Börse Frankfurt Dax dreht deutlich ins Plus

Der Dax hat am Montag deutlich zugelegt, das Börsenbarometer kletterte über 11.300 Punkte – das ist der höchste Stand seit Mitte August. Der Euro hingegen fällt auf den tiefsten Stand seit April.
Update: 30.11.2015 - 17:53 Uhr

Aktionäre hoffen auf noch mehr billiges Geld von der EZB

DüsseldorfDie Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich zu Wochenbeginn doch noch in Kauflaune gezeigt. Nachdem der Dax zunächst etwa 0,3 Prozent verlor, drehte der wichtigste Aktienindex deutlich auf und schloss bei 11.382 Punkten – ein Plus 0,8 Prozent. Die Schwäche des Euro und die Hoffnung auf weitere quantitative Maßnahmen der Europäischen Zentralbank sorgten für Nachfrage. Gespannt warten die Investoren darauf, ob Zentralbank-Chef Mario Draghi die Geldschleusen tatsächlich noch weiter öffnen wird.

Spekulationen auf eine neue Flut billigen EZB-Geldes haben den Euro am Montag auf ein Siebeneinhalb-Monats-Tief gedrückt. Die Gemeinschaftswährung verbilligte sich auf bis zu 1,0559 Dollar.

Bei den Einzelwerten glänzt auch den dritten Handelstag in Folge Infineon. Der Chiphersteller legte 2,7 Prozent auf knapp 14 Euro je Aktie zu. Damit hat der Titel seit Donnerstag vergangener Woche etwa ein Fünftel an Wert gewonnen.

Auf der Verliererseite steht die Vonovia-Aktie mit einem Minus von knapp drei Prozent. Die Vonovia-Aktionäre votierten für das 9,9 Milliarden schwere Übernahmeangebot an die Konkurrentin Deutsche Wohnen und machten den Weg frei für eine Kapitalerhöhung, mit der der Erwerb finanziert werden soll.

Der Euro-Stoxx 50 zog um 0,5 Prozent auf 3.505 Zähler an. Autowerte standen mit 1,7 Prozent Aufschlag an der Spitze, nachdem die Analysten von Kepler den Sektor auf „Neutral” angehoben hatten. Titel von Volkswagen waren mit 6,2 Prozent Zuwachs stärkster Wert. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte sich von den Konzepten des Konzerns zur Lösung der Abgasproblematik angetan gezeigt.

Die US-Anleger haben sich zum Auftakt der neuen Handelswoche zurückgehalten. Besonders im Fokus stünden eine Reihe von Konjunkturdaten mit dem Arbeitsmarktbericht für November zum Schluss der Woche, sagten Händler. Diese gelten als wichtiger Einflussfaktor für die Fed. Investoren erwarten sich davon und von einer Rede von Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch weitere Aufschlüsse über die bevorstehende Zinswende der US-Notenbank. "Eine Zinserhöhung im Dezember ist schon eingepreist, es sei denn, wir werden von total absurden Daten überrascht", sagte Chefvolkswirt Scott Brown von Raymond James.

Welche Aktien im November brillieren – und welche floppen

ABB (CH0012221716), ADIDAS (DE000A1EWWW0), AIR LIQUIDE(FR0000120073), ALSTOM(FR0010220475), ANHEUSER (BE0003793107), BMW(DE0005190003), CASIO (JP3209000003), DIAGEO (GB0002374006), DUFRY (CH0023405456), GIVAUDAN(CH0010645932), LVMH (FR0000121014), PA

WKN
ISIN
Börse
Multi

Chart von ABB (CH0012221716), ADIDAS (DE000A1EWWW0), AIR LIQUIDE(FR0000120073), ALSTOM(FR0010220475), ANHEUSER (BE0003793107), BMW(DE0005190003), CASIO (JP3209000003), DIAGEO (GB0002374006), DUFRY (CH0023405456), GIVAUDAN(CH0010645932), LVMH (FR0000121014), PA
Anheuser-Bush InBev
1 von 25

Die anstehende Megafusion auf dem Biermarkt zwischen den Branchengiganten Anheuser-Bush InBev und SABMiller lässt Ersteren an der Börse durchstarten. Weltmarktführer Anheuser-Busch InBev will den zweiplatzierten SABMiller für 100 Milliarden Euro schlucken. Um die Wettbewerbshüter gnädig zu stimmen, wollen die Partner milliardenschwere Geschäfte in den USA abtreten. Sollte der Zusammenschluss gelingen, würde nahezu jedes dritte Bier weltweit aus dem Hause des neuen Konzerns kommen.

Kursentwicklung im November: + 14,1 Prozent

VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.

WKN
ISIN
DE0007664039
Börse
Xetra

-2,12 -1,29%
+162,70€
Chart von VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.
Volkswagen
2 von 25

Zwischen Himmel und Hölle. Volkswagen befindet sich derzeit in der schwierigsten Lage in der Firmengeschichte. Die Abgasmanipulationen belasten den Konzern. Teure Rückrufaktionen werden auf den Autohersteller aus Wolfsburg zukommen. Im Zuge des Diesel-Skandals haben die Papiere deutlich an Wert verloren. Doch die Ankündigung von VW-Chef Müller, dass der Umbau der 1,6- und 2,0-Liter-Modelle weniger kosten werde, als ursprünglich gedacht, half den Aktien im abgelaufenen Monat.

Kursentwicklung im November: + 14,2 Prozent

K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000KSAG888
Börse
Xetra

+0,06 +0,27%
+22,29€
Chart von K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.
K+S
3 von 25

Spekulationen auf einen neuen Übernahmeversuch durch Potash haben K+S im Dax angeschoben. Laut dem Börsendienst „Platow Brief“ könnten die Kanadier im Frühling ein neues Angebot auf den Tisch legen. „Ein neuer Übernahmeversuch ist nicht auszuschließen“, sagte ein Händler. Für den K+S-Vorstand dürfte es zunehmend schwieriger werden zu sagen, dass man als eigenständiges Unternehmen einen erfolgreicheren Kurs einschlagen könne. Entscheidend dürfte die Höhe des Angebots sein.

Kursentwicklung im November: + 14,5 Prozent

SIEMENS GAMESA RENEW. EN. S.A. ACCIONES PORT. EO -,17

WKN
ISIN
ES0143416115
Börse
Xetra

-0,21 -1,68%
+12,59€
Chart von SIEMENS GAMESA RENEW. EN. S.A. ACCIONES PORT. EO -,17
Gamesa
4 von 25

Europas Windkrafthersteller sind auf dem Vormarsch. Während hierzulande Nordex eine spektakuläre Kursperformance hinlegt, in Dänemark Vestas auftrumpft, legt in Spanien Gamesa kräftig zu. In den ersten neun Monaten des Jahres stieg der Netto-Gewinn um sagenhafte 96 Prozent auf 126 Millionen Euro. Das Ebit legte im selben Zeitraum 91 Prozent zu. Im November legten die Gamesa-Aktien daher über 15 Prozent zu. Seit Jahresanfang hat sich der Kurs der Papiere sogar mehr als verdoppelt.

Kursentwicklung im November: + 15,1 Prozent

BAE SYSTEMS PLC REGISTERED SHARES LS -,025

WKN
ISIN
GB0002634946
Börse
Xetra

-0,16 -2,28%
+6,78€
Chart von BAE SYSTEMS PLC REGISTERED SHARES LS -,025
BAE Systems
5 von 25

Mit ihren Plänen für höhere Militärausgaben hat die britische Regierung die heimischen Rüstungskonzerne angeschoben. Der größte britische Militärkonzern, BAE Systems, konnte so im November über 18 Prozent zulegen. Der britische Finanzminister George Osborne hatte angekündigt, die Ausgaben zur Terrorabwehr für die nächsten zehn Jahre um 30 Prozent steigern zu wollen. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Militärsektor ein größeres Stück vom Budget abbekomme als ursprünglich gedacht, sagte ein Börsianer.

Kursentwicklung im November: + 18,3 Prozent

LENOVO GROUP LTD. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
HK0992009065
Börse
FSE

+0,00 +0,24%
+0,41€
Chart von LENOVO GROUP LTD. REGISTERED SHARES O.N.
Lenovo
6 von 25

Der weltgrößte Computer-Hersteller Lenovo ist im abgelaufenen Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Negativ zu Buche schlugen Kosten für Übernahmen und Umstrukturierungen, wie das chinesische Unternehmen in Hongkong mitteilte. Den Nettoverlust im zweiten Geschäftsquartal bezifferte Lenovo mit 714 Millionen Dollar (rund 663 Millionen Euro) nach einem Gewinn von 262 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Es war der größte Verlust, den das Unternehmen jemals in einem Quartal verzeichnete. Er fiel jedoch geringer aus als von Analysten erwartet – was besonders den Aktien zugute kam.

Kursentwicklung im November: + 18,5 Prozent

ELRINGKLINGER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007856023
Börse
Xetra

+0,10 +0,61%
+16,47€
Chart von ELRINGKLINGER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
ElringKlinger
7 von 25

Ein zu schwacher Betonboden und hohe Luftfrachtkosten bereiten dem schwäbischen Autozulieferer ElringKlinger mehr Sorgen als der VW-Dieselskandal. Der Absatz von Volkswagen selbst könnte nach Einschätzung von ElringKlinger-Chef Stefan Wolf zwar sinken. „Aber das sollte sich auf uns kaum auswirken“, sagte Wolf. Was am aktuellen Umsatzanteil des Wolfsburger Konzerns von acht Prozent verloren gehen könnte, will der schwäbische Dichtungs- und Hitzeschildproduzent von anderen Autoproduzenten hereinholen. An der Börse sorgte Wolfs Einschätzung für Zuversicht. Die Aktien gehörten zu den stärksten Titel im November.

Kursentwicklung im November: + 18,7 Prozent

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent bei 17.778 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab ebenfalls 0,1 Prozent nach auf 2088 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann dagegen 0,1 Prozent auf 5135 Stellen.

Einzelhändler standen am Montag besonders im Fokus. Am sogenannte Cyber-Monday kaufen Verbraucher so viel im Internet ein wie an keinem anderen Tag. Die Branche fördert dies auch durch Rabatt-Aktionen. Die Papiere des weltgrößten Online-Händlers Amazon legten ein Prozent zu. Der davor liegende Freitag - auch "Black Friday" genannt - bildet den Auftakt für das wichtige Weihnachtsgeschäft

  • rtr
  • mdo
Startseite

Mehr zu: Börse Frankfurt - Dax dreht deutlich ins Plus

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%