Börse Frankfurt

Dax bleibt in Novemberlaune

Schon die Spekulationen auf eine Opec-Einigung ließen den Ölpreis die 50-Dollar-Marke knacken. Trotz der Einigung am Abend reagierte der Dax kaum. Er tat, was er schon so oft in diesem Monat gemacht hat: nichts.
Update: 30.11.2016 - 17:49 Uhr 4 Kommentare

Dax bewegt sich kaum - Ölpreise steigen nach oben

DüsseldorfDer Dax hat sich am Mittwoch nur wenig aus der Deckung getraut. Der Mut der Anleger verblasste früh, schnell trat die für die vergangenen Wochen typischer Trägheit zutage. Und das obwohl beim Opec-Treffen alles schon am Vormittag auf eine unerwartete Einigung deutet, was den Fasspreis Öl die 50-Dollar-Marke knacken ließ. Kurz vor dem Referendum in Italien und den anschließenden Sitzungen der Notenbanken trauen sich die deutschen Anleger noch weniger aufs Parkett als andere europäischer Börsianer. Und in New York feiert man erneut Rekordstände – das gewohnte Bild dieses Novembers. Der Dax schloss 0,2 Prozent fester bei 10.640 Punkten.

Der Gesamtmarkt kommt angesichts der vielen Unwägbarkeiten einfach nicht vom Fleck. Nach einem turbulentem Anfang entwickelte sich der November zum Monat des Stillstands. Am Ende bleibt eine Monatsbilanz von nahezu null. Diese Phase neigt sich in diesen Tagen ihrem Ende zu, Anleger rüsten sich für einen heißen Jahresausklang, denn der Dezember bietet gleich mehrere Höhepunkte.

Zuerst verabschiedete sich der November heute mit dem wichtigsten Termin des Jahres, was die Rohstoffmärkte betrifft. In Wien kamen die Minister der Opec zusammen. Auf der Konferenz beriet das Ölkartell über eine Förderbegrenzung des wichtigsten Rohstoffes der Weltwirtschaft. Der Ölpreis hatte im laufenden Jahr einen heftigen Absturz erlebt, der seinen Höhepunkt im Februar fand, wo ein Barrel des schwarzen Goldes weniger als 30 Dollar notierte. Inzwischen konnte sich der Fasspreis zwar erholen, doch ein nachhaltiger Durchbruch über die wichtige 50-Dollar-Marke ist bisher gescheitert.

Und obwohl es als unwahrscheinlich galt, dass sich die Konferenz der Opec-Staaten zu keiner Begrenzung der Fördermenge durchringen kann, kam es zu einer Einigung. Das Fass Brent verteuerte sich um acht Prozent und knackte erstmals seit Ende Oktober die 50-Dollar-Marke. WTI kostete in der Januar-Auslieferung mit 48,79 Dollar pro Fass acht Prozent mehr.

Saudi-Arabien ist der weltgrößte Erdölförderer und hat die gewichtigste Stimme in der Organisation. Dennoch waren die Interessen der Kartellmitglieder bisher zu unterschiedlich, als dass eine Einigung erzielt werden konnte. Zudem ist eine Preis-Stabilisierung ohne Nicht-Opec-Staaten wie Russland – die Nummer zwei der Welt – oder Iran nicht möglich. Doch der russische Energieminister blieb dem Wiener Treffen fern. Man wolle sich im Rahmen eines Treffens zwischen Opec- und Nicht-Opec-Staaten austauschen, als Nichtmitglied aber nicht an einer regulären Sitzung des Kartells teilnehmen, hieß es aus dem Kreml. Zumindest scheint jetzt eine erster Schritt getan.

Machtprobe in Rom
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

4 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax bleibt in Novemberlaune"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%