Börse Frankfurt: Dax fällt unter 10.000 Punkte

Börse Frankfurt
Dax fällt unter 10.000 Punkte

Die Kursgewinne des Vormittags sind futsch – der Dax rutscht erneut unter die 10.000-Punkte-Marke. Zwar legen die Energiekonzerne zu. Das reicht aber nicht mehr, um die Verluste der Autobauer wettzumachen.

FrankfurtAlle Euphorie ist dahin. Konnte der Dax am Vormittag noch deutlich über die 10.000-Punkte-Marke klettern, hat er im Laufe des Handelstages sämtliche Gewinne wieder eingebüßt. Er schloss bei 9.961 Punkten ein Minus von 0,3 Prozent. Zuvor ging es für den Dax bis auf 10.164 Punkte nach oben.

Die erneut gefallenen Ölpreise setzten die Märkte unter Druck. Nordseeöl der Sorte Bren rutschte um 1,8 Prozent auf 30,32 Dollar je Barrel (159 Liter) ab und notierte damit so niedrig wie zuletzt im April 2004.

US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 30,10 Dollar, womit es nur noch leicht über dem am Vortag erreichten Zwölf-Jahres-Tief von 29,93 Dollar lag. Vor der Veröffentlichung der Daten hatten beide Notierungen über zwei Prozent im Plus gelegen. Dies belastete auch die Aktienkurse weltweit.

Die meisten Verluste verzeichnete der Autobauer BMW, für den es um 2,3 Prozent nach unten ging. Ähnlich schwach erwiesen sich am Mittwoch auch Continental (-2,14 Prozent) und Daimler (-1,3 Prozent).

Deren Verluste machten vor allem die Triebkraft der Energiekonzerne zunichte. Ein zuversichtlicher Analystenkommentar hat den Versorger-Aktien am Mittwoch Schwung verliehen. Für Eon ging es um bis zu 4 Prozent nach oben. RWE-Aktien legten bis zu 3,6 Prozent zu. Die Ökostromtochter des Energieversorgers, RWE-Innogy, meldete ein Rekordergebnis. Der auf Windkraft, Wasser und Biogas spezialisierte „grüne“ Firmenteil soll eine Schlüsselrolle spielen, wenn RWE Anfang April eine neue große Tochter für das Zukunftsgeschäft gründet.

Nach Einschätzung der UBS könnte die geplante Aufspaltung der beiden Konzerne zu einer Neubewertung führen. Die Experten sehen Aufwärtspotenzial für die Aktienkurse. Zudem setzen sie auf eine konstruktive und baldige Lösung hinsichtlich der Stilllegungskosten für die Atomkraftwerke. E.ON stuften die Experten hoch auf „Buy“ von „Neutral“, bei RWE ließen sie die Bewertung bei „Neutral“.

Aus China verlauten indes bessere Nachrichten als befürchtet. Zwar gingen die Exporte im Dezember erneut zurück, mit 1,4 Prozent aber geringer als erwartet. Dennoch bleiben Sorgen an den Märkten des Landes: Der Shanghai-Composite notierte ein Prozent schwächer, der CSI 300 sank um 1,9 Prozent.

Davon lassen sich die europäischen Märkte aber nicht beunruhigen. Der Euro Stoxx 50 zog immerhin um 0,4 Prozent an.

Bei den Werten im MDax, der selbst um 0,2 Prozent stieg, sticht am Mittwoch Südzucker hervor. Das Mannheimer Unternehmen vermeldete für das dritte Quartal 2015 zwar einen höheren Gewinn dank steigender Bioethanol-Preise. Zwischen September und November des laufenden Geschäftsjahres habe Südzucker mit Biosprit 64 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Im Vorjahr waren es nur 27 Millionen.

Anleger nutzten die Gelegenheit, um die Gewinne mitzunehmen. Sie verkauften im großen Stil. Das trieb die Aktie nach unten, um 14,3 Prozent. Dahinter steckt auch, dass die Südzucker-Tochter Cropenergies eine Preisumkehr beim Biosprit erwartet. Das nächste Ergebnis könnte also schon schlechter ausfallen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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