Börse Frankfurt
Dax erobert 10.000 Punkte zurück

Der Dax ist wieder fünfstellig – der Federal Reserve sei Dank. Doch außer dem Anstieg über die 10.000 Punkte war die Performance des Leitindex recht fad. Die Anleger blicken nun auf den großen Verfallstag am Freitag.
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FrankfurtWenn man den heutigen Handelstag in ein Wort fassen müsste, dann würde „leblos“ wohl am zutreffendsten sein. Den gesamten Tag über bewegte sich der Dax in einer Spanne von etwas mehr als 20 Punkten. Was man dem Leitindex zugute halten kann, ist der höhe Kursstand. Denn zwischenzeitlich trennten den Dax nur elf Punkte von seinem Allzeithoch, dass bei 10.034 Punkten liegt. Am Ende ging der Leitindex mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 10.004 Punkten aus dem Handel.

In der zweiten Reihe verabschiedete sich der MDax 0,4 Prozent fester auf 17.008 Punkte. Der TecDax ging 0,5 Prozent höher auf 1328 Punkte aus dem Handel.

Die Umsätze waren vor allem wegen des Fronleichnam-Feiertages sehr niedrig. Zudem richteten sich die Blicke vieler Profi-Investoren auf den großen Verfall am Terminmarkt. Am Freitag werden dort die Index- und Aktienoptionen sowie die Future fällig.

Im Fokus lag heute die gestrige Entscheidung der Federal Reserve, die Konjunkturhilfen für die US-Wirtschaft um weitere zehn auf 35 Milliarden Dollar zu senken. Anleger werteten diese Straffung als Beleg für eine nachhaltige Verbesserung der Wirtschaftslage. Außerdem begrüßten die Börsianer die Zusage der Fed Chefin Janet Yellen, den Leitzins nach dem Ende der konjunkturstützenden Anleihekäufe noch für eine beachtliche Zeit auf einem niedrigen Niveau zu belassen. Damit ist eine Zinswende in den USA erst einmal nicht in Sicht. Einige Anleger hatten nach dem jüngsten Anstieg der US-Inflation Hinweise auf eine vorzeitige Anhebung der Zinsen in den USA erwartet.

„Die US-Notenbanker haben erwartungsgemäß keine Anpassungen beim Leitzins vorgenommen und eine weitere Kappung der Wertpapierkäufe um die mittlerweile bewährte Größenordnung beschlossen“, schrieb Analyst Tobias Basse von der Nord LB in einem Kommentar. Gut kam an den Aktienmärkten die Aussage an, dass die Zinsen eine „erhebliche Zeit“ nach dem Ende der Bondkäufe niedrig bleiben werden. Damit bestätigten sich Sorgen, die US-Notenbank könnte wegen der anziehenden US-Konjunktur eine straffere Gangart einschlagen, nicht. Da das billige Geld irgendwo angelegt werden müsse, seien Aktien weiterhin quasi alternativlos, sagte Jens Klatt vom Brokerhaus FXCM.

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  • "Die Aktienkurse hätten sich von historischen Normen nicht weit entfernt, erklärte Yellen. In anderen Worten, Yellen und ihre Kollegen im Offenmarktausschuß sehen keine Blasenbildung. Es darf daran erinnert werden, dass Yellen und Bernanke auch in 2007 keine Blasenbildung hatten erkennen können."

    Selber denken hilft.

  • @sigmafive (same shit, different nick name?)

    Nette Ausarbeitung. Aber Promotion + Alki trifft doch wohl bei aller Euphorie weniger auf den von Ihnen verehrten Forenteilnehmer zu oder haben Sie da weitere Details?

  • @sigmafive
    Danke sigmafive. Das hat Spass gemacht und über Ihren Beitrag habe ich sehr gelacht.

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