Börse Frankfurt
Dax entgeht nur knapp einem Minus

Chinas Wirtschaft schwächelt. Und die Fed könnte die Politik billigen Geldes schneller beenden als gedacht. Das belastet vor allem die Rohstoffmärkte. Der Dax schließt am Ende gerade noch im grünen Bereich.
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FrankfurtAus Furcht vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur haben europäische Anleger am Montag Zurückhaltung an den Tag gelegt. Der Dax schloss bei 9659 Punkten rettete sich nach einigen Schwankungen nur knapp in ein minimales Plus. Der Euro Stoxx 50 schloss mit 3230 Punkten etwas schwächer als am Vortag. Auch die Preise für wichtige Rohstoffe wie Kupfer gaben nach. Für Verstimmung an den Märkten sorgten enttäuschende chinesische Konjunkturdaten. Die Industrieproduktion in der Volksrepublik wuchs im August um 6,9 Prozent - so langsam wie zuletzt vor sechs Jahren.

„Für Peking kann diese Entwicklung ein Stück weit als Weckruf verstanden werden“, urteilten die Analysten der NordLB. „Insbesondere auf Seiten der chinesischen Zentralbank hat die Wahrscheinlichkeit von Lockerungsmaßnahmen zugenommen.“

Kupfer verbilligte sich zeitweise um ein Prozent auf 6770,75 Dollar je Tonne und näherte sich damit bis auf etwa 35 Dollar seinem Drei-Monats-Tief aus der Vorwoche. Parallel dazu geriet der australische Dollar ins Rutschen und war mit 0,8981 US-Dollar so billig wie zuletzt im März. China ist ein Großabnehmer für australische Erze.

Für Diskussionsstoff sorgte zudem die Zinssitzung der US-Notenbank Fed, die am Dienstag beginnt. Investoren erhoffen sich Hinweise auf den Zeitpunkt der geplanten Zinserhöhung. Mit Enttäuschung aufgenommene Konjunkturdaten dämpften allerdings Spekulationen auf eine baldige Zinswende. Die US-Industrie hat ihre Produktion im August überraschend zurückgefahren - sie schrumpfte um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat und damit zum ersten Mal seit über einem halben Jahr.

Der Euro machte einen Teil seiner Kursverluste nach den Daten wett und notierte bei 1,2946 Dollar. Die Fed macht die Straffung der ultralockeren Geldpolitik von einer nachhaltigen Erholung der US-Wirtschaft abhängig. Die wichtigsten Indizes an der Wall Street notierten zum Handelsschluss in Europa mehrheitlich im Minus.

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