Börse Frankfurt

Dax startet nach US-Daten durch

Der Dax beendet die Woche mit einem moderaten Plus. Angeschoben wurde er von guten US-Daten. Allerdings hielt sich die Beteiligung der Anleger am Börsengeschehen in Grenzen. Vor den US-Wahlen bleiben viele in Deckung.
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Dax legt im Wochenverlauf ordentlich zu - T-Aktie gebeutelt

FrankfurtDer Dax beendet die Handelswoche leicht im Plus. Unterstützung erhielt er heute aus den USA. Dort fiel Arbeitsmarktbericht besser aus, als die Experten im Vorfeld errechnet hatten. Am Ende notierte der Deutsche Aktienindex 0,4 Prozent fester auf 7.364 Punkte. Die zweite Reihe schloss kaum verändert. Der MDax sowie der TecDax gingen mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 11.617 Punkte beziehungsweise 808 Punkte aus dem Handel.

Im Oktober wurden in den USA 171.000 neue Stellen geschaffen. Experten gingen nur von 125.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen. Allerdings stieg die Arbeitslosenquote von 7,8 auf 7,9 Prozent. Dennoch kann man von erfreulichen Daten sprechen, die im Rennen um die US-Präsidentschaft Amtsinhaber Barack Obama sehr gelegen kommen dürften.

"Der Arbeitsmarkt macht kleine Schritte nach vorn, " sagte Scott Anderson, Chefökonom der Bank of West in San Francisco, "Der Fakt, dass die Konsumenten wieder mehr ausgeben ist eine wichtige Unterstützung. Die Binnennachfrage hat ein großes Gewicht und deswegen können erhöhte Ausgaben neue Jobs schaffen."

Gold erhielt durch den überraschend starken Stellenaufbau in den USA einen Dämpfer. Am Abend kostete eine Feinunze Gold 1.680 Dollar und damit zwei Prozent weniger. Investoren zogen sich angesichts der verbesserten Konjunkturaussichten aus dem "sicheren Hafen" Gold zurück und steckten ihr Geld in vermeintlich renditeträchtigere Anlagen wie Aktien.

Negative Impulse für die Aktienmärkte kamen indes aus Europa. Sowohl der Einkaufsmanager der deutschen Industrie als auch der der Euro-Zone sanken im Oktober. Grund für die Entwicklung war die Nachfrageschwäche im In- und Ausland. "Die Talfahrt der Euro-Zonen-Industrie hat sich zu Beginn des vierten Quartals 2012 wieder beschleunigt - das ist eine herbe Enttäuschung", sagte Markit-Ökonom Rob Dobson. Besonders die schwache Nachfrage aus Südeuropa und die geringen Investitionen in Asien belasten die Industrie in der Euro-Zone sowie die exportabhängig deutsche Ökonomie. Die Unternehmen strichen deshalb Stellen. Der Arbeitsplatzabbau war der zweitstärkste seit Januar 2010.

Euro-Krise jagt Deutschen Angst ein
huGO-BildID: 12294855 Ein Boersenmakler arbeitet am Donnerstag, 16. Oktober 2008, an der Boerse in Frankfurt am Main. Die Angst vor einer Rezession h
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Eine Studie zeigt jetzt aufs Neue, dass die Angelsachsen mit der „German Angst“ grundsätzlich nicht falsch liegen: Auch 2012 wird in der Bundesrepublik wie eh und je gefürchtet. Anders als die Definition der „German Angst“ jedoch impliziert, sind es dabei aber keineswegs diffuse Ängste, die die Deutschen umtreibt. In der am Donnerstag veröffentlichten R+V-Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“ erreichen in diesem Jahr ausschließlich wirtschaftlich-politische Sorgen Spitzenwerte.

huGO-BildID: 12233878 Ein Aktienhaendler ist am Freitag, 10. Oktober 2008, an der Boerse in Frankfurt am Main zu sehen. Die Angst vor einer weltweite
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Schuldenkrise

Fast drei Viertel aller Deutschen sind sich einig: Die Schuldenkrise einiger EU-Mitgliedsstaaten, wie Griechenland, Portugal, Spanien und Italien, sowie die Auswirkungen des Schuldenkrisenmanagements für den deutschen Steuerzahler bereiten die größten Sorgen. Mit 73 Prozent erreicht diese Angst den zweithöchsten Wert, der jemals in der Ängste-Studie gemessen wurde (2011: 70 Prozent).

Containerschiffe im Hamburger Hafen
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Konjunktureinbruch

Gleichzeitig liegt die Sorge vor einem Konjunktureinbruch gegenüber dem Vorjahr um vier Punkte höher: Sie kletterte von 48 auf 52 Prozent. „Die Sorgen der Mehrheit der Befragten sind verständlich“, so Professor Manfred Schmidt, Professor der Politikwissenschaften an der Universität Heidelberg: „Deutschlands Wirtschaft wächst langsamer als zuvor.“ Viele befürchteten, dass Europas Schuldenkrise Deutschlands Steuerzahler teuer zu stehen komme, so Schmidt.

Deutschland droht Verlust des Spitzenratings
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Euro-Zusammenbruch

Zudem befürchten 2012 zwei Drittel aller Deutschen (65 Prozent), dass der Euro durch die Schuldenkrise gefährdet ist. Diese Angst ist gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozentpunkte gestiegen.

EU-Flagge
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Entscheidungen aus Brüssel

Darüber hinaus grassiert bei den Deutschen auch die Furcht vor politischem Missmanagement in Brüssel. 60 Prozent aller Befragten sehen die Finanz- und Wirtschaftskraft Deutschlands durch Beschlüsse der Europäischen Union gefährdet.

Geldscheine
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Steigende Lebenshaltungskosten

Die Studie wird seit mehr als 20 Jahren im Auftrag der R+V-Versicherung erstellt, rund 2.500 Bürger werden dafür jedes Jahr nach ihren größten Ängsten befragt. Bei den Ängsten, die standardmäßig abgefragt werden, ist die Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten erneut mit 63 Prozent Spitzenreiter. Die Befürchtung, dass alles immer teurer wird, ist ein Dauerbrenner im Ängste-Ranking und war in den vergangenen 20 Jahren insgesamt 13 Mal auf dem ersten Platz.

Fraktionen beraten ueber neues Wahlrecht
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Überforderung der Politiker

Seit Jahren zweifelt die Mehrheit der Deutschen zudem daran, dass die Volksvertreter ihren Aufgaben gewachsen sind. Mit 55 Prozent rangiert die Furcht vor der Überforderung der Politiker in diesem Jahr auf Platz 2, gefolgt von der Befürchtung, dass sich die Wirtschaftslage verschlechtern könnte.

Die Aktionäre der Deutschen Telekom müssen sich auf magere Zeiten einstellen. Der Bonner Konzern prüfe eine Kürzung der Dividende um bis zu ein Drittel, berichtet das "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf Informationen von der Kapitalseite im Aufsichtsrat.

Mit dem Schritt sollen dem Blatt zufolge mehr finanzielle Mittel freigesetzt werden - etwa für den Ausbau schneller Glasfaser- und Mobilfunknetze sowie für Investitionen in neue Geschäftsfelder. Die für dieses Jahr geplante Dividende von 0,70 Euro je Titel sei aber sicher. Im Sommer hatte der spanische Rivale Telefonica wegen der hohen Schuldenlast die Dividende für 2012 gestrichen. Da es bei den Papieren des Bonner Konzerns seit Jahresanfang wenig Bewegung gab, hatten viele Aktionäre das Papier nur noch aufgrund der hohen Dividende in ihren Portfolios. Mit dem Plan diese zu kürzen sehen viele keinen Grund mehr die T-Aktie zu halten. Die Papiere fielen heute um 2,6 Prozent auf 8,66 Euro.

Schlechtere Aussichten für Autobauer
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31 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax bleibt im Vorfeld der US-Wahlen in Lauerstellung"

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  • aus meinem Blog M.B. Esay Trading Augsburg

    [13:39:36] M.B. Easy Trading Club: 320 sind möglich ( es wurden 7.315 )
    [17:38:12] M.B. Easy Trading Club: fällt der Dax bis 22:00 Uhr unter 7345, kommen am Montag 7300 -
    [17:39:14] M.B. Easy Trading Club: steht der Dax um 22:00 Uhr über 7.365/70 kommen am Montag zu Handelsbeginn 7390
    Schönes WE

  • Dir auch, schalte ab bei meiner Musik. Bis bald!

  • naja, schaun mer mal ;-)

    Im Moment ist alles drin.
    Also, lassen wir uns mal überraschen.

    Jetzt aber erst mal ein schönes Wochenende ....

  • DBX1DA: Einstand umgerechnet bei 7200, eigentlich wollte ich nach unten kaufen - alle 200 Dax-Punkte, aber das wird bis Jahresende wohl nichts mehr.

  • DBX1DA, nomen est omen ;)

  • Als primär Daytrader kann Dir die Kiste (8.000 oder was) ohnehin egal sein.
    Würde mich aber trotzdem interessieren, welchen ETF Du meinst? Lyxor?

  • Es hängt auch nicht mein Herzblut an der 8000, und meine ETF-Position ist (noch) klein und unbedeutend. Ich denke nur, saisonale Effekte könnten weiter tragen, aber wenn ich falsch liege, ist es auch überschaubar. Primär bin ich intraday unterwegs, wollte halt nur nicht alles, was ich nicht als trading-kapital bezeichne, auf Tagesgeld schimmeln lassen...

  • Delta, alles ist mögich.

    Mir fallen auf Anhieb ein dutzend Argumente für ein Fallen oder Steigen der Börsen ein, wobei die rational negativen Argumente klar überwiegen.

    Von daher wäre ich nachwievor mit der 8.000 vorsichtig, zumal der DAX jetzt nichtmals mehr die 7.400 geschafft hat.

    Die Fakten sprechen also dagegen und auch die Fantasie ist eher im Keller ... aber alles ist möglich ;-)

  • Da wir bei Plänen sind:
    Long in BTP
    Short in FGBL
    Long in VIX
    perspektivisch

  • Prä-Wahl-Schock heute? Keine Ahnung, Montag folge ich wie immer den Signalen. Mein geplanter Wunscheinstieg im VIX ist 8000 im Dax oder Jahresende.

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