Börse Frankfurt
Dax fehlt das Feuer

Sorgen um einen Sanktionskrieg mit dem Kreml sorgen am Freitag für moderate Dax-Verluste. In einem für diese Woche typisch trägen Handel fehlt der zündende Funke. Auch souveräne US-Daten reißen niemandem vom Hocker.
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FrankfurtAm Freitag hat Unsicherheit den Dax dominiert. Verhalten gestartet, baute der Leitindex im Handelsverlauf am Freitag seine Verlust bei geringen Handelsumsätzen weiter aus. Am Ende schloss er 0,4 Prozent leichter bei 9651 Punkten. Nach den Wirtschaftssanktionen des Westens, die nunmehr gegen Russland in Kraft getreten sind, fürchten Anleger eine Gegenreaktion des Kremls. Darüber hinaus blieben US-Konjunkturdaten im Rahmen. Anleger hofften also weiter vergebens auf Hinweise, für wann die US-Notenbank Fed die Zinswende plant.

Die Umsätze des US-Einzelhandels im August siegen im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent, wie der Markt es bereits erwartet hatte. Im Vormonat hatten die sogenannten „Retail Sales“ nur stagniert. Überraschender fiel da der Verbrauchervertrauensindex der Uni Michigan aus: In einer vorläufigen Schätzung hellte sich die Stimmung im September auf 84,6 Punkte auf - dem Höchststand seit Juli 2013. Ökonomen hatten mit 83,0 Punkten gerechnet.

Impulse dadurch blieben aber aus. Die Wall Street schrieb leichte Verluste und belastete am Nachmittag den deutschen Leitindex. Der Dow-Jones-Index lief zum Frankfurt Börsenschluss 0,3 Prozent schwächer bei 17.000 Punkten. Die zweite Frankfurter Reihe hingegen trat auf der Stelle. Die Nebenwerte im MDax liefen minimal fester bei 16.156 Punkten, der TecDax wirbelte mit 1256 Zählern ebenfalls nur Staub auf. Der Euro-Stoxx-50 gab 0,1 Prozent nach auf 3235 Stellen.

„Die aktuelle Nachrichtenlage gibt für den Dax nicht viel her“, sagte Daniel Saurenz von Feingold Research. „Nach dem Rückenwind durch EZB-Chef Mario Draghi hatte der Dax zuletzt nicht mehr viel zu bieten. In der traditionell nachrichtenarmen Zeit zwischen Anfang September und Anfang Oktober müssen schon besondere Impulse her, um den Markt zu treiben.“ In dieser Woche steuert der Dax auf sein erstes negatives Handelssaldo seit vier Wochen zu.

So hoffen Anleger auf Schwung durch die Geldpolitik. Das Führungsgremium der Federal Reserve kommt am nächsten Mittwoch zu seiner monatlichen Sitzung zusammen. Nachdem die US-Konjunktur im laufenden Jahr weiter an Fahrt gewonnen hat, spekulieren Börsianer seit geraumer Zeit wieder verstärkt über den Zeitpunkt der Zinswende. Zuletzt gab es enttäuschende Arbeitsmarktdaten - Hoffnungen auf eine spätere Leitzinserhöhung ebbten aber schnell wieder ab.

Auch angesichts der neuen Strafmaßnahmen der EU gegen Russland und möglicher Gegensanktionen wolle sich vor dem Wochenende kaum einer aus dem Fenster lehnen, sagten Börsianer. „Es ist eine lähmende Mischung aus Gewinnmitnahmen und Zurückhaltung wegen der Russland-Sanktionen“, sagte ein Händler. Unter anderem sollen Finanzgeschäfte russischer Öl- und Rüstungskonzerne eingeschränkt werden. Russland hatte im Vorfeld bereits mit Gegensanktionen gedroht.

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  • Nachmittagshochkaufen im Selbstbedienungsladen :)

  • Reduktion auf Selbstbedienungsladen brächte Zeitgewinn und Zeilenschonung.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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