Börse Frankfurt

Dax erlebt verlustreichen Wochenstart

Der Dax kommt auf keinen grünen Zweig. Die Geldpolitik verdrängt die Fundamentaldaten und vergrault die Anleger zum Wochenstart. Kabel-Aktionäre freuen sich dagegen über einen Bieterwettkampf.
Update: 24.06.2013 - 17:43 Uhr 49 Kommentare

Ausverkauf geht weiter

FrankfurtWieder einmal hat eine Notenbank für Verkaufslaune an den Aktienmärkten gesorgt. Während vergangene Woche die US-Notenbank die Anleger vergraulte, sorgte zum Wochenstart die chinesische Zentralbank für trübe Stimmung. Der Dax setzte seine Talfahrt der Vorwoche fort und schloss am Montag 1,2 Prozent tiefer bei 7.692 Punkten. Das Tagestief lag bei 7.655 Punkten.

Hauptauslöser war die Furcht vor einer Finanzkrise in China. Für Unruhe sorgten zuletzt die steigenden Geldmarktzinsen in der Volksrepublik. Weil sich die chinesische Zentralbank weigert, den Markt weiterhin mit Geld zu fluten, versuchen sich die Banken bei anderen Geldhäusern einzudecken. Die starke Nachfrage hatte die Zinsen für kurzfristige Darlehen am Freitag zeitweise auf 25 Prozent in die Höhe schießen lassen.

„Investoren haben Angst, dass die derzeitigen Spannungen im chinesischen Bankensystem das Wachstum der Volksrepublik weiter schwächen könnten“, sagte ein Händler.

Die Börse Shanghai rutschte am Montag um mehr als fünf Prozent ab, in Hongkong sanken die Kurse um mehr als zwei Prozent. Besonders Finanzaktien gehörten zu den Verlierern: Ein entsprechendes Barometer brach in Shanghai um 7,1 Prozent ein, das ist der größte Kursverlust seit November 2008.

All das traf die Anleger in einer Zeit, in der sie ohnehin schon durch die Aussicht auf eine baldige Straffung der US-Geldpolitik stark verunsichert sind. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Mittwoch angekündigt, die Zentralbank Fed könnte ihren geldpolitischen Kurs noch in diesem Jahr verlassen und ihre monatlichen milliardenschweren Anleihekäufe bis Mitte kommenden Jahres beenden. Auch heute noch verdauen einige Anleger diese Ankündigung der Fed: Der Euro fiel zeitweise auf 1,3080 Dollar, den tiefsten Stand seit Anfang Juni.

Auch der leichte Anstieg des Ifo-Index konnte die Stimmung unter den europäischen Anlegern nicht aufhellen.

Nachdem die Märkte während Monaten von dem Geldsegen der Notenbanken angetrieben worden seien, brauche es für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends nun vermehrt fundamentale Faktoren wie positive Firmenergebnisse, sagte ein Händler. Aber bis zum Beginn der Bilanzsaison vergehen noch einige Wochen. „Bis dahin werden auch die Märkte volatil bleiben“, erklärte der Händler.“

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49 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax erlebt verlustreichen Wochenstart"

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  • Auf Xetra hat sie nicht gehalten und heute werden wir weiter nachgeben.

  • die 7700 hält und markiert als 200 Tage-Linie den Boden. Ab morgen wieder freie Fahrt nach oben. Ende der Woche 7900/8000.

    Also ist nun alles klar? Ich hoffe!

  • ........der Dax ist bald am Ziel. Unten stehen schon die Empfänger und rufen nach oben.......ja wo iser denn. Ich komme, ich komme ruft er von oben nach unten. Habt ja schon viel zu lange auf mich gewartet, nicht wahr. Also sind beide Parteien beruhigt. Sie haben Kontakt aufgenommen und der Rutsch nach unten kann nun reibungslos vonstatten gehen. Sprechen wir doch schon die ganze Zeit von diesem Ereignis. Also ist nun alles klar? Ich hoffe!

  • Es sieht nach Bodenbildung bei 7700 aus. Also kann man im Prinzip schon wieder long gehen.

  • @ bitte_abschalten

    Ein wenig Geduld, wenn ich sicher in Kuba gelandet bin bekommen Sie die IP-Adresse

  • Ich sehe das so: Wenn ich ein Papier kaufe mit einer Dividendenrendite von 10% (und davon gibt es inzwischen mehrere), dann habe ich in zehn Jahren den Kaufpreis wieder drin (Steuer mal nicht mitgerechnet, aber da gilt es erst einmal Verluste auszugleichen). Da wir noch immer in einer Krise stecken, sollten die Unternehmensgewinne künftig eher steigen als fallen und somit auch die Dividenden zulegen. Fallende Kurse erhöhen also die mögliche Rendite :-) Die Frage ist, wie lange man wartet um nicht einen günstigen Einstiegszeitpunkt zu verpassen...

  • "Obacht geben, IP-Adressen lassen sich ganz einfach auslesen heutzutage."

    Hahahah! Jetzt kriege ich aber richtig Angst.

    Und dann? Peitsche? Daumenschrauben? In jedem Fall landet der Humorist, der die IP meint auslesen zu müssen, als Bettvorleger! (Hoffentlich riecht der nicht zu streng.)

  • @ immer_online

    Obacht? IP-Adressen? Man muss doch seine E-Mail nennen,sonst wird nichts freigeschaltet?!
    Sie lesen wohl lieber die Ergüsse der echten Handelshelden

  • Nein , es ist immer noch lustig.
    Solange sich auf die sSchulter klopfende immer Geinntrader hier tummeln.
    Achtung, man schltet sich hier immer mit der Mailadresse frei,warum also "Obacht"?
    Passiert ja auch nichts schlimmes, gelle?

  • @X_TRADER

    "das Ding"

    Du solltest Dir "das Ding" unbedingt patentieren lassen ;-)

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