Börse Frankfurt
Dax erlebt ein Aufschwüngchen

Der Leitindex kann sich nach einer verlustreichen Vorwoche etwas fangen. Doch der große Wurf blieb aus. Einige Experten sehen bereits wieder Kaufkurse – andere warnen vor weiteren Rückschlägen.
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FrankfurtDer Deutsche Leitindex konnte am Montag wieder etwas Fuß fassen. Nachdem er in der vergangenen Woche satte 4,4 Prozent verloren hatte, ging der Dax am Montag 0,27 Prozent höher bei 8.812 Punkten aus dem Handel.

„Angesichts der extrem überverkauften Marktlage scheinen die ersten Anleger wieder attraktive Einstiegsniveaus zu wittern“, schreibt Gregor Kuhn, Analyst bei IG Markets. Die Nervosität sei allerdings weiter groß, sagte Terry Torrison vom Brokerhaus McLaren Securities. Die Angst vor enttäuschenden Unternehmensbilanzen und einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur hatte die Investoren zuletzt vorsichtig gestimmt.

Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar gibt zu bedenken, dass sich das mittelfristige Bild für den deutschen Leitindex verschlechtert hat. Kurzfristig dürften die Notierungen durch Käufe von Anlegern gestützt werden, die zuvor auf fallende Kurse gesetzte hätten und nun Kasse machten. Grundsätzlich erscheine der Abwärtstrend jedoch „kristallklar“.

Die Analysten der Commerzbank sind etwas optimistischer, aber auf kurze Sicht auch auf Kursverluste gefasst. „Nach einem schwachen Oktober dürfte sich der Dax im November und Dezember wieder erholen“, prognostizieren sie. „Da wir einen Konjunktureinbruch für unwahrscheinlich halten, sehen wir Dax-Stände um 9.000 Punkte als Kaufgelegenheiten an.“ Sie rechnen eher mit einer Wachstumsdelle als mit einer Rezession.

Am Ölmarkt war zu Wochenbeginn weiter kein Ende der Talfahrt in Sicht: Spekulationen über den Verzicht der Opec und Saudi-Arabiens auf Förderkürzungen ließen die Preise in den Keller fallen. Nordseeöl der Sorte Brent kostete zeitweise mit 87,74 Dollar je Barrel (159 Liter) 2,7 Prozent weniger und notierte damit so niedrig wie zuletzt im Dezember 2010. US-Leichtöl der Sorte WTI verlor bis zu zwei Prozent auf 84,09 Dollar.

Analysten rechnen mit noch stärkeren Preisabschlägen. Am Wochenende hatte Kuwaits Ölminister Ali al-Omair der Nachrichtenagentur KUNA zufolge erklärt, es sei unwahrscheinlich, dass die Opec die Ölproduktion im November kürzen werde. Das Kartell wird am 27. November über die Lage beraten. Seit Juni sind die Ölpreise um 20 Prozent gefallen.

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Kommentare zu " Börse Frankfurt : Dax erlebt ein Aufschwüngchen"

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  • Hilfe Sozial Team es wird schlimmer..

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • "Um das Geldverdienen mit dem Hin und Her der Kurse zu befördern, muß weiter eifrig Propaganda gemacht werden - mal Richtung Nord, mal gen Süden:"

    Rrrichtigg, das mit der Propaganda, da sind wir Deutschen sehr anfällig.
    Wir ziehen gen Norden oder gen Süden,notfalls auch in der Seitenlinie gen Osten.
    Die Wirtschaftsblätter verdienen sich dumm und dämelich mit ihren Kommentaren von fallenden und steigenden Kursen.
    Aber erst die Banken,die verdinen immer,oder haben Sie schn mal davon gehört das eine Bank pleite geht???
    Sehen Sie, alles Methode,gut das es so Männer wie Sie und mich gibt die hinter den Vorhang schauen .

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