachstum ausgerichtet, hieß es in dem Kommentar. Die Analysten stuften die Aktien hoch auf „Buy“ von „Hold“ und erhöhten das Kursziel auf 73 von 50 Euro. Xing hat in diesem Jahr bereits mehr als 23 Prozent an Wert gewonnen. Das Unternehmen legt am Dienstag seine Quartalszahlen vor.

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Analysten bleiben bei RWE skeptisch

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  • Wo wir gerade bei Schnäppchen sind...

    Barrick Gold (WKN 870450) - auch nett. Auf dem 1993er Kursniveau - wo stand der Goldpreis da gleich?

  • Na dann: Viel Glück mit k+s

  • Was ist mit Metro nach dem Dax-Abstieg passiert? Läuft besser denn je.

    Ist für mich kein Argument gegen K+S.

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