Börse Frankfurt
Dax beginnt die Woche im Plus

Der deutsche Aktienindex ist mit leichten Gewinnen in die Woche gestartet. Vor allem die Erholung der Finanzwerte stützte Europas Börsen am Montag. Die 9700 Punkte konnte der Dax dennoch nicht halten.

FrankfurtVor Beginn der US-Bilanzsaison haben Europas Anleger am Montag etwas Mut gefasst. Der Dax stieg um 0,6 Prozent auf 9682,99 Punkte, der EuroStoxx50 legte ebenfalls etwa 0,5 Prozent zu. Allerdings empfanden viele Börsianer den Anstieg als wenig nachhaltig. Die Umsätze seien gering, die Anleger vor Beginn der US-Bilanzsaison zwischen Bangen und Hoffen hin- und hergerissen. „Die Vorzeichen könnten nicht schlechter sein“, sagte CMC-Markets-Analyst Andreas Paciorek. Das biete aber zugleich die Chance für positive Überraschungen.

Nach Handelsschluss in New York wurden die Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa erwartet, der zwar nicht mehr im Dow-Jones-Index vertreten ist, aber weiterhin den Startschuss für den Reigen der Firmenbilanzen gibt. Alcoa legten in New York bis zum Handelsschluss in Europa 3,2 Prozent zu. Ab Mitte der Woche stehen die Bilanzen von US-Großbanken wie JPMorgan (Mittwoch) und Citigroup (Freitag) an.

Auch an der Wall Street überwogen die Plus-Zeichen. Zum europäischen Handelsschluss notierten der Dow-Jones - und der S&P500 -Index 0,2 und 0,1 Prozent höher. Dazu trug vor allem der relativ schwache Dollar bei. Er fiel zum Yen bis auf 107,64 Yen. Das war der niedrigste Stand seit Oktober 2014. Im Verlauf erholte er sich aber etwas.

Doch auch zum Euro ließ der Dollar Federn: Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweise zwar auf 1,1374 Dollar, was am europäischen Aktienmarkt für Erleichterung sorgte. Denn ein schwacher Euro kommt vor allem den exportorientierten Firmen zu Gute, deren Waren wechselkursbedingt dadurch günstiger werden. Doch am Nachmittag zog er wieder über 1,14 Dollar an. Das bremste die Aktien in Europa etwas.

Unterstützung bekamen die Börsen vom Ölmarkt, wo die Preise deutlich anstiegen: Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 43,06 Dollar je Barrel (159 Liter) 2,7 Prozent mehr als am Freitag und damit so viel wie seit Anfang Dezember nicht mehr. Viele Anleger setzten darauf, dass sich die Ölförderer am nächsten Sonntag auf eine Deckelung der Produktion einigten.

Auffällig war zudem der Anstieg der Krisenwährung Gold. Eine Feinunze verteuerte sich um 1,4 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 1258,70 Dollar. Händler führten dies auf den höheren Dollar zurück, der das in Dollar gehandelte Gold für internationale Anleger attraktiver macht.

Zu den größten Gewinnern im EuroStoxx gehörten einige Bankenwerte. Die italienischen Unicredit und Intesa SanPaolo stiegen je um rund zwei Prozent. Im Schlepptau legten im Dax die Titel der Commerzbank 3,2 Prozent. Deutsche Bank schlossen fast unverändert. Insidern zufolge wollten Vertreter der Banken mit dem Finanzministerium und der Notenbank über einen staatlichen Fonds beraten, der notleidende Kredite der Geldhäuser aufkaufen soll.

Wenig überzeugend fanden die Anleger die Zwischenbilanz von SAP : Europas größter Softwarekonzern hatte im ersten Quartal Betriebsgewinn und Umsatz zwar gesteigert, die Erwartungen aber verfehlt. Die Titel schlossen mit 67,42 Euro 0,1 Prozent im Minus.

In New York zogen Yahoo -Aktien um 1,3 Prozent an. Der Mutterkonzern der britischen Zeitung „Daily Mail“ erwägt nach eigenen Angaben den Kauf des Suchmaschinen- und Email-Geschäfts von Yahoo und spricht darüber mit mehreren potenziellen Partnern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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